Katholischer Bischof gegen Burka-Verbot
von Falk MadejaUnerwartete Schützenhilfe für alle Burka-Fans kommt jetzt vom Bischof niederländischen Tiny Muskens aus Breda. Der Mann ist innerhalb der katholischen Kirche der Niederlande verantwortlich für den Dialog mit den Moslems. Wusste gar nicht, dass es so was gab.
Muskens erklärte nun dem KRO-Radio (katholischer Radio-Sender innerhalb der öffentlich-rechtlichen Stationen), dass er das Burka-Verbot für überflüssig halte. Er verglich das mit der Situation in den 60er Jahren, als auch in den Niederlanden überall noch Nonnen herumliefen. „Wir hatten viele tausende katholische Schwestern in den Niederlanden und woanders, und die waren auch gut eingepackt. Man konnte das Gesicht kaum sehen, vor allem wenn dann eine Nonne auch noch eine Brille aufhatte.“ Die Klosterorden hätten die gesichtsverhüllende Kleidung schliesslich von selbst abgeschafft. „Niemand hat ihnen gesagt: weg mit den Kleidern. Das passierte von allein. Das wird so auch mit den Burkas geschehen,“ denkt Muskens.
Der Bischof griff dann Einwanderungs-Ministerin Rita Verdonk an, die seiner Meinung nach „gern übertreibt“. Sie solle doch „etwas vorsichtiger sein“. Er könne nichts damit anfangen, wenn Verdonk und andere Parlamentarier behaupten würden, dass die Burka „die Sicherheit in der Gesellschaft in Gefahr“ bringen würden. „Ich kenne kein Beispiel.“
Interessant war auch sein Plädoyer für die Einführung eines islamischen Feiertages in den Niederlanden. „Wenn wir vom Ende des Ramadan einen freien Tag machen, wäre das sehr gut für die Integration. Ich habe so etwas in Indonesien erlebt.“
Ich glaube kaum, dass dieser Zwischenruf gehört werden wird. Einer der Wahlgewinner, Geert Wilders, war nun ausgerechnet der, der einmal im Parlament die Initiative für das Burka-Verbot genommen. Wilders, ehemals Partei-Kollege von Rita Verdonk in der liberalen VVD, wird sich in Zukunft noch mehr am Thema Islam, abarbeiten. Immerhin ist er fast mit 10 Mann im Parlament. Und die können noch viel mehr Geschrei machen als Wilders, der ja lange ein One-Man-Team war.
Persönlich glaube ich aber, dass die Burka wie auch immer ein Symbol ist, dass viel stärker als das normale (und mir auch schon unsymphatische) Kopftuch symbolisiert: Frauen seien angeblich weniger wert als Männer. Sehr viel anders denkt ja die katholische Obrigkeit auch nicht darüber. Auch wenn Muskens ansonsten eher umgänglicher und in den Medien nicht als extrem rüberkommender Bischof ist – er denkt am Ende über den freiheitlichen Begriff „Gleichwertigkeit von Frau und Mann“ eben doch ganz anders als Atheisten.
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selten das es vorkommt das ich, zumindest in disem bestimmten tehma, einem katholik recht geben muss.
ich finde auch es ist einfach übertrieben das man diesen schleier verbiten will. ich selbst finde es auch nicht gut wenn ich eine frau wäre möchte ich so etwas nicht tragen. doch man muss klar unterscheiden zwichen *find ich nicht gut* und *söllte verboten sein*. ich fand den vergleich mit chistlichen nonnen gans gut, ich find nonnen meistens ach nicht wirklich mit meiner weltansicht überstimment aber deswegen sind sie lange nicht zuverbieten.
Die Frauen unter dem Schleier sollen ja auch nicht verboten werden…in diesem Falle würde es wahrscheinlich mehr bringen die Männer vor dem Schleier zu verbieten.
Sind Personen in Burka zu identifizieren? Man(n) muss ja vergleichen können, ob das Gesicht auf dem Passfoto mit der Person unter der Burka identisch ist – dazu müssen sie ihr Gesicht sehen lassen. Wie wird das geregelt?