Bart Mos und Joost de Haas, die zwei eingesperrten Journalisten der niederländischen Tagszeitung De Telegraaf, werden nach drei Tagen Haft wieder freigelassen. Das jedenfalls beschloss das Gericht in Den Haag. Der Fall hatte sich für die niederländische Justiz als PR-GAU erwiesen. Mehr als 7000 Unterschriften aus dem In- und Ausland forderten die Freilassung, im Haager Parlament liefen etliche Abgeordnete mit Abzeichen „Lasst sie frei!“ herum. Tja, wer sich mit der grössten Zeitung seiner Landes anlegt und dann mal eben deren Mitarbeiter einsperrt – der muss mit kräftig Gegenwind rechnen. Zumal die zwei Journalisten völlig zu Recht darauf bestanden, dass ein hohes Gut bestand haben muss: Quellenschutz, d.h. Journalisten müssen das Recht verteidigen, ihre Zeugen nicht nennen zu müssen.
Was war passiert? Zu Beginn diesen Jahres berichteten Mos und De Haas in De Telegraaf über ein Leck beim niederländischen Geheimdienst AIVD. Sie enthüllten, dass AIVD-Akten über den Top-Kriminellen Mink K. und… weiter lesen