John de Mol: Masturbations-Kommando zurück?

von Falk Madeja

Nun, “halb schwanger geht nicht”. Eine Weissheit, die wir von “Meine Güte” natürlich auch verinnerlicht haben. Wie ist es aber mit “halb masturbieren”? Das können wir Ihnen erklären.

John de Mol, Bruder der allseits bekannten und beliebten Linda de Mol, wollte in der kommenden Woche am 13. März auf seinem eigenen TV-Sender “Tien” (Zehn) eine ziemlich merkwürdige Show aussenden. Jedenfalls klang der Titel doch ziemlich verrückt. Masturbations-Marathon. Logisch, dass halb Holland sich darüber kaputtlachte oder zu Tode aufregte. Es zog sogar Kreise bis ins Haager Parlament.

De Mols-Sprecher schob dann eilig nach, dass es sich eigentlich um eine harmlose Sendung handele. Es ginge halt um zwei amerikanische Sexulogen, die soviel Frauen und Männer wie möglich für einen guten Zweck vor der Kamera masturbieren lasen wollten – für einen guten Zweck. Das klang etwas scheinheilig, auch weil als “guter Zweck” die Aids-Bekämpfung genannt wurde. Klar bekommt man wohl von sich selbst kein AIDS, wenn man sich einen runterholt, es sei denn man hat schon AIDS. Aber ansonsten ist der Zusammenhang nicht einfach zu sehen. Egal, das Kind war eigentlich schon gestern in den Brunnen gefallen, wenn Sie mir den Kalauer mal erlauben.

Kurzum, jetzt wird das Eingangs-Rätsel gelöst. Die Show wird am Dienstag nicht ausgesendet! Und doch wird sie ausgesendet. Nämlich n i c h t im Fernsehen, sondern im Internet! So können ja auch viel mehr Menschen gucken, z.B. Deutsche, bei denen John de Mols Sender “Tien” nicht im Kabelnetz ist.


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