29.04.2007 von Falk Madeja
Nur ein Tor! Am Ende müssen wir, denen uns (also auch Meine Güte) am Herzen liegt, trauern. Ajax Amsterdam verpasste in einem echten Herzschlag-Finale am letzten Spieltag die Meisterschaft.
Vor einer Woche haben Meine-Güte-Jard und Meine-Güte-Falk noch gesehen, wie Ajax 5:2 gegen Sparta Rotterdam gewann. Danach hatten AZ Alkmaar, Ajax und PSV die gleiche Punkte-Anzahl – aber AZ gegenüber Ajax und PSV 6 und 7 Tore mehr Torunterschied…
AZ fuhr zu Exselsior Rotterdam – dritter Club von Rotterdam, eine Art Unterhaching ohner Bob-Symbol im Emblem. Wenig Zuschauer, Ex-Farm-Team von Feyennoord Rotterdam…. Dort vergeigten sie alles mit einem 2:3. Unfassbar.
Aber wir waren ja sowieso für Ajax – und die gewannen 2:0 bei Willem II. Nee, nee, das war nicht die zweite Mannschaft, Willem II war mal ein König.
Und was passiert beim PSV? Eine Woche Stress. Gebrummel über Trainer Ronald Koeman, Ex-Ajax-Spieler Patrick Kluivert mosert herum. Aber dann gewinnen sie 5:1… weiter lesen
29.04.2007 von Falk Madeja
Zumindestens haben wir von Meine Güte diesmal nicht mitgemacht, dass die Fans von “Dynamo” Dresden in Berlin wie bei ihrem letzten Spiel in Berlin grossen verbalen Ärger machten.
Beim letzten Spiel, vor einigen Monaten in im Prenzlauer Berg gelegenen Jahn-Sport-Park gegen Hertha BSC II, fielen mir diese Sachsen auf mit unendlich vielen verbalen Provokationen auf – mit als Höhepunkt antisemitischem Scheiss und Polizisten-Anmacherei. Ich stand zufällig im Dresden-Block, konnte alles von dicht bei sehen. Ekelhaft. “Dynamo” Dresden finde ich seitdem unsymphatisch.
Am Samstag beim 1. FC Union hat “Dynamo” eine wunderbare Klatsche beim 1. FC Union bekommen. Ich stand in der Alten Försterei und habe gehofft und gebangt. Es wurde 2:1. “Dynamo” hätte gewinnen können und vielleicht müssen – aber was mich betrifft sicher verlieren müssen.
So geschah es.
26.04.2007 von Falk Madeja
In dieser Woche wird in Amsterdam in “Hollandsche Schouwburg” wieder Theater gespielt. Am Freitag- und Sonntag-Mittag bietet das heutige Erinnerungs-Zentrum das Stück “Ik ben Nietzsche!” (Ich bin Nietzsche!) von Ton Vorstenbusch und Kiek Houthuijsen.
Das ist deshalb so besonders, weil im 1893 eröffnete Theater seit dem Zweiten Weltkrieg keine Aufführungen mehr zu sehen waren. Grund: die Nazis hatten die “Hollandsche Schouwburg” während der Besatzung als Zwischenlager für Juden benutzt, die danach ins KZ Westerbork verschleppt wurden. Als der Eigentümer nach dem Zweiten Weltkrieg wieder Vorstellungen geben lassen wollte, gab es Proteste. 1958 wurde beschlossen, dass aus der Hollandschen Schouwburg ein Denkmal für die ermordeten Juden werden sollte. Seit 1992 verwaltet das “Joods Historisch Museum” das Gebäude.
In dem Stück “Ich bin Nietzsche!” geht es um Elisabeth Nietzsche, die Schwester des Philosophen. Nach dessen Tod symphatisierte sie mit den Nazis – was dann ihren Bruder in Verruf brachte, ein Nazi-Philosoph zu sein. Es handelt sich… weiter lesen
26.04.2007 von Falk Madeja
Nun streiten sie sich mit der Stadt Amsterdam um das Grundstück, auf dem sie in Amsterdam nahe dem Gefängnis der Stadt ihren Unterschlupf haben. Wer mit dem Zug von Utrecht gen Amsterdamer Hauptbahnhof fährt, kann das alles sehr gut sehen. Seit mehr als 30 Jahren haben sie hier am Wenckebachweg wohl ihr Hauptquartier…
Nachdem die Gemeinde Amsterdam eine juristische Prozedur gegen die Motorrad-Rocker verloren hat, will sie nun, dass die Hells Angels wenigstens das der Stadt gehörende Grundstück vor dem 1. Mai verlassen. Als Grund wird genannt: die Hells Angels haben mehr oder weniger heimlich ihr Quartier ausgeweitet. Das Problem: die Hells Angels wollen aber nicht. Oder höchstens dann, wenn sie eine Alternative angeboten bekommen. Was wohl die Gemeinde nicht will…
Nun wird es spannend. Die Gemeinde kann sowohl juristische Massregeln nehmen, als auch mit der Polizei eine Räumung durchziehen. Am 30. April aber hat die Stadt Amsterdam alle Hände voll zu tun,… weiter lesen
25.04.2007 von Falk Madeja
In den Niederlanden bekam ein Mann etwas bislang nicht, was nun unserem RAF-Mann Christian Klar offensichtlich gewährt wird: Gnade. Der heute 42jährige Bart ten Oever aus Amersfoort musste einen Monat ins Gefängnis, weil er vor sage und schreibe 23 Jahren den Wehrdienst verweigerte.
Dazu muss man wissen, dass die Wehrpflicht 1996 defacto abgeschafft wurde. Wir von Meine Güte erinnern uns noch an die feierliche Prozedur in Breda (oder Tilburg), von der wir von einer dem Ende der Wehrpflicht gewidmeten Parade für irgendwelche deutschen Medien berichteten. Ja, und nun kommen wir zum heiklen Punkt. Die Wehrpflicht ist nicht wirklich abgeschafft – es muss nur niemand mehr gegen seinen Willen in einer niederländischen Kaserne herumhängen. “Die Wehrpflicht ist ausgesetzt” heisst es offiziell. Der Staat hat sich also eine Hintertür offengelassen – und diese Tür sollte sich jetzt erst mal hinter Bart ten Oever schliessen.
Als der damalige Student am 22. März 1984 den Einberufungs-Befehl bekam, rollten… weiter lesen
24.04.2007 von Falk Madeja
Auch in den Niederlanden wird über das Thema “Frauen, Arbeit und Kinder-Gärten” diskutiert. Der niederländische Gewerkschaftsbund FNV hat eine Untersuchung “Frauen Emanzipation 2007″ durchführen lassen, die wir von Meine Güte ziemlich interessant finden.
Demnach würden sage und schreibe 1,5 Millionen heute nicht arbeitende Niederländerinnen sehr wohl arbeiten gehen, wenn nur endlich die Umstände wie etwa Kinder-Auffang gut geregelt sein würden. Weil die Frauen Hollands, die schon einen Job haben, durchschnittlich 29 Stunden die Woche arbeiten, kämen umgerechnet eine Million Steuer-Zahlerinnen dazu, könnten die 1,5 Millionen arbeitswilligen Damen in den Arbeitsmarkt integriert werden!
Die FNV Taskforce Frauen will nun, dass bis zum Jahr 2010 um die 65 Prozent aller niederländischen Frauen einen Job haben.
Wie in Deutschland scheint uns doch die Frage Kinder-Auffang, Kosten davon etc. die wichtigste.
21.04.2007 von Falk Madeja
Hollands Militärs müssen sich jetzt einschränken. Sollte Sie beim Urlaub auf Kreta jemand mit niederländischem Akzent um ein Bier anbetteln, dann können wir Ihnen eine Erklärung geben. Es könnte ein niederländischer Soldate sein! Denn wenn niederländische Soldaten aus Afganistan zurückkommen, dann dürfen sie sich auf der griechischen Insel erholen. Bislang gab es zur Erholung ohne Ende Gratis-Bier – was einige der Holland-Kämpfer promt zu dummen Dingen wie Schlägereien verführte. Armee-Chef Dick Berlijn greift jetzt durch. Ab jetzt gibt es für seine Soldaten nur noch zwei Gratis-Bier! Nicht, dass er gegen das Saufen ist – das dürfen seine Leute weiter machen. Aber eben selbst bezahlen!
20.04.2007 von Falk Madeja
Hollands Extrem-Politiker Geert Wilders hat einen spassigen Vorschlag gemacht. Da die niederländische EU-Kommissarin Nelie Kroes die drei Gross-Brauer Heineken, Grolsch und Bavaria zu einer Strafe von 274 Millionen Euro wegen illegaler Preisabsprachen in den Jahren 1996 bis 1999 verurteilte, sollen die Brauer ihr Bier in den kommenden drei Jahren für den halben Preis verkaufen. “So dass der niederländische Biertrinker sein Geld zurück bekommt”, heisst es in einer Parlamentsanfrage von Wilders Partei PVV. Meine Güte ist sicher. Die Realisierung dieses Vorschlages würde auch dem Tourismus einen gewaltigen Impuls geben.
20.04.2007 von Falk Madeja
Ob es helfen wird? Der Abgeordnete der sozialdemokratischen PvdA Jeroen Dijsselbloem will, dass in den Niederlanden Gefangene gestreifte Anzüge tragen müssen – wie wir das aus den USA kennen. Grund: ein grosser Teil der Einsitzenden, “Jugendliche aus Macho-Kulturen”, würde sich hinter den Gefängniss-Mauern mit Status-Symbolen wie teurer Markenkleidung und allerlei Schmuck gegenseitig ärgern. Die Folge: 70 Prozent aller Bestraften seien Wiederholungs-Täter. Diese Gruppenstruktur aus der Welt der Strasenbanden ziehe vor allem Marokkaner und Antillianer an.
In den Niederlanden dürfen die Jugendlichen seit dem Jahr 2001 ihre Kleidung frei wählen. Aber offensichtlich veranstalten die Macho-Knackis wahre Modeschauen, um einander zu provozieren. Abgeordenete von CDA (Christdemokraten von Premier Balkenende), VVD (liberale Oppositionspartei), SP (Post-Maoisten) und selbstverständlich PVV-Führer Geert Wilders sind auch dafür.
Gestreifte Gefängniskleidung gab es in den Niederlanden übrigens noch nie.
19.04.2007 von Falk Madeja
Rund um das niederländische Pokal-Halbfinale gab Ajax Amsterdam bekannt, dass fortan niemand mehr die Nummer 14 tragen dürfe. Diese Nummer gehörte einmal Johan Cruijff, der am 25. April 60 Jahre alt wird. Dass niemand mehr die Nummer 14 tragen dürfe, soll eine Art Ehrerweisung für Cruijff sein. Aber wissen Sie, was Cruijff daraufhin sagte: Es wäre nun wirklich eine Ehre, wenn jeweils der beste Spieler von Ajax die Nummer 14 tragen würde!