27.06.2007 von Falk Madeja
Viele Drogen werden ja aus Südamerika via Umweg Niederlande kondomverpackt in den Mägen nervöser Flugreisender transportiert. Hin und wieder machen die Behörden ernst und scannen in stundenlangen Prozeduren die Bäuche ganzer Flugzeug-Ladungen – aber da ihnen da manchmal 20 a 30 Leute ins Netz gehen und es gar nicht soviele Zellen sowie Prozess-Kapazität gibt, machen die da auf Hollands Flughafen Schiphol auch schon mal halblang. Es gibt wahrscheinlich nicht mal ausreichend Toiletten, um die Drogen-Kuriere das ganze Zeug wieder auskacken zu lassen.
Nun wurden im englischen Hafen Harwich zwei niederländische Schwestern mit soviel Heroin erwischt, dass wir von Meine Güte uns sicher sind, dass nicht einmal jener japanische Vielfrass-Hotdog-Schlucker mit dem Maulsperre-Problem in seinen besten Zeiten die Dinger in seinem Magen hätte oral aufnehmen und transportieren können: sage und schreibe 115 Kilogramm! Sie hätten ja sonst ausgesehen wie die Wildecker Herzbuben.
Die zwei Kurier-Schwestern, die 39jährige Jacqueline M. aus Oudenbosch… weiter lesen
27.06.2007 von Falk Madeja
Mehr als 27.000 Niederländer aus der Provinz Twente, bekannteste Stadt ist Enschede (aber auch der Ort Hengelo dürfte Bahnreisenden bekannt vorkommen), sind in den vergangenen Jahren über die Grenze nach Deutschland umgezogen. Grund sind die bis zu 35 Prozent billigeren Preise für Häuser. Die niederländischen Gemeinden ärgern sich nun, dass die Deutschland-Holländer trotzdem ihre Kinder in den Niederlanden zur Schule schicken. Damit haben sie Kosten, die sie nicht wieder reinholen können.
Aber, wir von Meine Güte meinen: Deutschland dagegen hatte der Region, genauer gesagt dem FC Twente Enschede (sowie dem ganzen Land), auch zwei hübsche Geschenke zu machen: Vor vielen Jahren den heutigen Club-Trainer Hans Meyer – er verhalf dem heute prosperierenden FC Twente in Krisenzeiten zu einer stabilen Phase incl. Europacup. Und dann wäre da noch der heute bei AZ Alkmaar (Rudi Carell-Geburtsstadt!) spielende Simon Cziommer. Der in Nordhorn geborene hat die Jugendausbildung beim FC Twente absolviert und in… weiter lesen
27.06.2007 von Falk Madeja
In den Niederlanden dürfen Frauen mit Burka jetzt die Sozialhilfe gekürzt werden – das beschloss das Parlament in Den Haag auf Antrag Hans Spekman (PvdA, sozialdemokratisch) und Atzo Nikolai (VVD, liberal). Wieviel weniger Sozialhilfe es gibt, sollen offenbar die Gemeinden selbst entscheiden.
Hintergrund ist der Fall einer Frau aus Diemen (nahe Amsterdam), die dreimal wegen ihrer Burka bei einer Bewerbungsrunde durchgeflogen war und einen vierten ihr angebotenen Job nicht annehmen wollte. Sie hätte bei letzterem Job von zu Hause aus arbeiten können. Das war ihr aber nicht Recht, weil sie für ein Callcenter Lose hätte verkaufen sollen und das wollte sie aus Glaubensgründen nicht. Die Gemeinde wollte ihr daraufhin für drei Monate die Sozialhilfe streichen. Allerdings gab ein Gericht der Burka-Frau im Mai wiederum Recht.
Nunmehr kann die Gemeinde Diemen also der Burka-Frau die Sozialhilfe wieder kürzen, wenn sie ganzkörperverhüllt zum Bewerbungsgespräch geht und dann deshalb abgelehnt wird. Übrigens will die Regierung zumindestens… weiter lesen
26.06.2007 von Falk Madeja
Nachtrag zum Artikel rund um John de Mol und dem Ende seines Senders “Tien”. Es sieht so aus, dass das komplette Personal seines Senders entlassen worden ist – aber nicht seine Schwester Linda de Mol. Sie wird bei einem der RTL-Sender das Format “Millionenjagd” präsentieren und ausserdem weiterhin die Serie “Gooische vrouwen”, eine Art “Verzweifelte Hausfrauen” auf niederländisch…
26.06.2007 von Falk Madeja
Der niederländische Medien-Unternehmer John de Mol lässt seinen Fernsehsender “Tien” (Zehn) im niederländischen Ableger des Bertelsmann-Senders RTL aufgehen. Die Spiele der niederländischen Ehrendivision werden durch RTL ausgesendet. Durch diesen Schritt werden wohl 100 Mitarbeiter von “Tien” entlassen, Johns Schwester Linda de Mol wird Programme bei RTL präsentieren. Grund: geschätzte Verluste von bis zu 200.000 Euro am Tag.
Die Beteiligungsgesellschaft von John de Mol, Talpa Media (in der auch die Rabobank mit drin ist) bekommt 23,6 Prozent von RTL Niederlande. RTL Niederlande erhält ein Erst-Zugriffsrecht auf neue Formate, die die “kreative Unit von John de Mol” entwickelt. Für die Gütersloher unterschrieb natürlich Gerard Zeiler (CEO) die Übereinkunft, und natürlich der Chef von RTL Niederlande Fons van Westerloo.
John de Mol: “Ich denke in erster Linie an meine Mitarbeiter im Fernsehbereich, die ich damals gefragt habe, mir beim Aufbau von Tien zu helfen. Die Übereinkunft mit RTL hat Folgen für die Arbeitsplätze… weiter lesen
26.06.2007 von Falk Madeja
Wir von Meine Güte haben in dem Land an der Nordsee, entlang von Waal und Maas, natürlich auch einige skurile Gestalten erlebt. Major Bosshardt, gefühlte 200 Jahre alt, gehörte ganz sicher dazu. Die gute alte Dame der Heilsarmee gehörte zu Amsterdam wie die Grachten, die Pfähle auf den Bürgersteigen entlang den den Strassen oder Ajax Amsterdam. Am Montag starb der bekannteste “Soldat der Heilsarmee” im Alter von 94 Jahren. Eine traurige Angelegenheit, zu der Ministerpräsident Jan-Peter Balkenende sowie auch Königin Beatrix Stellung nahmen.
Major Bosshardt, glauben Sie es uns, war wie eine Figur einem Hollywood-Film zu Weihnachten. Wir haben sie zigmal gesehen, wie sie in ihrer Uniform mit einem Lächeln auf den Lippen durch Amsterdam trippelt, es gab Jahre, da war sie täglich im Fernsehen bei irgendeiner Talkshow. Skuril – das meinen wir nicht auf ihre Ausstrahlung bezogen. Denn sie war eine humorvolle und schlagfertige Frau. Es war dieser fröhliche Mensch und diese unglaubliche Medienpräsenz, die uns… weiter lesen
25.06.2007 von Falk Madeja
Als unsere Tochter Jard vor 9 Jahren in Amsterdam geboren ist, hatte ich (hatten wir) ein Problem doch sehr unterschätzt: Den Mangel an Kindergartenplätzen. Nach hektischen stressigen Tagen fanden wir dann glücklicherweise einen Platz – im Kindergarten der Amsterdamer Verkehrsbetriebe, GVB. Die Niederlande war lange Jahre ein Hausfrauenland – wie in einigen Teilen Süddeutschlands gehörte es sich nicht, als Frau zu arbeiten. Fanden vor allem andere Frauen – die Debatte verlief in etwa so wie wir das aus Deutschland kennen.
Doch seit einigen Jahren verändert sich das Land rasant. Frauen, die früher Hausfrau geworden wären, arbeiten minimal Teilzeit. Frauen, die früher 3 Tage die Woche gearbeitet hätten, tun es 4 oder 5 Tage, immer mehr Männer gehen auf 4 Tage usw. usf. Das hat Folgen: Die Zahl der Kindergartenplätze wird – oder müsste eigentlich – explodieren. Eine Studie der ING Bank (auch in Deutschland aktiv, als ING Diba) rechnet damit,… weiter lesen
25.06.2007 von Falk Madeja
Doch, doch – das Finale der Fussball-Europameisterschaft der Unter 21jährigen lebte in den Niederlanden. Wir von Meine Güte feierten zwar eigentlich am Samstag Abend zur Finanlspiel-Zeit den Geburtstag (und ihren neuen Job!) von Petra im niederländischen Muiderberg – aber in der Ecke des Wohnzimmers lief der Fernseher und die Couch war voll. Die Niederländer gewannen am Ende 4:1 – und die Serben rissen sich diesmal im Gegensatz zum Spiel gegen England zusammen. Gegen die Engländer pöbelten ihre Fans und auch die Spieler gegen Engländer schwarzer Hautfarbe – es wurde gar ein Ausschluss von der EM diskutiert.
Für die Niederlande war dieser Sieg aus zwei Gründen historisch. Erstens verteidigten sie ihren Titel vom vergangenen Jahr – und eine Titelverteidigung hatte es wohl überhaupt noch nicht gegeben. Zweitens war auf dem Feld eine Mannschaft zu sehen, die wie vor 10 Jahren schon einmal sehr stark von Farbigen aus der Ex-Kolonie Surinam abstammenden… weiter lesen
21.06.2007 von Falk Madeja
Es sind diese blöden Elfmeter! Besser gesagt es waren diese blöden Elfmeter. Waren niederländische Fussballer einst ein Synonym dafür, wie man aus 11 Metern die Lederkugel im entscheidenen Moment versiebt, so rechnete die U-21-Nationalmannschaft zur Erleichterung der Nation am Mittwoch Abend im Halbfinale der Europameisterschaft in Heerenveen gegen England damit eiskalt ab. 32 Elfmeter mussten geschossen werden, fast alle gingen rein.
Nur trafen die Niederländer halt einmal öfter als die Engländer, und wie das beim Fussball so üblich ist, kamen sie deshalb mit dem 13:12 ins Finale gegen Serbien. Davor hatten die Niederländer auch nicht über Pech zu klagen: in der 89. Minute gelang dem Team des Friesen-Trainers Foppe de Haan das 1:1.
Das Problem nun: die Serben haben in der Vorrunde gegen eben jenes England bewiesen, dass sie einen abgrundtiefen Hass gegen farbige Fussballer haben. Sowohl Anhänger als auch Spieler hetzten das ganze Spiel lang gegen die englischen Spieler mit afrikanischem… weiter lesen
21.06.2007 von Falk Madeja
Die Idee klingt eigentlich gut. Im niederländischen Nimwegen hat die Polizei ein sogenanntes Lock-Fahrrad (Lock von “anlocken”) eingesetzt. Fahrrad-Diebe können es zwar stehlen, aber weil ein Sender eingebaut ist, können die Ordnungshüter die Diebe leicht lokalisieren und fest nehmen. Das ging so seit Mai – und drei notorische Fahrrad-Klauer konnten eingebuchtet werden.
Aber am 7. Juni ging es wohl schief, meldet die Polizei am Donnerstag. Der Sender meldet sich nicht mehr! Auf der Waalkade verloren die Polizisten die Verbindung. Mit Polizeibooten wurde noch im Wasser gesucht – und es wurden auch zwei anderweitig geklaute Fahrräder gefunden. Nicht aber das Lock-Fahrrad. Das ist weg…