Chavez – droht nun Krieg mit den Niederlanden?

von Falk Madeja

Venezuelas Präsident Hugo Chavez – einige Links-Politiker kriegen sich ja gar nicht mehr ein, wenn sie an den Populisten denken. Nun hat er einen bizarren Nebenkriegs-Schauplatz eröffnet – und das geht uns Europäer was an. Er hat nämlich zum Entsetzen der Regierung in Den Haag Anspruch auf die Niederländischen Antillen gemacht, meldet die Website der Zeitung “De Telegraaf”. Seiner Meinung nach gehöre alles, was sich innerhalb der 200 Meilen-Zone befinde, zu seinem künftigen Sozialismus-Paradies, soll er erklärt haben. Die Niederländischen Antillen und Aruba liegen 40 Seemeilen nördlich von Venezuela!

Wir von Meine Güte fragen uns nun: wird das alles enden wie die Sache mit den Falkland-Inseln? Das war ja damals ein Krieg zwischen Argentinien und Grossbritannien – inzwischen sind die Streitkräfte der Niederlande so mit den Nachbarn verknüpft, dass bei einem eventuellen Überfall Venezuelas auf die Antillen halb Europa seine Armee mobilisieren würde…

In Zusammenarbeit mit www.allaboutroyals.com


12 Kommentare zu "Chavez – droht nun Krieg mit den Niederlanden?"

  1. Ebenso überflüssiger wie armseliger Kommentar! Wie es wirklich aussieht in Venezuela – man lese etwa Berichte unvoreingenommener Venezuela-Besucher wie Harry Belafonte – das ginge nun wirklich alle Europäer etwas an, denn dort gibt es offenbar Alternativen zum alleinseligmachenden Liberalkapitalismus, über die man hier nicht einmal mehr offen nachdenken darf.

  2. Sehr geehrter Leser,

    die Frage nach der Zugehörigkeit der Antilleninseln Aruba, Curacao und Bonnaire stelle im Prinzip die Bewohner dieser Inseln. Diese sind nur zum Teil Nachfahren der Holländer, die diese Inseln vor Jahrhunderten zwangskolonisiert haben. Sicher liegt Holland nicht vor der südamerikanischen Küste, sowie Deutschland nicht vor New York liegt. Ich finde das einleuchtend. Ebensowenig liegt Grossbritannien im Suedatlantik – zumindest logisch geographisch. Wenn man den Kolonialismus ablehnt heisst das, dass man das auf den Kopf stellen von geografischen Tatsachen ablehnt. Ist es Unrecht wenn Spanien Gibraltar von den Engländern zurückfordert? England liegt eben nicht auf der iberischen Halbinsel, Chinatown in New York gehört nicht zu Peking.
    Meines Wissens haben die Bewohner einer Antilleninsel (ich galube Curacao) sich mehrheitlich für eine Regierung ausgesprochen, die ein Referendum zur Unabhängigkeit durchführen wollte. Diese gewählte Person wurde von der niederländischen Regierung wegen “Korruptionsvorwürfen” nicht anerkannt. Das ist doch viel interessanter als die Idee eines Krieges von Venezuela mit Holland/Europa. Man muss nicht glauben, dass die Venezuelaner freiwillig Anlässe für Angriffskriege liefern, obwohl die Europaer den Amerikanern den militärischen Stützpunkt in Curacao für Truppenstationierung angeboten haben. Und das stimmt dann: die Europäer geben den Amerikanern die Möglichkeiten, amerikanische Truppen 40 km vor der venezolanischen Küste zu stationieren. Wer provoziert denn da wen? Und wer lässt sich da nicht provozieren? Wie immer : mehr Wissen tut Not.

  3. Lieber Dr. Zucchi,

    wer hindert Sie denn in Deutschland, über Alternativen nachzudenken und darüber zu reden? Niemand. Denn hier gibt es Freiheit. In Venezuela aber nicht. Dort werden TV-Sender, die nicht die Meinung von Hugo Chavez vertreten, verboten oder behindert. Das ist das Gegenteil von Freiheit. Die Einschränkung der Freiheit – das geht in Venezuela jetzt richtig los.

    Hugo Chavez will Freiheit abschaffen, bsw. stundenlang im Staatsfernsehen oder Radio die Leute vollquatschen. Oder seinem Despoten-Kumpel Fidel Castro noch ein paar Jahre Diktatur finanzieren. Währendessen wir ja wissen, dass Fidels Wirtschafts-Politik so erfolgreich und leistungsfähig ist, dass die Leute da 12 Dollar im Monat verdienen. Inzwischen wird klar, dass Chavez immer mehr finanzielle Populisten-Versprechen macht, die er nicht halten kann.

    Ja, und die Parallele mit Argentinien und den Falkland-Inseln ist: damals musste die Diktatur in Argentinien auch von ihrer Versager-Realität ablenken – und begann das Falkland-Abenteuer.

    So könnte es ja sein, dass Chavez mit ein paar russischen Waffen ein Antillen-Abenteuer beginnt.

    Könnte ja sein.

    Falk Madeja

  4. Lieber Falk Madeja,

    welche Freiheit meinen Sie denn? Die des HerrnSchäuble, des Herrn Köhler, des Herrn Henkel oder gar des Herrn Bush? Oder die des Herrn Murdock? Die Freiheit, alles überall und immer wieder zu sagen, sofern es nicht aus dem vorgeschriebenen Rahmen fällt?
    Oder meinten Sie am Ende die Freiheit der Kaufkräftigen, die Ihre Meinung jederzeit und überall frei veröffentlichen können?
    Wir haben da offensichtlich unterschiedliche Konzepte von „Freiheit“, vermutlich können Sie auf das meine so gut verzichten wie ich auf das Ihrige…

  5. Herr Dr. Zucchi,

    ich fühle mich immerhin frei genug, um diesen Weblog zu schreiben – und niemand will mich deshalb einsperren oder mundtot machen.

    Ihren Hass auf die genannten Politiker können Sie für sich behalten, ich biete Ihnen keinen Platz mehr dafür. Herr Köhler, Herr Schäuble etc. sind in Freiheit gewählte Politiker, wenn Sie mit deren Meinung nicht übereinstimmen, dann ist es Ihr gutes Recht – wählen Sie doch einfach jemand anderen oder beginnen Sie Ihre eigene Partei. Ihr Konzept von Freiheit können Sie für sich behalten, ich interessiere mich angesichts Ihres intoleranten und von Hass erfüllten Tons nicht dafür. Lassen Sie Ihren Dampf in Ihrer eigenen Küche ab und meiden Sie diesen Blog.

    Tschüss, Falk Madeja

  6. Dasist also Freiheit ;)

  7. “Herr Chavez ist als Sieger aus einer freien und geheimen Wahl hervorgegangen.” – dies ist nicht meine persönliche Meinung, sondern das einhellige Ergebnis der von UN und EU nach Venezuela entsandten unabhängigen Wahlbeobachter.
    Bei der US-Präsidentschaftswahl hatten die Wahlbeobachter im Gegensatz dazu diverse Ungereimtheiten zu beanstanden. Aber das passt natürlich wieder nicht in Ihr Konzept, und deshalb ist es, wie Sie so treffend und „freiheitlich“ raten, besser, wenn Andersdenkende wie ich ihren Mund halten oder „in ihrer eigenen Küche“ darüber sprechen, wo es niemanden stört.
    Woraus schliessen Sie denn eigentlich, dass ich Sie hasse? Aus dem schlichten Umstand, dass ich Ihr heiles Weltbild infrage stelle?

  8. Lieber Herr Madeja,

    wie sehen das denn “die Festland-Holländer”? Man hört ja immer wieder, dass diese Provinzen (oder wie die richtige Bezeichnung auch immer sein mag) den Niederlanden auch viele Probleme bereiten. Vielleicht wären die gar nicht so unglücklich darüber, wenn sie diese Inseln los wären.

  9. So, Herr oder Frau Dr. Zucchi,

    ob ich ein heiles Weltbild habe oder nicht, das können Sie gar nicht wissen. Ich habe über Herrn Chavez und seine vermeintlichen Ansprüche auf die Niederländischen Antillen geschrieben – nicht aber über die Wahlen in Amerika. Sie wissen gar nicht, was ich über die Wahlen in Amerika denke.

    Im Fall Chavez ist meine Meinung so: Ein Staatschef, der sich selbst das Recht rausnimmt um stundenlang in Radio und TV zu labern, und Fernsehsender, die das nicht aussenden verbieten will, hat sie nicht alle.

    Nun ist aber genug, husch husch anderen Websites mit fanatischen Kommentaren und Unterstellungen auf den Sack gehen oder besser noch: eigenes Weblog beginnen!

    Mit freundlichen Grüssen, Falk Madeja

  10. Noch eine Nebelkerze vom diktatorischen Linkspopulisten.
    Den Umgang mit der Opposition lernt er von Castro und AchimDschihad, aber seie TV-Reden (4 Std.!) sind noch ein wenig kurz. Genosse Castro bringt es leicht auf das Doppelte. Jetzt steht ein “Ermächtigungsgesetz” nach Nazi-Vorbild an.
    ___

    ” …
    Chávez arbeitet seit seiner Wiederwahl vergangenen Dezember an der Verfassungsänderung. Die Arbeiten waren offenbar noch nicht ganz abgeschlossen – wie der Amtsinhaber selbst einräumte, feilte er zusammen mit Vertrauten noch wenige Stunden vor seinem Auftritt an einigen Stellen und korrigierte andere vor laufender Kamera. Die stellenweise konfuse Redaktion der Artikel legt nahe, dass die Verfassungsreform vorgezogen wurde, um von mehreren Korruptionsskandalen der Regierung abzulenken. Dabei geht es um Schmiergelder bei der Vergabe öffentlicher Aufträge und die Finanzierung ausländischer Wahlkämpfe. ”

    welt.de

  11. Die Fernsehe in Südamerika wurde gezielt mit der DIREKTE Mitwirkung von CIA installiert und Finanziert von Time-Life in 50 Jahre (bei RTVC wurden Schwarzen als minderwertig gezeigt, arme hatten Telefon und konnten ein Arzt besuchen, gehen sie bei google Recherchen sie den 12 bis 14.04.2002, RTVC hat den Putsch orgaziert und Ungesetz. Schauen Sie bei youtube den Dokumentar “La revolucion no sera transmitida”. Interessant auch die Wahrnehmung über Populismus… Hier in unsere Freie Demokratische Deutschland werden so viele gesetzte verabschiedet die nur den Ziel Populismus haben, aber wer jemanden versucht etwas für die soziale Gleichgewicht zu machen… ich glaube ein wenig mehr Recherche in Internet wird hier einige helfen nicht so oberflächliche Kommentare von sich zu geben. Mein Deutsch ist schlecht aber ich gebe mich mühe, also ein wenig mühe von euch bei Recherche zahlt sich aus.
    Mit viele Grüsse aus Brasilien.

  12. Das Problem ist doch, daß es bei Berichten aus Süd- und Mittelamerika ( und vielleicht auch sonst wo)kein Vertrauen in die Fakten mehr gibt, nach dem, was die USA CIA ua dort für ihre Zwecke gemacht haben. Daher ist die Berichterstattung und die Beurteilung der Lage sehr schwierig.

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