31.08.2007 von Falk Madeja
Der Coffeeshop Sarasani in Utrecht muss schliessen. Das hat Bürgermeister Brouwer beschlossen, weil die zwei F.V. (42) und T.H. (45) sich auf offener Strasse beim Drogenhandel erwischen liessen. Sie wollten jemandem aus Mannheim 10 Kilo von irgendwelchem Zeug verkaufen. Die Polizei geht davon aus, dass der Deal im Sarasani eingefädelt worden ist. In der Wohnung einer der Beteiligten wurden 37 Kilo Drogen gefunden.
Es handelt sich laut Algemeen Dagblad um den ältesten Cofeeshop des Landes.
Allerdings ist die Drogengesetzgebung der Niederlande etwas kurios. So dürfen die Coffeeshop-Betreiber eigentlich Drogen verkaufen, aber sich mit Drogen beliefern lassen ist verboten. Naja, 500 Gramm dürfen sie im Haus haben.
Der Anwalt der Beschuldigten sate, dass die 37 Kilo wegen Urlaubs um Hause gewesen wären. Die Exekutive denkt, dass das wegen des oben genannten Strassendeals geschah.
31.08.2007 von Falk Madeja
Wie schon von Meine Güte berichtet, steigen in den Niederlanden im kommenden allerhand Steuern und damit Preise. Bei Bier soll das 2 Cent pro Bierflasche sein, bei Zigaretten so zwischen 25 und 30 Cent pro Packung, berichtet das Algemeen Dagblad.
Erfreulicherweise müssen Vergnügungsparks nicht mehr die hohe Mehrwertsteuer berappen (wie auch in Deutschland gibt es den Standard-Tarif, heute noch 19 und im kommenden Jahr 20 Prozent) sowie eine niedrige Mehrwertsteuer. Die sogenannte “Lach-Steuer”, so die oppositionelle Liberalen-Partei VVD, soll abgeschafft werden.
Wenn Sie also privat Niederländer kennen, und die Ihrer Meinung nach komischerweise nach der Silvester-Nacht mehr Lachen als davor, dann wissen Sie bescheid.
31.08.2007 von Falk Madeja
Es sieht so aus, als ob Cisca Dresselhuys, seit vielen Jahren Chefin der Zeitschrift “Opzij” (in etwa “niederländische Emma”) einen interessanten Prozess erwarten kann. Wie die Wochenzeitschrift “HP/de Tijd” berichtet, geht es um Diskrimierung. Cisca Dresselhuys ist so in etwa die niederländische Alice Schwarzer. Die zwei werden sich kennen, keine Ahnung ob sie sich mögen oder nicht.
Jedenfalls hat Cisca Dresselhuys einen männlichen Bewerber für die Redaktion abgewiesen. Gert-Jan Ankone von Bureau Discriminatiezaken Hollands Midden en Haaglanden (Anti-Diskriminierungs-Truppe) sagte zu HP/de Tijd: “Dresslhuys hat einen männlichen Bewerber abgewiesen. Damit verstösst sie gegen Artikel 1 des Grundgesetzes.” Die Meinung von Frau Dresselhuys, dass es keine “männliche Feministen” gäbe, könne er juristisch und inhaltlich nicht akzeptieren. Wenn die Feministin glaube, über dem Gesetz zu stehen, dann könne man ja auch zum Richter gehen.
31.08.2007 von Falk Madeja
Die Niederländer können sich über eine Mehrwertsteuer-Erhöhung auf 20 Prozent einstellen. Bislang ist diese 19 Prozent, ab 2008 geht es also um 1 Prozent rauf. Das soll dem Staatshaushalt etwa 2 Milliarden Euro bringen. Ausserdem beschloss das Kabinett aus Christdemokraten (CDA sowie die Christenunie, eine sagen wir mal christlich-orthodoxe Partei) und Sozialdemokraten weitere Steuererhöhungen. Die Steuern auf Benzin gehen bsw. um 1 Cent hoch, die Steuern auf Alkohol und Tabak werden weiter steigen.
Die 2 Milliarden Euro sollen zur Senkung der Arbeitslosenprämie eingesetzt werden. Ziel: Arbeit soll billiger werden! Weitere 700 Millionen Euro Steuererleichterungen gehen zu 400 Millionen Euro an die Arbeitnehmer und 300 Millionen Euro an die Arbeitgeber.