29.11.2007 von Falk Madeja
Der Vorsitzende des Niederländischen Moslem-Rates, Abdelmajid Khairoun denkt, dass der vom Extrem-Politiker Geert Wilders geplante Anti-Koran-Film die selben Reaktionen hervorrufen werde, wie die inzwischen berühmten Mohammed-Karikaturen aus Dänemark. Wahrscheinlich denkt er an bärtige Männer, die irgendwo auf den Strassen in Fernost eilens herbeigeschleppte Fahnen verbrennen und sehr wütend in die Kameras schauen.
Aussenminister Maxim Verhagen und Justizminister Ernst Hirsch Ballin suchten das Gespräch mit Geert Wilders, ja, natürlich gäbe es Meinungsfreiheit aber die könne auch Folgen haben, vor allem persönliche.
Die niederländischen Botschaften sind wohl gewarnt worden.
Schriftsteller Leon de Winter schreibt, dass Wilders wenn dann wenigstens einen guten Film über den Koran machen sollte. Schon der Film ”Submission” von Theo van Gogh, der dafür anschliessend ermordet wurde, sei nicht so toll gewesen.
Und in Den Haag tragen im Gemeindemuseum in einem Kunstwerk zwei Homosexuelle Masken des Propheten Mohammeds. Sieht nach einem heissen Winter aus, da in den Niederlanden.
28.11.2007 von Falk Madeja
In den Niederlanden, so scheint es uns von Meine Güte zuweilen, gibt es alles, was so sonst nirgendwo gibt. Nehmen wir mal Datingsites für spezielle Zielgruppen. Zunächst eine für ausschliesslich schöne Menschen, nun auch für ausschliesslich hässliche Menschen. Bedacht hat letztere ein Schriftsteller namens Kluun. Geschrieben hat er bis jetzt Bücher wie “Kommt eine Frau zum Doktor” und “Der Witwer”.
Die Website ist im fast unlesbaren Dialekt seiner Heimatstadt Tilburg geschrieben. Dieser Dialekt habe ihn dazu inspiriert, schreibt auf seiner eigenen Website, denn es handelt sich um den seiner Meinung nach “hässlichsten Dialekt” des Landes. Ja, die Site ist auch sonst ganz lustig. Im Prinzip ist die Website für die hässlichen Menschen eine Art Reaktion auf die Website für die schönen Menschen.
28.11.2007 von Falk Madeja
In den Niederlanden gibt es arge
Befürchtungen, dass der extreme Politiker
Geert Wilders von der Partei
“PVV” im kommenden Januar die Moslems in aller Welt gegen sich bzw. gleich das ganze Land aufbringen könnte. Grund: Er plant einen Anti-Koran-Film!
Dazu muss man wissen, dass er den Koran ansonsten gern mit dem Hitler-Buch “Mein Kampf” vergleicht. Auch hat er gesagt, dass Moslems nur im Land bleiben dürfen, wenn sie den Koran zerreissen und kürzlich war da noch die parlamentarische Initiative seiner Partei, dass Moslems generell nicht mehr in die Niederlanden einreisen dürfen.
Auf der Titelseite der auflagenstärksten Zeitung des Landes, “De Telegraaf”, wird die Vermutung geäussert, dass Wilders in seinem Film den Koran entweder zerreissen oder gar verbrennen will. Wilders äussert sich lieber nicht zu dem Verdacht. Er verhandelt nach eigener Aussage mit einem TV-Sender über die Ausstrahlung des Filmchen, wenn diese Verhandlungen scheitern würden, dann wolle er den Film eben in… weiter lesen
28.11.2007 von Falk Madeja
Nein, als grosse Symphatieträger sind die Fans des Vereins
Feyenoord Rotterdam nicht gerade bekannt. Besonders wenn es gegen deutsche Vereine (Werder Bremen, Leverkusen etc.) bzw. den grosse Rivalen im eigenen Land,
Ajax Amsterdam, geht, liefern sich die Fans von Feyenoord absurde Schlachten.
Jetzt wird Feyenoord 100 Jahre alt – und die Gewaltfreunde aus Rotterdam machen ihrem schlechten Namen wieder alle Ehre. Sie bringen eine DVD heraus, auf denen die blutigen Schlachten noch mal fein aufgeführt sind, schreibt die Amsterdamer Zeitung “De Telegraaf”. Im Internet ist schon ein Trailer zu sehen, auf dem Feyenoord-Anhänger sich mit der Polizei prügeln. Ausserdem sind angekündigt: Bilder von brennenden Autos und allerlei Prügeleien innerhalb und ausserhalb des Stadions.
In 100 Jahren sei viel bei Feyenoord geschehen, und das nicht nur auf dem Fussballfeld, schreiben die Initiativnehmer. Bei Feyenoord ist man peinlich berührt.… weiter lesen
24.11.2007 von Falk Madeja
Da heulen die Post-Maoisten der Niederlande, die Aktivisten von der Sozialistischen Partei, aber auf! Die stramme Kaderpartei hat ihre zahlreichen Abgeordneten auf den verschiedenen Ebenen mit einem sehr fragwürdigen Knebel-Deal unter finanzieller Kontrolle. So überweisen die niederländischen Behörden die Diäten erst an die Parteikasse, und die Partei überweist dann wiederum einen Teil des Geldes an die Abgeordneten.
Mit dem Grossteil der Diäten betreiben die SP-Leute dann ihre sozialistische Propaganda. Doch jetzt will Innenministerin Guusje ter Horst von der konkurrierenden PvdA (Sozialdemokraten) dem Treiben der SP einen Riegel vorschieben.
Ihrer Meinung nach macht die SP nämlich auf die oben beschriebene Art und Weise die Abgeordneten von sich abhängig. Die SP-Abgeordneten könnten auf diese Weise nicht normal funktionieren. Tatsächlich machten einige Geschichten die Runde, wonach einige SP-Abgeordnete ziemlich knapp bei Kasse sind.
Die SP ist total angefressen. SP-Parlaments-Abgeordneter Ronald van Raak maulte, dass es eine Schande sei, dass die Innnenministerin ihre Funktion für… weiter lesen
23.11.2007 von Falk Madeja
Jolanda van Veluw war bis vor kurzem in den Niederlanden eine reichlich unbekannte Lokal-Politikern – sie arbeitete für die liberale Partei VVD im Gemeinderat der Stadt Nimwegen. Doch nun kennt sie das ganze Land. Grund: Sie hatte den Politiker-Kollegen Paul Depla von der Partei der Arbeit nach getaner Arbeit oral befriedigt! Das geschah in der Fahrradecke des Rathauses.
Depla ist Vize-Bürgermeister – aber er hatte offensichtlich keine Ahnung, dass die Fahrradecke mit Kameras überwacht wird. Klar, Bill Clinton hätte die Sache ausgesessen. Aber das wurde für die Beteiligten schwierig. Denn die Sicherheitsleute schnappten sich die Bilder und hängten die Sache an die grosse Glocke. Die landeswiet erscheinenden Medien hatten ihre wahre Freude an der Affäre.
Depla (verheiratet und drei Kinder) muss nun das Rathaus durch die Hintertür verlassen. Seine liberale Kollegin wurde gar aus der Fraktion gedrängt, offiziell trat sie von selbst zurück.
22.11.2007 von Falk Madeja
Während Sie jetzt ahnungslos vor ihrem Computer sitzen, spielt sich in den Niederlanden und anderen westeuropäischen Ländern ein Drama ab. „Eine regelrechte Biotop-Vernichtung“, schreibt das NRC Handelsblad. Mit tödlichen Folgen für eine Tierart, genannt Phthirus.pubis bzw. Schamlaus! Grund: immer mehr Leute rasieren sich ihre Schamhaare ab. Damit hat die gute alte Schamlaus nicht gerechnet, denn im Kopfhaar gefällt es ihr nicht und das eventuell auch noch in Frage kommende Brusthaar gibt es bei der Hälfte der Bevölkerung schon mal gar nicht.
Der erste Bericht über dieses biologische Drama soll lt. NRC vor einem Jahr in der Fach-Zeitschrift Sexually Transmitted Infections aufgetaucht sein. Geschrieben von den in Leeds arbeitenden Ärzten Nicola Armstrong und Janet Wilson. Sie konstatierten, dass es immer seltener überhaupt Schamlaus-Fälle gab. Sie schlussfolgerten, dass der Trend zum Schamhaar-Kahlschlag – der wohl aus Braslien stammte – den Biestern den Garaus macht. Kees Moeiliker, der den Artikel für das NRC… weiter lesen
21.11.2007 von Falk Madeja
Die Leute, die perse den berühmten Anne-Frank-Kastanienbaum fällen wollen, fehlen langsam die Argumente. Nun hat sich lt Zeitung “De Telegraaf” auch noch der Verbond van Verzekeraars (Branchenorganisation der Versicherungen) bereit erklärt, für eventuelle Schäden grade zustehen, falls der Baum umfällt!
Die Boomstichting hatte darum gefragt. Die Versicherer AEGON, Fortis und Nationale-Nederlanden (ING) wollen den Betrag bis zum 1. Februar decken.
20.11.2007 von Falk Madeja
Die für Mittwoch geplante Abholz-Aktion des Anne-Frank-Kastanien-Baumes wird erst mal nicht stattfinden. Der Richter, der am Dienstag in einer Prozedur über eine einstweilige Verfügung darüber hätte entscheiden müssen, will darüber erst noch nachdenken.
Am Montag haben sie wie wild an dem Baum herumgezogen, aber er fiel nicht um. Edwin Koot von der Bomenstichting war froh. Der Baum sei nicht lebensgefährlich und müsse darum nicht gefällt werden. Er ist allerdings doch ziemlich vom Schwamm befallen.
Bis zum 1. Januar 2008 wolle man nun nach Alternativen suchen. Die Anne-Frank-stiftung hält sich aus der Sache raus. Sie sei keine “Expertin” für Bäume. Der Baum ist 170 Jahre alt, 200 Jahre kann so ein Baum werden…
20.11.2007 von Falk Madeja
Der Amsterdamer Stadtteil “Centrum” will nach wie vor den Kastanienbaum, den die halbe Welt mit Anne Frank verbindet, nach wie vor abholzen. Eine Senatorin von den Grünen, Marijke Vos, wollte den Beschluss verschieben lassen, am Dienstag beschliessen die Richter. Der Baum sei “keine akute Gefahr für die Umgebung”, so Frau Vos.
Amsterdam kann sich bei einer Nicht-Verschiebung am Mittwoch auf einen gute alte Medien-Invasion freuen!