31.12.2007 von Falk Madeja
Es geht alles noch viel schneller. Auch bei unseren niederländischen Nachbarn werden ab dem 1. Januar noch mehr Leute in Kneipen und Hotels nicht mehr rauchen dürfen. Offiziell erst am 1. Juli, aber die Branchenvereinigung Koninklijk Horeca Nederland denkt, dass ab dem 1. Januar in 70 Prozent der Kneipen und Cafes nicht mehr geraucht werden darf. Das sagte ein Mann namens Roberto Treffers dem Algemeen Dagblad.
Es soll sich um praktische Gründe handeln, bsw. um psychologische. Es gäbe ja sowieso viele Leute, die immer nach dem 1. Januar mit dem Rauchen aufhören wollten.
In Hotels ist es so. Heute ist schon in 75 Prozent aller niederländischen Hotels rauchen verboten. Die Branchenorganisation wollte das Rauchverbot übrigens in mehreren Phasen bis 2011 einführen, aber die Regierung zog es mit dem Datum 1. Juli 2008 durch. Nun sind die Restaurants also am Ende noch ein halbes Jahr schneller.
30.12.2007 von Falk Madeja
Die niederländischen Behörden treffen wegen des vom Anti-Moslem-Extremisten Geert Wilders geplanten Anti-Koran-Films laut einem Bericht der Zeitung “De Volkskrant” Vorbereitungen, weil sie heftige Reaktionen der Moslem-Bevölkerung befürchtet. Zunächst einmal wurde die Bewachung von Wilders, die schon umfangreich ist, weiter ausgebaut.
Die Amsterdamer Polizei hat in diesem Monat mit Imams und anderen einflussreichen Moslem-Persönlichkeiten gesprochen. Es gibt inzwischen ein “Drehbuch”, falls sich auf den Strassen in grossem Stil Demonstrationen abspielen. In Den Haag und Utrecht wurden die gleichen Massnahmen getroffen.
Der Film von Wilders, der mit Sicherheit für Moslims beleidigende Bilder haben dürfte, wird wahrscheinlich am 25. Januar 2008 im Fernsehen ausgesendet. Wie andere Parteien hat Wilders “Partij voor de Vrijheid (PVV)” bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten Sende-Zeit. Die niederländische Justiz untersucht, ob das Aussenden des Wilders-Film noch verboten werden könnte. Allerdings dürfte er dann wohl im Internet auftauchen.
Es wird inzwischen erwartet, dass der Film noch mehr Unruhe verursachen werde als die Anti-Mohammed-Karikaturen, die die dänische Zeitung “Jyllands Posten”… weiter lesen
30.12.2007 von Falk Madeja
Rechtzeitig vor dem Jahreswechsel schlägt ein Vorschlag der niederländischen Partei “GrünLinks” wie eine Bombe ein. Genauer gesagt kommt die Idee vom Rotterdamer Gemeinderats-Mitglied Arno Bonte. Der 27jährige will seinen Landsleuten privates Feuerwerk zu Silvester verbieten! Nun, wir von Meine Güte wissen, dass bei den Niederländern privates Herumknallen noch etwas populärer ist, als in Deutschland. Kurzum: Bonte hat es ziemlich bunt gemacht.
Sein Spielverderber-Plan sieht so aus. Schon im kommenden Jahr soll es verboten werden, dass Privat-Personen mit Raketen und Böllern sich einen schönen Silvester-Abend machen. Dafür solle die Gemeinde Rotterdam dann auf der Erasmusbrücke ein Feuerwerk veranstalten! Grund: die Luftverschmutzung sei an diesem einen Abend so gross wie sonst in einer Woche. Ausserdem könnten sich die Einwohner seiner Stadt dann auch nicht mehr verletzten, wenn so eine Rakete statt in den Himmel bsw. in die Jack des Nachbarn fliegt. Im kommenden Jahr soll es… weiter lesen
29.12.2007 von Falk Madeja
So, inzwischen hat sich der Rotterdamer Zoo Blijdorp in Sachen der in De Telegraaf veröffentlichen Bokito-Geschichte gemeldet. Und zwar im Rotterdamer Algemeen Dagblad.
Von der Geschichte, dass das der am 18. Mai schwer nach 100 Bissen vom aus Berlin stammenden Gorilla Bokito sein damaliges Opfer Yvonne de Horde bei zwei neuen Besuchen neuerlich aggressiv begrüsst habe, bleibt nicht viel übrig. Zoo-Direktor Ton Dorresteijn hat die Videobilder angeschaut. Frau de Horde habe höchstens seinen Rück gesehen. Weil der Gorilla aber bekanntlich hinten keine Augen hat, sah er sie nicht und drehte darum auch nicht durch. Laut Dorresteijn handele es sich um einen echten Canard, oder wie die Niederländer sagen. Eine “Broodje aap”-Geschichte. Affen-Brot-Geschichte…
29.12.2007 von Falk Madeja
Der niederländische Extrem-Politiker Geert Wilders steht neuerlich im Zentrum eines ordentlichen Konfliktes. Der Mann, der den Eindruck erweckt, alle Moslems aus den Niederlanden werfen zu wollen und auch keine neuen ins Land lassen will, hatte ja mit einem Anti-Koran für Ende Januar gedroht.
Nun gibt es erstmal einen Anti-Wilders-Film von Moslem-Extremisten. Die uns unbekannten Leute namens Youssef & Kamal drohen da mit Messern, Hämmern, Sägen und Schusswaffen. Am Ende wird so getan, als ob einer Geert Wilders ähnlichen Person die Kehle durchgeschnitten wird. Zu sehen auf der sagen wir mal kontroversen Website Geenstijl. Natürlich sind die Hass-Burschen vermummt.
Im Kampf Hass gegen Hass steht es jetzt zwischen Moslem-Extremisten und Anti-Moslem-Extremisten irgendwie unentschieden. Obwohl ja Wilders erst mal seinen Anti-Koran-Film sehen lassen muss.
Wilders hat, so die Zeitung “De Telegraaf”, nun Anzeige erstattet.
29.12.2007 von Falk Madeja
Der Rotterdamer Gorilla Bokita drehte wieder durch! Grund: wieder ging ihm jene Frau auf die Nerven, die ihn schon vor einigen Monaten irgendwie auch weltberühmt werden liess. Yvonne de Horde! Damals hatte er sie rund 100 Mal beissen müssen, damit sie die Botschaft endlich begreife! ‘Glotz mich nicht andauernd an.’ Die Bilder gingen um die ganze Welt, denn Bokito wohnt ja im Zoo Rotterdam Blijdorp und zum Beissen musste er ja die Umzäunung überklimen.
Nun aber schickten einige medizinische Schlaumeier vom Erasmus Medisch Centrum die Frau neuerlich in den Zoo zum Bokito-Glotzen. Ihr Mann Gerrit sagte der Zeitung “De Telegraaf”, dass die Begegnung für seine Frau und auch den Affen “sehr konfrontierend” gewesen sei. Der Männer-Affe lief wie wild herum, die Menschen-Frau verfiel in Panik.
Dennoch wurde der ganze Spass noch einmal wiederholt, wieder war… weiter lesen
28.12.2007 von Falk Madeja
Es ist nun doch verboten, in den Niederlanden einen Ordnungshüter mit “Homo” zu beschimpfen. Jedenfalls hat das nun ein Gericht in Den Bosch in einer Berufungsverhandlung entschieden. Davor wurde ebenfalls in Den Bosch ein 19jähriger Mann aus Utrecht frei gesprochen, nachdem er in der Silvesternacht 2006/2007 einen Polizisten mit dem Wort “Homo” beleidigt hatte. Der Polizist fühlte sich beleidigt, fertigte eine Anzeige an – aber der Polizeirichter sprach den Verdächtigen zunächst doch frei. Der Schimpfer gab zu, dass er es beleidigend gemeint habe. Nun muss er 200 Euro Strafe zahlen, davon die Hälfte auf “Bewährung”.
28.12.2007 von Falk Madeja
In den Niederlanden gab es einen überaus seltsamen Prozess. Eine Frau wollte in Den Haag eine einstweilige Verfügung gegen einen sogenannte “Hypnotherapeut” aus Zoetemeer (bei Den Haag) erreichen, weil der sie mit “energetischer Strahlung” vergewaltigen würde. Ausserdem solle er aufhören, vertrauliche Informationen über sie zu verbreiten.
Das sind die Momente, die wir von Meine Güte gelegentlich in den TV-Gerichtsshows erleben – und wo wir uns fragen: sollen wir lachen, sollen wir weinen?
Nun, das Gericht in Den Haag machte sich an die Arbeit. Wie das Algemeen Dagblad berichtete, konnte der Richter zunächst einmal keine Beweise dafür finden, dass der Hypnotherapeut vertrauliche Informationen über die Frau verbreitet hatte. Er habe lediglich den Veranstaltern einer “paranormalen Messe” mitgeteilt, dass er seinen Stand absagen würde, sollte der Frau Zugang erteilt werden.
Die Frau konnte den Richter auch nicht davon überzeugen, dass der Mann mit der Hilfe von Strahlen Sex mit der… weiter lesen
27.12.2007 von Falk Madeja
Müssen wir uns jetzt über die Lage in den Niederlanden Sorgen machen? Nachdem in den vergangenen Jahren ja bereits mit Pim Fortuyn und Theo van Gogh zwei Menschen aus politischen Gründen ermordet worden sind, scheint sich jetzt die Diskussion um den Anti-Moslem-Politiker Geert Wilders zuzuspitzen.
Nach einer Meldung der Website der Tageszeitung “De Telegraaf” sind jetzt in Amsterdam und Den Haag Flugblätter aufgetaucht, in dem Moslems zum Widerstand gegen den von Wilders geplanten Anti-Koran-Film aufgerufen werden. Der “Edle Koran” dürfe nicht verspottet werden, meinen die Leute von “Hizb ut Tahrir” (HUT). Allerdings ist die Truppe “mindestens so umstritten wie der blondierte PVVer”, kommentiert De Telegraaf. PVV – das der Name der von Wilder gegründeten Partei. Laut dem niederländischen Geheimdienst AIVD soll es sich um eine “internationale radikal-islamische Bewegung” handeln. In einigen Ländern ist HUT darum verboten.
In dem Flugblatt wird in blumiger Sprache dazu aufgerufen,… weiter lesen
27.12.2007 von Falk Madeja
Tja, diese Weihnachtsbotschaft kam an! Der niederländische Politiker Geert Wilders, momentan auf der Extremisten-Seite der aktivste, greift in einem Interview im Algemeen Dagblad Königin Beatrix an. Seiner Meinung nach solle die Königin aus der Regierung, der sie formell angehört, gesetzt werden. Die Königin solle fortan bei Eröffnungen und so Bänder durchschneiden, that’s it. Er wolle einen entsprechenden Gesetzesvorschlag im Parlament einbringen. Ihm schwebt das sogenannte “skandinavische Modell” vor, bei dem das Staatsoberhaupt eine rein symbolische Funktion hat.
Der Grund für seine Attacke ist ja klar. Königin Beatrix hatte ihn indirekt in ihrer Weihnachtsansprache gerügt. Er drückt es so aus. Die Rede sei “tellervoll mit Multikulti-Unsinn” gewesen. Anders gesagt: die Königin hatte diejenigen kritisiert, die für ”Grobheit in Wort und Tat” verantwortlich seien. In diesem Moment ist in der niederländischen Politik niemand grober in seiner Wortwahl als Geert Wilders!
Premierminister Jan-Peter Balkenende liess aus dem Urlaub wissen, er stehe wie ein Mann hinter… weiter lesen