28.07.2008 von Falk Madeja
Wenn es nach drei Klägern geht, dann soll der niederländische Politiker Geert Wilders doch noch vor den Richter treten müssen. Jedenfalls gingen am Montag beim Geriht in Amsterdam entsprechende Schreiben ein – von wem, ist allerdings nicht bekannt.
Im Juni hatte die Staatsanwaltschaft allerdings bereits entschieden, dass sie keine Anklage erheben wolle. Bestimmte von Geert Wilders in den Jahren 2006 und 2007 Aussagen seien zwar für Moslems verletzend, aber nicht strafbar.
26.07.2008 von Falk Madeja
Liebe Urlauber! Wenn Ihr in die Niederlande fahrt, bei Einkäufen bitte mal in den Läden genauer auf die Geldscheine schauen. Wie das Fachblatt Distrifood berichtet, haben die örtlichen Retailer einen wirkungsvollen Trick bedacht. Wenn ihnen jemand Falschgeld andreht, drehen sie es einfach dem nächsten Kunden an! Grund: die Nederlandsche Bank (Staatsbank) scheint sie nicht zu entschädigen, und so halten sie sich einfach an den nächsten Kunden.
Ist zwar strafbar, aber… Merkt der Urlaubs-Deutsche ja vielleicht erst zu Hause.
26.07.2008 von Falk Madeja
Stell Dir vor, Du bist Christ und Du bist nackt. Nicht in der Kirche, nicht vor der Kirche, nicht zu Hause (da können sie schon mal nackt sein, wie sollen sie sich sonst vermehren, die Christen?) – sondern am Strand. In Deutschland, so lasen wir am Wochenende, kann es dann schon mal Ärger geben – mit Pensionären aus dem Rheinland oder Katholiken aus Polen (auf Usedom).
Aber wir haben noch nicht davon gehört, dass die Rheinländer oder Polen ihren vorrangig ost-deutschen FKK-Strandnachbarn an die Gurgel gehen. In den Niederlanden, so vernehmen wir in De Telegraaf, machen sich FKK-Christen um genau drei Dinge Sorgen: um ihren Job, dass sie aus der Kirche verstossen werden und dann wäre da noch ihr Leben. Angeblich, so bibeltreue Anti-FKK-Freunde, verbiete die heilige Schrift das Nacktbaden.
Das Bischofamt in Haarlem reagierte erst einmal überrascht. Wer die Kirche besuche, müsse angemessen gekleidet… weiter lesen
26.07.2008 von Falk Madeja
Ein Kriegsmacht-Caterar bringt die niederländische Armee in Probleme. Weil Paresto, so heisst die Firma, die Preise in den Kasernen um bis zu 60 (!) Prozent erhöht hat, warnt jetzt die Federatie van Nederlandse Officieren (FNVO), dass die Soldaten und Offziere nun möglicherweise wieder ausserhalb der Kasernen saufen gehen werden.
Aber hatte nicht die Kommission Staal vor 1,5 Jahren noch empfohlen, das Kasernenleben wieder etwas lebendiger werden zu lassen? Aufgeschreckt durch Berichte in den Medien, wonach niederländische Soldaten und Offiziere bei Ausbildungs-Aufenthalten etwa in Norwegen regelmässig die lokale Bevölkerung vermöbelten, hatte die Kommission Staal eben empfohlen, die Kasernen-Kantine-Preise nicht so stark steigen zu lassen. Dann würden die Berufsmilitärs innerhalb der Kasernen-Mauern bleiben anstelle durch die Orte hungrig und durstig zu vagabondieren. Nun sollen die genannten Kantinen inzwischen gähnend leer sein, und die Berufsmilitärs sich entweder mit Mikrowellen-Mahlzeiten eindecken oder lokale Snackbars besuchen. Die aber auch nicht mehr billig sind…
22.07.2008 von Falk Madeja
Jetzt haben es die Volksvertreter im niederländischen Leiderdorp aber satt. Sie sehen sich von den Beamten ihrer Gemeinde in den Ratsversammlungen wieder und wieder veralbert. Wie einst in der Muppetshow die beiden Opas Waldorf und Statler sitzen die Beamten auf der Tribüne und kommentieren die Beiträge der Abgeordneten mit Hohngelächter, Kichern und der berühmten Wegwerfgeste. In De Telegraaf ist sogar von “Sprechchören” der Beamten die Rede, und von “Fußballtribünenverhalten”.
Sehr gut möglich, dass Leiderdorps Beamten zu den Ratssitzungen nicht mehr zugelassen werden. Das kann aber erst nach dem Urlaub beschlossen werden, wenn der Chef von Leiderdorps Beamten wieder ist. Kleiner Tip: in manchen Ländern müssen sich etwa Fußball-Vandalen während der Spiele bei der Polizei einfinden.
22.07.2008 von Falk Madeja
Ab dem 1. Juli auf dem Flughafen Schiphol geltende Extra-Flugsteuern von 11,25 Euro für Flüge bis 2500 Kilometer und 45,00 Euro für Flüge darüber hinaus, haben den Amsterdamer Flughafen zum zweitteuersten Europas (nach London Heathrow) gemacht. Darum will die oppositionelle Partei VVD jetzt die Landsleute demonstrativ mit einem Touringcar zum Flughafen in Düsseldorf kutschieren.
Da die VVD natürlich nicht die Mittel hat, um sämtliche Landsleute an den deutschen Niederrhein zu fahren, gibt es eine Art Preisausschreiben. Wer die originellsten Begründungen für das Ausweichen nach Düsseldorf hat, bekommt eine Hin- und eine Rückfahrt spendiert…
22.07.2008 von Falk Madeja
82 Prozent der Niederländer, die sich wegen der hohen Häuserpreise im eigenen Land hinter der Grenze in Deutschland niederlassen, schicken ihre Kinder in deutsche Schulen. Das ergab eine Untersuchung der Website Overdegrens.eu. unter den sogenannten “Neder-Deutschen” (Telegraaf). Dabei können sie eigentlich ihre Kinder auch in den Niederlanden zur Schule schicken.
Grund: wenn die Kinder an deutsche Schulen gehen, dann würden sie “von selbst” deutsch lernen. Viel schneller als durch einen Kurs in der Freizeit. Viele Eltern, die in Deutschland wohnen und noch in den Niederlanden arbeiten, sehen dadurch auch mehr Chancen für die eigene Integration, immerhin kämen sie über ihre Kinder und deren Schulkameraden auch mit deren Eltern in Kontakt.
22.07.2008 von Falk Madeja
Peter van Wulfften Palthe, Botschafter des Königreiches Niederlande in Berlin, ist ein umgänglicher und symphatischer Mann. Möglicherweise hat er jedoch einen gravierenden Fehler gemacht. Die Medien seines Heimatlandes berichten seit Wochen über die Angelegenheit mit den zwei sogenannten Porno-Schwägern.
Es handelt sich um Jerry K. und Johan T. Die zwei wurden im Jahr 2002 in Brasilien wegen des Verdachtes auf Handel in Kinderporno verhaftet und im Jahr 2003 zu 8 und 11 Jahren Gefängnis verurteilt. Sie legten Berufung ein und flüchteten dann mal lieber in die Niederlande. Wobei gesagt werden muss: sie wurden nicht ausdrücklich dazu aufgefordert, in Brasilien zu bleiben. Sie besorgten sich beim niederländischen Konsulat in Rio einen Notpass – und flogen heim gen Holland.
Dort wurden ihre Urteile in einmal Freispruch und einmal 240 Stunden Strafarbeit umgewandelt. Ein ziemlicher Unterschied zu 8 oder 11 Jahre Knast!
Mal abgesehen davon – bei der niederländischen Regierung fragte man sich,… weiter lesen
19.07.2008 von Falk Madeja
Arbeiten bis 70! Der niederländische Sozialminister Piet Hein Donner denkt, dass die Niederländer künftig doch länger malochen müssen, wenn die Kosten der “Vergreisung” aufgefangen werden sollen.
Bislang gilt die Altersgrenze 65 Jahre. Dann war nach davon die Rede, dass die Niederländer bis 67 arbeiten sollten. Ab dem Jahr 2016 sollten die jeweils vor der Rente stehenden Niederländer jedes Jahr einen Monat länger erwerbstätig sein, bis dann im Jahr 2040 die Altersgrenze von 67 erreicht werden würde. Das jedenfalls hatte die “Kommission Bakker” der Regierung vorgeschlagen. Nun prescht Piet Hein Donner in einem Interview mit “De Telegraaf” also sogar mit der Altersgrenze 70 vor.
Er stellt sich den Übergang so vor. Für die heute zwischen 55 und 65 alten Niederländer soll sich nichts ändern, die heute zwischen 45 und 55jährigen arbeiten einen Monat und die heute zwischen 35 und 45jährigen zwei Monate länger. Letztere würden dann halt im Jahr 2040 mit 70 in Rente gehen.… weiter lesen
14.07.2008 von Falk Madeja
Im belgischen Antwerpen staunten die Leute nicht schlecht, als auf einmal drei niederländische Polizisten in Uniformen auftauchten und Zettel mit Warnhinweisen vor ausgebrochenen Löwen austeilten. Schliesslich gibt es ja in Belgien auch Polizisten und warum sollten die in Uniformen der Kollegen aus dem Nachbarland herumlaufen? Das fragte sich ein echter niederländischer Polizist, der gerade privat in Antwerpen war – und so alarmierte er gleich mal seine belgischen Kollegen. Die nahmen die sogenannten Polizisten erst mal fest und liessen sie einige Stunden in der Zelle schmoren.
Grund: es stellte sich heraus, dass es sich um eine Promotion-Aktion des Safari-Parks Beekse Bergen handelte, bei dem irgendjemand die bizarre Idee hatte, auf diese Weise ein paar mehr Kunden aus Belgien anlocken zu können…