23.02.2009 von Falk Madeja
2009 ist das Darwin-Jahr – eine Gruppe niederländischer Christen nervt dieser Tage die Atheisten des Landes mit einer großangelegten Propaganda-Offensive. Kees van Helden aus Urk hat zusammen mit einigen frommen Freunden rund 250.000 Euro zusammengekratzt, um mit dem Geld das Versenden von gleich mal 6,6 Millionen Broschüren zu finanzieren. In dieser Broschüre “Evolutie of Schepping” (Evolution oder Schöpfung) wird kurz gesagt behauptet, dass die Evolutions-Theorie auch nichts anderes als ein Glaube sei.
Nun regt sich Widerstand. Eine Reihe von Weblogs wie Geenstijl.nl, Sargasso.nl, Geencommentaar.nl, Retecool.com und Flabber.nl riefen am Montag dazu auf, dass die Empfänger die Broschüre einfach wieder an Kees van Helden zurückschicken sollten. Ohne Briefmarke, in diesem Fall muss wohl der Empfänger bezahlen. Teurer Spass für die frommen Christen. Auf der Website weiter lesen
23.02.2009 von Falk Madeja
Die schwedische Energiefirma Vattenfall übernimmt die niederländische Nuon – das berichtet heute De Telegraaf. Wie ausserdem die Finanzzeitung “Het financieel Dagblad” berichtet sollen die Schweden innerhalb von sechs Jahren insgesamt 8,5 Milliarden Euro bezahlen. Zunächst werden sie 49 Prozent übernehmen.
Nuon gehört heute u.a. den Provinzen Friesland und Gelderland sowie der Stadt Amsterdam. Welche Auswirkungen der Verkauf auf die Energie-Märkte in Berlin und Hamburg hat, wo Nuon in den vergangenen Jahren ein wichtiger Spieler geworden ist, hat noch niemand gesagt.
Aribert Peters vom Bund der Energieverbrauche forderte auf Spiegel Online, dass die Kartellbehörden den Deal untersagen.
23.02.2009 von Falk Madeja
Banken-Krise – wir können es ja kaum noch hören! Doch dann schreibt das Leben ab und zu die wundersamen Geschichten. Nehmen wir die Stadt Amsterdam, wo ja die Gemeinde dem wilden Treiben von Sex, Drogen und Rock’n Roll nach und nach ein Ende bereitet.
Plötzlich haben da die überlebenswilligen Sex-Firmen ein Problem. Es geht um Bordelle, Escort-Firmen, Massagesalons und so. Denn, und das ist deren ganz persönlich Banken-Krise, sie haben ernsthafte Schwierigkeiten ihre Bankkonten zu behalten – geschweige denn neue zu öffnen. Grund: fast alle großen Banken der Niederlande plagen auf einmal moralische Bedenken, um dem Sex-Business als Bank zur Verfügung zu stehen. André van Dorst von der “Vereniging Exploitanten Relaxbedrijven (VER) – frei übersetzt der Vereinigung der erotischen Vergnügungsindustrie – schrieb tief besorgt einen Brief an die Regierung in Den Haag.
Das klingt vielleicht verrückt, ist es aber eigentlich nicht. Schliesslich haben die Behörden großes Interesse daran, dass die… weiter lesen