08.04.2009 von Falk Madeja
Knapp 25.000 Niederländer, um genau zu sagen bislang 23.446, haben die Nase voll vom Umgang des öffentlich-rechtlichen Senders NPS mit dem einst so beliebtem Kinder-Programm Sesamstraat – das in Deutschland bekanntlich Sesamstraße heißt. Einst war Sesamstraat um 18:30 Uhr zu sehen – 500.000 Menschen versammelten sich damals vor den Fernsehern. Dann um 18.00 Uhr, später um 17:30 Uhr – und seit kurzem 17:00. Die Folge: heute sehen nur noch 30.000 Menschen Sesamstraat. Irgendwann wird in den Niederlanden niemand mehr nach Bert und Ernie gucken. Dazu muss man wissen, dass in den niederländischen Familien traditionellerweise um 18:00 Uhr gegessen wird, wenn es sich denn einrichten läßt. Und um 18:30 Uhr begann dann eben Sesamstraat.
Pikantes Detail – auf dem Sendeplatz sendet die NPS das Nachrichtenprogramm “Dichtbij Nederland” aus – “mit positiven Nachrichten aus Surinam, Marokko, den Antillen und der Türkei”, wie das Algemeen Dagblad schreibt. Den Ländern, wo praktisch die meisten… weiter lesen
08.04.2009 von Falk Madeja
Die Polizei im niederländischen Barendrecht hat 30 potentielle Fahrrad-Hehler reingelegt. Sie schalten im örtlichen Anzeigenblatt eine Anzeige (unter anderem Namen natürlich), dass man Fahrräder zum Preis von 35 Euro im Angebot habe. Und nannte eine Adresse. Im Prinzip weiss jeder Niederländer, dass man zu diesem Preis niemals ein Fahrrad bekommen kann, welches nicht geklaut ist. In Amsterdam verkaufen Junks gestohlene Fahrräder schon ab 10 Euro.
30 Leute machten sich also auf, um das 35-Euro-Rad zu erwerben. Dort, so schreibt das Algemeen Dagblad, erwartete sie allerdings ein Team der Polizei. Die Ordnungshüter teilten den erschrockenen Möchtegern-Hehlern mit, dass diese Tat schon mal 400 Euro Strafe kosten könne. 15 weitere Leute riefen an, auch sie bekamen einen Polzisten an die Strippe.
Hintergrund: in den ersten drei Monaten des Jahres 2008 wurde in Barendrecht 51 Anzeige wegen eines Fahrrad-Diebstahls erstattet, in den ersten drei Monaten dieses Jahres schon 98 mal. Also musste etwas… weiter lesen