18.05.2009 von Falk Madeja
Klang vielleich ganz gut – der niederländische “Medien-Minister” Ronald Plasterk will acht Millionen Euro zur Verfügung stellen, mit denen die Gehälter von 60 jungen Journalisten finanziert werden sollen. Diese würden in der jetzigen Krise entweder als erstes gekündigt oder gar nicht erst eingestellt. Das Haager Parlament muss aber erst mal zustimmen. Inzwischen, so berichtet die Website der niederländischen Journalistengewerkschaft NVJ, hat allerdings bereits die erste Zeitung die Finanzierung von “Staats-Journalisten” abgelehnt. Der Chefredakteur der Zeitung “Trouw”, Willem Schouten, Dabei muss die Zeitung wohl sechs Redakteure entlassen.
Trouw gehört zum Zeitungskonzern PCM – und da geht es momentan chaotisch zu. Zunächst einmal wird PCM zu 50,1 Prozent vom belgischen Zeitungs-Mann Christian Van Thillo (De… weiter lesen
18.05.2009 von Falk Madeja
Sie stehen in den Niederlanden vor Gericht – und können ihr Glück kaum fassen. Fünf Piraten aus Somalia, darunter ein Mann namens Sayid (geboren 1970). Seine Kumpanen heissen Osman (1978), Farah (1985), Jama (1965), Abdi (1977) en Sayid (1970) – und am Montag heisst es für sie, in Rotterdam vor dem Kadi zu erscheinen. Grund: sie hatten ein Schiff namens Samanyalo überfallen wollen, und dieses fuhr unter der Flagge der Niederländischen Antillen. Die Besatzung bestand aus Türken, wehrte sich und bekam Hilfe durch einen dänischen Hubschrauber.
“Das Leben ist gut hier”, sagt Somalia-Pirat Sayid laut De Volkskrant. Sein Anwalt Willem-Jan Ausma fügte hinzu, dass sein Mandant im Gefängnis “gut essen, fussballspielen und fernsehgucken” könne. “Das WC in seiner Zelle findet er phantastisch.” Wahrscheinlich bekomme er vier Jahre Gefängnis. In dieser Zeit wolle er eine Computer-Ausbildung machen und wenn er seine Strafe ausgesessen hat – seine ganze Familie in die Niederlande holen.