Die Niederlande hat ihre Europa-Wahl schon am Donnerstag abgehalten – mit 4 von 25 Sitzen bzw. 15,3 Prozent ist die Partei des Anti-Islam-Politikers Geert Wilders der große Gewinner. Die PvdA sackte von 7 auf 4. Größte Partei bleibt CDA mit 5 Sitzen, verlor aber auch 2. D66, eine linksliberale Partei, stieg von 1 auf 3 und ist damit neben der PVV der große Gewinner. Die Wahlbeteiligung lag bei ungefähr einem Drittel (alle Zahlen sind vorläufig), durch die EU-Ost-Erweiterung entsendet die Niederlande diesmal 25 statt 27 EU-Parlamentarier. GrünLinks, SP und die protestantische Listenverbindung CU/SGP holten jeweils zwei Sitze, die VVD einen mehr (minus eins). Übrigens hat Geert Wilders schon vor der Wahl angekündigt, dass seine Fraktion im Europa-Parlament keinen Anschluss an andere Parteien-Gruppen suchen wird. Damit will er wohl sagen, dass er sich nicht den Parteien wie die von Le Pen, der FPÖ oder Vlaams Belang anschliessen will. Ob die PVV… weiter lesen
Archive for Juni 4th, 2009
Im Amsterdamer Stadtteil “De Baarsjes” gibt es eine Initiative, jungen Mädchen vor dem Urlaub eine Erklärung unterzeichnen zu lassen, dass sie in den Ferien nicht heiraten wollen. Dahinter steht die PvdA-Politikerin Bianca Driessen aus dem Stadtteilrat “De Baarsjes”. Ihrer Meinung nach habe die Polizei jetzt keine Möglichkeiten einem Mädchen zu helfen, wenn es in den Ferien im Ausland bzw. im Herkunftsland ihrer Eltern gegen ihren Willen verheiratet werde und dann nicht zur Schule zurückkehren könne. In Rotterdam gibt es seit einem Monat eine entsprechende Initiative, aber weil die Sommerferien ja erst noch kommen müssen, sind keine Resultate bekannt.
Allerdings gibt es in dem von vielen Einwanderern aus Marokko und der Türkei bewohnten Stadtteil eigentlich nur Grundschulen, die Kinder dort gehen so in etwa bis zum 12. Lebensjahr in die Grundschulen. So junge Mädchen zwangszuverheiraten… Eh, manchmal liest man so was über Pakistan oder… weiter lesen
Erschreckende Zahlen – so nannte der niederländische Kriminologe Frank Bovenkerk laut der Zeitung “De Volkskrant” Erhebungen der Stadt Rotterdam in Sachen Verbrechen. Demnach sind 55 Prozent aller Männer marokkanisch-niederländischer Herkunft im Alter zwischen 18 und 24 schon mal bei der Polizei auffällig geworden. Bei den Männern mit surinamischem und antillianischem Hintergrund sind es 40 Prozent, bei denen mit türkischem 36 und bei anderen Niederländern 18 Prozent.
Bovenkerk hielt an der Universität Utrecht seine Abschiedsrede. Rotterdam ist bislang die einzige niederländische Stadt, die eine Statistik auf der Basis der ethnischen Herkunft hat. Dafür gibt es auch keine gesetzliche Grundlage. Bovenkerk nennt die Vorgehensweise Rotterdams “revolutionär”. Seit dem Jahr 2002 werden in Rotterdam alle Fakten rund um ethnische Herkunft von Polizei und Jugendhilfe zusammengefasst.
Natürlich sagen die reinen Zahlen noch nicht alles, aber wie ich die politische Diskussion einschätze: sie werden sicherlich heiss diskutiert werden.