26.09.2009 von Falk Madeja
Der Fall des 38jährigen Türken Saban Baran erregt weiter die Gemüter in den Niederlanden. Der Mann, ein äusserst brutaler Frauenhändler, hatte um die 100 Frauen im Alter zwischen 18 und 20 Jahren aus Deutschland, Polen, Tschechien, Litauen und möglicherweise auch aus Rumänien und Bulgarien zur Prostitution gezwungen. Dazu gleich mehr.
Jedenfalls haben sechs Richter aus Arnheim dem Mann einen Hafturlaub genehmigt. Er wollte angeblich nur seine Frau Stephanie und sein Kind besuchen – die Frau, so die Zeitung Trouw, gehört eigentlich auch zu seinen Opfern. “Während des Prozesses im vergangenen Jahr sass sie in der ersten Reihe. Sie warf ihm Kusshändchen zu, als ob nichts geschehen wäre,”, schreibt Trouw.
Der äusserst gewaltige Kriminelle war von den sechs Richtern zu einigen Tagen Hafturlaub entlassen worden. In diesem “Urlaub” bedrohte er eines seiner Opfer auf der Strasse, schreibt Trouw. Er musste sich täglich bei der Polizei melden. An… weiter lesen
25.09.2009 von Falk Madeja
Natürlich nicht privat. Und auch nicht im Diensten der Transavia. Julio P. – der heute einen niederländischen Pass hat – war nämlich mal Argentinier. Früher einmal “arbeitete” mal für die argentinische Marine – und dort als Pilot. Sein Job: Oppositionelle über dem Meer abwerfen, er brüstete sich, am Tod von 1000 Menschen beteiligt gewesen zu sein.
An diesem Dienstag wollte er eigentlich seinen letzten Flug machen – als Pilot, es ging nach Valencia. Nun wird er noch einmal fliegen müssen – und zwar nach Argentinien, nicht als Pilot. Denn auf dem Flughafen der spanischen Stadt nwurde er von der Polizei verhaftet und wohl nach Argentinien ausgeliefert. Die niederländischen Behörden sollen über den Verlauf der Operation sehr zufrieden gewesen sein, denn ihnen bleiben einige Prozeduren erspart. Spanien hat mit Argentinien einen Auslieferungsvertrag.
Julio Alberto P. flog seit zehn Jahren für die Transavia. Irgendwie konnte er wohl die anscheinend… weiter lesen
22.09.2009 von Falk Madeja
Jetzt reicht es aber, findet der Kriminelle Saban Baran. Schlimm genug, dass er anders als früher im Gefängnis nicht ständig Frauen zur Prostitution zwingen, als seinen Besitz tätowieren oder mit Baseball-Schläger foltern kann. Schliesslich sitzt er in einem Männer-Knast – besser gesagt sass, denn sechs naive Richter in Arnheim genehmigten ihm einen Hafturlaub und da nahm er die Beine in die Hand.
Er, so sagen seine Anwälte Gerard Spong und Jan Hein van Dijk, sieht lt. De Telegraaf noch ein ganz anderes Problem. Seine Privatsphäre!
Ein flüchtiger Krimneller, der zig Frauen misshandelt hat und noch 19 Millionen Euro Strafe bezahlen muss, hat Angst um seine Privatsphäre? Ja, es ist komisch, aber wahr. Baran, der wahrscheinlich alle möglichen Rekorde in Sachen Frauenmisshandlung gebrochen hat, will nicht, dass “die Medien” weiterhin Fotos von seiner Hochzeit im Knast verbreiten.
Ich weiss nicht, ob die Polizei noch mit Steckbriefen agiert,… weiter lesen
21.09.2009 von Falk Madeja
Seit einigen Tagen gibt es in den Niederlanden helle Aufregung, weil der 38jährige Kriminelle Saban Baran in einem Hafturlaub geflüchtet ist. Im vergangenen Jahr wurde der Mann in Almelo zu einer Gefängnisstrafe von 7,5 Jahren verurteilt. Die von ihm angeführte Bande soll mehr als 100 Frauen zur Prostution gezwungen haben, um sie als “Eigentum” zu claimen wurden die Frauen mit Tätowierungen “gekennzeichnet” und wenn sie sich wehrten mit Baseball-Schlägern misshandelt.
Baran hat von sechs Richtern in Arnheim einen Hafturlaub bei seiner Familie genehmigt bekommen. Promt nahm er die Beine in die Hand. Wie “De Telegraaf” berichtet, bekam er also Hafturlaub, obwohl er auch noch eine Geldstrafe von 19 Millionen Euro zu bezahlen hat. Die sechs Richter in Arnheim werden in diversen Medien kritisiert. Laut Elsevier.nl hat das “Burgercomité tegen Onrecht” des Lokalpolitikers Joost Eerdmans gefordert, dass der Hoge Raad (Oberster Gerichtshof) die sechs Richter entlässt.
16.09.2009 von Falk Madeja
Der Anti-Moslem-Politker Geert Wilders hat die Niederlande mit zwei Vorschlägen erschüttert – mindestens einen davon könnte man als bizarr bezeichnen.
1. Dem niederländischen Königshaus möge doch bitte 20 Prozent seines Einkommens gekürzt werden – die Regierung in Den Haag will nämlich in jedem Ministerium 20 Prozent des Budgets kürzen. Dann eben auch bei Bea, Alex und Max.
2. Frauen, die in den Niederlanden ein Kopftuch tragen, sollen jährlich 1000 Euro Strafsteuer bezahlen.
Ich bitte um Kommentar.
15.09.2009 von Falk Madeja
Dritter Dienstag im September, die Niederlande erlebt wieder das Ritual der Thronrede von Königin Beatrix. Die sie nicht selbst schreibt, das macht die Regierung, aber sie fährt dann mit der Goldenen Kutsche durch Den Haag und liest die Thronrede über den Staatshaushalt für das kommende Jahr dann mit ernstem Gesicht vor.
Diesmal ist die Lage für die Lage besonders ernst. Sie sagte sinngemäss, dass die Bevölkerung die Folgen der Krise noch lange merken werde. In rasendschnellem Tempo haben Niederländer ihren Job verloren, gingen Firmen bankrott und sei der Staatshaushalt aus dem Ruder gelaufen. Schon am Wochenende hiess es in “De Volkskrant”, dass der Staatshaushalt vor drastischen Einsparungen stehe. Es ist die Rede von bis zu 35 Milliarden Euro, die eingespart werden müssen. Auf 20 Gebieten wie Gesundheitssorge, soziale Sicherheit usw. sollen wahrscheinlich drastische Veränderungen stattfinden müssen. De Volkskrant schreibt, dass bsw. alle Ministerien nachschauen sollen, wie sie jeweils… weiter lesen
15.09.2009 von Falk Madeja
Die niederländischen Sozialdemokraten wollen ein Gesetz, nachdem Frauen unter gewissen Umständen zur Verhütung gezwungen werden können. Das berichtet die Amsterdamer Zeitung “Het Parool”.
Es handelt sich um eine Inititive des PvdA-Abgeordneten Marjo van Dijken, der sich mit dem Thema bereits seit 2004 beschäftige. Gemeint sind Frauen, die bsw. rauschgiftsüchtig oder psychiatrische Störungen haben und denen ihr erstes Kind von den Behörden weg genommen wurden. Diese müssten sich erst einmal kümmern, ihre Probleme zu lösen und dieses erste Kind zurückzubekommen. In dieser Zeit dürften sie nicht schwanger werden. Die Koalitionspartner CDA und ChristenUni sind gegen den PvdA-Plan, die oppositionellen Partei VVD und SP ebenfalls. Also dürfte der Gesetzesvorschlag wohl kaum im Haager Parlament durchkommen.
15.09.2009 von Falk Madeja
Echt war. Paare, die sich in The Westin Hotel auf Aruba nachweislich geliebt haben und danach schwanger geworden sind, bekommen lt. der Zeitung USA Today beim nächsten Hotel-Aufenthalt einen Preisnachlass von 300 Dollar bzw. 210 Euro. Das haben die Kollegen von De Telegraaf aufgepickt.
Die schwangeren Paare müssen nur eine Erklärung eines Artzes vorweisen, dass das Kind während des Hotel-Aufenthaltes gezeugt worden sein muss. Paaren, die etwa aus irgendwelchen Gründen Mühe haben, die für eine Schwangerschaft nötigen Handlungen vorzunehmen, können ein Fruchtbarkeitsmenü ordern. Wichtig für Interessenten: die Reise bitte vor dem 19. Dezember antreten. De Telegraaf hat die Geschichte in der Rubrik “Stoppt die Krise” ein gestellt.
14.09.2009 von Falk Madeja
Nämlich den „Prozess des Jahrhunderts“. Als ich am Wochenende in Amsterdam herumlief, sah ich die Schlagzeile auf der Titelseite von „De Telegraaf“. Am 20. Januar muss Geert Wilders vor dem Gericht in Amsterdam wegen angeblicher Diskriminierung (von Moslems) erscheinen, er will daraus „ein Spektakel“ machen. Er wolle dass der „Islam vor Gericht steht und nicht ich“.
Er will „radikale Immane und andere Idioten“ als Zeugen berufen. Er hat den in den Niederlanden berühmten Anwalt Bram Moszkowicz für seine Verteidigung beauftragt, es geht Wilders um einen scheinbar bedingungslosen Kampf für die Meinungsfreiheit.