Archive for Oktober, 2009

31.10.2009 von Falk Madeja
blogavatar

Geert Wilders: “Rechtsextrem”und “Gefahr für “Staatssicherheit”

von Falk Madeja

Die PVV von Geert Wilders ist eine rechtsextreme Partei, die Islamophobie und Systemhass gegen die Regierung mobilisiert. Diese harte und deutliche Urteil haben drei Wissenschaftler im Auftrag des Haager Innenministeriums fomuliert. Es handelt sich um Hans Moors, Bob de Graaff und Jaap van Donselaar. Im Grunde genommen, so steht es auf der Titelseite von “De Volkskrant”, sei Wilders damit eine Gefahr für die Staatsischerheit.

Das ist schon was – Wissenschaftler, die im Auftrag des Innenministeriums den in den vergangenen Monaten in den Umfragen führenden Oppositionspolitiker als eine Gefahr für die Demokratie bezeichnen!

Geert Wilders reagierte, wie zu erwarten war, mit scharfen Worten. Die drei Wissenschaftler seien “durchgeknallt”, deren Einschätzungen eine “Idiotie”. Laut “De Volkskrant” kommuniziert er inzwischen nur noch per SMS. So teilte er der Amsterdamer Zeitung mit, dass er sich nicht “mundtot” lassen wolle. Auf Nachfrage der Zeitung, ob er… weiter lesen

31.10.2009 von Falk Madeja
blogavatar

Schalke-Sponsor Gasprom Kaufkandidat bei AZ Alkmaar

von Falk Madeja

Überraschung! Der niederländische Meister AZ Alkmaar könnte in russische Hände fallen. Der Klub, dem es zur Zeit in der Meisterschaft nicht so gut geht, ist nach der Pleite von Dirk Scheringa und seiner DSB Bank Teil der Konkursmasse des Scheringa-Imperiums.

AZ Alkmaar erlebt unter Trainer Ronald Koeman eine Screckenssaison. Vergangene Woche ging das Prestige-Duell gegen Ajax Amsterdam zun Hause mit 2:4 verloren. AZ steht nun auf Platz 8 – sechs der elf Spiele gingen verloren. Am Donnerstag trat Dirk Scheringa erwartungsgemäss ab. Der Ex-Polizist aus Nord-Holland hatte den Club 1993 als Vorsitzender übernommen, später besass er alle Anteile. Anfangs spielte AZ noch einem augenscheinlich baufälligen Stadion, stieg auch schon mal ab. Ingesamt kaufte Scheringa im Laufe der Jahre 98 Spieler, allein Sommer 2007 gab Scheringa 24,7 Millionen Euro aus, insgeasmt wohl um diem 100 Millionen Euro. Scheringa finanzierte die Ankäufe nicht aus… weiter lesen

30.10.2009 von Falk Madeja
blogavatar

Asylbewerber mit Leucht-Westen

von Falk Madeja

Ja, sie tun es einfach! Die Einwohner des Dorfes Tienray in der südniederländischen Provinz Limburg haben sich erfolgreich in den landsweiten Medien etabliert. Und das ging so. Erst hörte der Rest des Landes von den Leuten aus Tienray, weil sie erbitterten Widerstand gegen ein in einem ehemaligen Kloster geplantes Asylbewerber-Heim leisteten. Am Ende entschied ein Richter die Angelegenheit und die Menschen aus der Fremde zogen ein.

Die Einwohner aus Tienray beliessen es dabei nicht. Als ich es las, konnte ich meinen Augen kaum trauen. Jedenfalls sollen die Fremden in Tienray auf der Strasse in Westen mit Leuchtfarben herumlaufen. Das hat eine Art Bürgerinitiative beschlossen, das Centraal Orgaan opvang Asylzoekers (COA) fand es gut. Kein Zwang, aber eben doch komisch. Denn die Begründung lautet schliesslich, die Asylbewerber seien ”dunkel” und damit im “Dunkeln” weniger gut zu sehen.  

Joyce Schifterli von der Organisation “Art… weiter lesen

29.10.2009 von Falk Madeja
blogavatar

Fussballer Niederlande II: netter Versuch der Spieler von RKC Waalwijk

von Falk Madeja

Am Samstag, wir fuhren auf der Autobahn zwischen Breda und Waalwijk, machten wir noch Witze. Der Tabellenletzte RKC Waalwijk hatte bei NAC Breda anzutreten, aber laut Zeitungsberichten hatte das klamme Schlusslicht nicht mal mehr das Geld für den Bus. Nun, zwischen Waalwijk und Breda sind es ja nur etwas mehr als 30 Kilometer, wenn sie uns nun auf Fahrrädern entgegenkommen würden? Die Drahtesel brauchen ja immerhin keinen Diesel.

Nun, wir konnten keine Fahrradfahrenden Waalwijk-Kickern entdecken, aber irgendwie scheinen sie den Weg ins Stadion von NAC gefunden zu haben. Leider ging auch das Spiel verloren, nämlich mit 0:1. RKC Waalwijk bleibt am Tabellende – und scheint ganz und gar am Ende zu sein. Bei einem Budget von rund 6 Millionen Euro, dem niedrigstenweiter lesen

29.10.2009 von Falk Madeja
blogavatar

Fussballer Niederlande I: Trainerentlassung nach Torjubel mit nacktem Popo

von Falk Madeja

Trainer-Entlassungen – sie können schon ganz schön kurios sein. Ich denke da an Norbert Meier, der einst als Trainer des MSV Duisburg  nach einer äusserst komischen Kopfnuss-Schwalbe gefeuert wurde. Er hatte allerdings selbst schuld.

Gijs Zwaan von niederländischen Amateurklub DOTO aus Pernis wird die Schuldfrage möglicherweise anders sehen. Er wurde nämlich gefeuert, weil sein Spieler Mike van Gool am Samstag nach seinem Treffer einfach mal seine Hose sacken liess. Genauer gesagt wird der Übungsleiter entlassen, weil er den Pop-Kicker im nächsten Spiel wieder aufstellte, lesen wir in De Telegraaf. 

Die Sponsoren sollen mächtig sauer gewesen sein und deren Sprecher Sander de Roo sagte dann auch, dass dieses Verhalten “nicht zu DOTOM passt”. Der betreffene Kicker ist allerdings uneinsichtig. “Ich bestimme selbst, ob ich mit nacktem Hintern herumlaufen möchte. Es war ein Scherz. Wenn ich eine Strafe bekomme, die mir nicht gefällt, dann höre ich auf.”

28.10.2009 von Falk Madeja
blogavatar

Wo sollen Pädophile wohnen?

von Falk Madeja

Gute Frage, und Eindhovens Bürgermeister Rob van Gijzel hatte im Fall des 61jährigen Sztze van der V. eine eine einfache Antwort: nicht in unserer Stadt. Der Mann wurde zweimal wegen Missbrauches von Kindern verurteilt, einmal bekam er 27 Monate und nun noch einmal drei Jahre.

Kurzum: Bürgermeister van Gijzel wollte ihm den Zugang zu Eindhoven verwehren – doch nun wurde er von einem Gericht in Den Bosch zurückgepfiffen. Das sagte nämlich, dass nur direkt Betroffene ein Zurückkehr- oder Gebietsverbot bzw. einen Umzugszwang erwirken können. Offensichtlich, so sagen u.a. Jos Schilder (Freie Uni Amsterdam) und Wim Voermans (Leiden), gibt es da Gesetzeslücken.

Dennoch ist er nicht in Eindhoven willkommen, übrigens auch nicht in der Umgebung der Stadt. eine Kaufwohnung kann er sich nicht leisten, eine Mitwohnung wird wohl wegen Mitschulden nicht bekommen und so schläft er jetzt anscheinend in seinem Auto. Zu allem Überfluss wurde sein Foto im Internet veröffentlicht.

12.10.2009 von Falk Madeja
blogavatar

UPDATE Gewerkschaft FNV – Wilders

von Falk Madeja

Der niederländische Gewerkschaftsbund FNV will nicht mit dem Chef der umstrittenen Anti-Islam-Partei PVV, Geert Wilders, zusammen arbeiten. Sowohl FNV-Vorsitzende Agnes Jongerius als auch Geert Wilders hatten davon gesprochen, über eine Zusammenarbeit in Sachen Renteneintrittsalter diskutieren zu wollen. Hintergrund: sowohl die Gewerkschaft als auch Wilders wollen verhindern, dass das Renteneinstiegsalter von 65 auf 67 erhöht wird.

Innerhalb und ausserhalb der Gewerkschaften gab es viel Kritik über die geplanten Gewerkschafts-Gespräche mit Wilders. Dieseerum sprach von “politischen Spielchen”.

12.10.2009 von Falk Madeja
blogavatar

UPDATE DSB Bank

von Falk Madeja

Es ist passiert. Die DSB Bank des niederländischen Geschäftsmannes Dirk Scheringa ist am Montag unter Aufsicht gestellt worden. Das hatte das zuständige Gericht in Amsterdam entschieden, nachdem am Wochenende kein Rettungsplan zustande kam. 

Was bedeutet das? Nun, die Kunden der DSB Bank haben u.a. mehr als vier Milliarden Euro an Spargeld eingelegt. Davon bekommen sie am Ende aus dem niederländischen Bankensicherungsfond garantiert 100.000 Euro pro Person – das Geld werden die anderen Banken wohl berappen müssen. In den kommenden drei Tagen dürfen die DSB-Kunden jeweils 250 Euro aufnehmen, also insgesamt 750 Euro. Danach ist erst mal Schluss.

Es bleiben viele Fragen offen. Auch, was bsw. mit AZ Alkmaar geschieht, jenem Klub der dem Geld von Scheringa und dem Know How des heutigen Trainers des FC Bayern München, Louis van Gaal, in der vergangenen Saison niederländischer Meister wurde. Und da sind ja noch die 1700 Mitarbeiter…

12.10.2009 von Falk Madeja
blogavatar

DSB Bank könnte nun tatsächlich umfallen

von Falk Madeja

Wir haben ja an dieser Stelle bereits über die niederländische DSB Bank und ihren schillernden Eigentümer Dirck Scheringa geschrieben – inzwischen haben sich die Umstände verschärft. Am vergangenen Wochenende haben die niederländischen Geldanstalten wie Rabobank, ING, ABN AMRO und Fortis Bank Nederland auf Druck der Finanzaufsichtsbehörde DNB zusammengesetzt, wie es denn mit der DSB Bank weiter gehen solle.

Der Druck soll so gross gewesen sein, dass es eigentlich um den Verkauf der Bank ging. Zwar ist die DSB Bank mit ihren permanenten Werbekampagnen für Hypotheken sowie dem mehr oder weniger Scheringa gehördenden Fussballverein AZ Alkmaar in den Medien omnipräsent, aber sie ist mit acht Milliarden Euro auf der Bilanz nicht so gross, das die niederländische Regierung sie als “systemrelevant” einordnen will. Deshalb soll es vorerst keine Rettungsaktion geben. Allerdings lehnten die oben genannten Banken eine gemeinsame Übernahme ab, aus verschiedenen Gründen. So werden der Einspruch der EU-Kartellbehörden sowie jahrelange Prozesse unzufriedener Kunden… weiter lesen

12.10.2009 von Falk Madeja
blogavatar

Gewerkschaftsbund FNV will mit Wilders schmusen

von Falk Madeja

Anders gesagt: die Vorsitzende der niederländischen Gewerkschaft FNV, Agnes Jongerius, wollte mit Geert Wilders, einziges Mitglied und Chef der Anti-Islam-Partei PVV, über eine Zusammenarbeit sprechen. Sie sprach gar von einem “Teufelspakt”. Seitdem liegt sie “unter schwerem Feuer” (Algemeen Dagblad) und “rufen Mitglieder um Rücktritt” (De Telegraaf). Am Montag soll es beim FNV eine Eilsitzung geben.

Worum geht es beim “Teufelspakt” zwischen Frau Jongerius und Herrn Wilders? Nun, der FNV wie die PVV sind dagegen, dass die Regierung das Renteneinstiegsalter von 65 auf 67 Jahre anhebt. Die Alterversorgung wird in den Niederlanden “AOW” genannt. Im Blatt “Oplinie”, das von der Algemene Federatie van Militair Personeel herausgegeben wird, sagte sie zu den von ihr geplanten Gesprächen mit Wilders: “Nennt es Opportunismus, aber jede Uterstützung zählt.” Dabei hatte die Partei von Wilders vorgeschlagen, die Beibehaltung der Atersgrenze von 65 Jahren mit einem Einwanderungsstop… weiter lesen