12.10.2009 von Falk Madeja
Der niederländische Gewerkschaftsbund FNV will nicht mit dem Chef der umstrittenen Anti-Islam-Partei PVV, Geert Wilders, zusammen arbeiten. Sowohl FNV-Vorsitzende Agnes Jongerius als auch Geert Wilders hatten davon gesprochen, über eine Zusammenarbeit in Sachen Renteneintrittsalter diskutieren zu wollen. Hintergrund: sowohl die Gewerkschaft als auch Wilders wollen verhindern, dass das Renteneinstiegsalter von 65 auf 67 erhöht wird.
Innerhalb und ausserhalb der Gewerkschaften gab es viel Kritik über die geplanten Gewerkschafts-Gespräche mit Wilders. Dieseerum sprach von “politischen Spielchen”.
12.10.2009 von Falk Madeja
Es ist passiert. Die DSB Bank des niederländischen Geschäftsmannes Dirk Scheringa ist am Montag unter Aufsicht gestellt worden. Das hatte das zuständige Gericht in Amsterdam entschieden, nachdem am Wochenende kein Rettungsplan zustande kam.
Was bedeutet das? Nun, die Kunden der DSB Bank haben u.a. mehr als vier Milliarden Euro an Spargeld eingelegt. Davon bekommen sie am Ende aus dem niederländischen Bankensicherungsfond garantiert 100.000 Euro pro Person – das Geld werden die anderen Banken wohl berappen müssen. In den kommenden drei Tagen dürfen die DSB-Kunden jeweils 250 Euro aufnehmen, also insgesamt 750 Euro. Danach ist erst mal Schluss.
Es bleiben viele Fragen offen. Auch, was bsw. mit AZ Alkmaar geschieht, jenem Klub der dem Geld von Scheringa und dem Know How des heutigen Trainers des FC Bayern München, Louis van Gaal, in der vergangenen Saison niederländischer Meister wurde. Und da sind ja noch die 1700 Mitarbeiter…
12.10.2009 von Falk Madeja
Wir haben ja an dieser Stelle bereits über die niederländische DSB Bank und ihren schillernden Eigentümer Dirck Scheringa geschrieben – inzwischen haben sich die Umstände verschärft. Am vergangenen Wochenende haben die niederländischen Geldanstalten wie Rabobank, ING, ABN AMRO und Fortis Bank Nederland auf Druck der Finanzaufsichtsbehörde DNB zusammengesetzt, wie es denn mit der DSB Bank weiter gehen solle.
Der Druck soll so gross gewesen sein, dass es eigentlich um den Verkauf der Bank ging. Zwar ist die DSB Bank mit ihren permanenten Werbekampagnen für Hypotheken sowie dem mehr oder weniger Scheringa gehördenden Fussballverein AZ Alkmaar in den Medien omnipräsent, aber sie ist mit acht Milliarden Euro auf der Bilanz nicht so gross, das die niederländische Regierung sie als “systemrelevant” einordnen will. Deshalb soll es vorerst keine Rettungsaktion geben. Allerdings lehnten die oben genannten Banken eine gemeinsame Übernahme ab, aus verschiedenen Gründen. So werden der Einspruch der EU-Kartellbehörden sowie jahrelange Prozesse unzufriedener Kunden… weiter lesen
12.10.2009 von Falk Madeja
Anders gesagt: die Vorsitzende der niederländischen Gewerkschaft FNV, Agnes Jongerius, wollte mit Geert Wilders, einziges Mitglied und Chef der Anti-Islam-Partei PVV, über eine Zusammenarbeit sprechen. Sie sprach gar von einem “Teufelspakt”. Seitdem liegt sie “unter schwerem Feuer” (Algemeen Dagblad) und “rufen Mitglieder um Rücktritt” (De Telegraaf). Am Montag soll es beim FNV eine Eilsitzung geben.
Worum geht es beim “Teufelspakt” zwischen Frau Jongerius und Herrn Wilders? Nun, der FNV wie die PVV sind dagegen, dass die Regierung das Renteneinstiegsalter von 65 auf 67 Jahre anhebt. Die Alterversorgung wird in den Niederlanden “AOW” genannt. Im Blatt “Oplinie”, das von der Algemene Federatie van Militair Personeel herausgegeben wird, sagte sie zu den von ihr geplanten Gesprächen mit Wilders: “Nennt es Opportunismus, aber jede Uterstützung zählt.” Dabei hatte die Partei von Wilders vorgeschlagen, die Beibehaltung der Atersgrenze von 65 Jahren mit einem Einwanderungsstop… weiter lesen