30.11.2009 von Falk Madeja
Bei Geert Wilders dürfte die Entscheidung der Mehrheit der beim Minaretten-Volksentscheid in der Schweiz Freude ausgelöst haben, sogleich will er so etwas auch in den Niederlanden durchsetzen.
Allerdings hat er bereits Gegenwind. Aussenminister Maxim Verhagen, mit dem sich WIlders in letzter Zeit eh viel herumstreitet, hält ein solches Verbot wegen der Verletzung der Gottesdienst-Freiheit für nicht durchsetzbar. Es gäbe auch internationale Verträge, an denen sich auch die Schweiz zu halten habe. Verhagen gehört einer christlichen Partei an, der größten, und die hat es natürlich schwer mit religionseinschränkenden Initiativen. Darüber hinaus greifen Verhagen und Wilders einander in letzter Zeit auch persönlich an, Wilders nannte Verhagen bsw. einen “politischen Nichtsnutz”. Nicht unbedingt eine Bewerbung für ein gemeinsames Kabinett zw. CDA und PVV nach den kommenden Wahlen.
Innenministerin Guusje ter Horst (PvdA) ist sogar froh, dass es in den Niederlanden keine Volksabstimmungen gibt, an deren Ergebnis sich die Regierung letztendlich halten müsse.
30.11.2009 von Falk Madeja
Möglicherweise hat Louis van Gaal, der strenge Übungsleiter des FC Bayern München, seinen Kopf noch einmal aus der Schlinge gezogen. Immerhin wurden in wenigen Tagen Maccabi Haifa und Hannover 96 heldenhaft niedergerungen. Seine Landsleute, so lese ich amüsiert in einem Artikel in der Wochenausgabe von “De Volkskrant”, machen sich über Louis van Gaal jedoch Sorgen. Der, so der Artikel, sei “Deutscher als die Deutschen” – zu Deutsch wohlgemerkt.
Interessanter Artikel für mich, auch weil ich rund um meine Zeit (1990 – 1992) bei der Deutschen Journalistenschule in München für diverse Zeitungs-Redaktionen über den FC Bayern schrieb und dann Mitte der 90er das Vergnügen hatte, den Aufstieg von Louis van Gaal als Trainer von Ajax Amsterdam mitzumachen. Inkl. solcher Interview-Geschichten, bei denen wir (damaliger Ajax-Pressechef D.E.… weiter lesen
29.11.2009 von Falk Madeja
Dieser Tage muss sich der 42jährige Niederländer Dirk P. aus Sliedrecht vor dem Gericht verantworten. Dem Mann droht für den Besitz von 7,5 Millionen (!) kinderpornografischen Bildern die höchste in den Niederlanden geforderte Strafe von den Besitz von Kinderporno, schreibt die in Breda erscheinende Zeitung BN/de Stem: nämlich vier Jahre Gefängnis plus anschliessender Zwangsbehandlung, TBS. Seine Database sei auch deshalb so bemerkenswert, weil etwa die landesweite Datenbank der niederländischen Polizei “nur” 1,8 Millionen Bilder umfasste. Dirk P. soll sich seiner Sammlung bislang nicht geschämt haben.
Er weiss natürlich, dass er nicht die einzige Kinderpornofan ist. Die niederländische Polizei publizierte dieser Tage den Report “Achter de Schermen”. Demnach soll es mehr als 100.000 kommerzielle Websites mit Kinderporno geben. Allein zw. 2004 und 2006 stieg diese Zahl mit 15 Prozent. Zwischen 50.000 und 100.000 Pädophile sind in geschlossenen Webumgebungen aktiv.
Dass Pädophile 100.000 bis 250.000 kinderpornografisches Abbildungen haben, sei keine Ausnahme mehr. Im… weiter lesen
29.11.2009 von Falk Madeja
Die Gemeinde Apeldoorn beziffert die Folgen des Anschlages am 30. April auf die Königsfamilie auf rund 650.000 Euro. Es gab am 8. Mai einen Gedenkgottesdienst für die sieben Todesopfer, die der möglicherweise geistig verwirrte Täter Karst T. mit seinem Auto überfahren hatte. Ausserdem mussten Angehörige der Opfer sowie u.a. Beamte betreut werden. Der Königinnentag hatte übrigens laut De Telegraaf ursprünglich 500.000 Euro kosten sollen. Jetzt hofft die Gemeinde Apeldoorn, dass die Regierung in Den Haag einen Teil der Kosten übernimmt. Die Provinz Gelderland will sich mit 300.000 Euro beteiligen.
Am 29. April, so schreibt “De Volkskrant”, werden in Anwesenheit der königlichen Familie Glasballons zum Gedenken an die sieben Opfer enthüllt. Die Glasballons stammen vom Künstler Menno Jonker. Dem Täter, der ja auch starb, wird kein Ballon gewidmet.
27.11.2009 von Falk Madeja
Ja, die niederländischen Klatschblätter widmen sich diese Woche noch einmal ausführlich der Hausangelegenheit von Prinz Willem-Alexander und Prinzessin Maxima in Mosambique. Das Kronprinzen-Paar will ja die Luxus-Villa in Afrika verkaufen – wenn sie denn einmal fertig ist.
Die Kritik an dem ganzen Vorgang ist noch einmal richtig verbebbt, da warten das umtriebige Paar schon mit der nächsten Geschichte in Sachen Häuser auf. Im Urlaubsorst Muelle de Piedra haben sich die Zwei zwei Grundstücke zugelegt. Jeweils 7600 Quadratmeter groß, mit einer Mauer und Bewachung drum herum. Früher wohnten hier Indianer, Mapuche und Tehuelche, schreibt das Algemeen Dagblad. Sie haben schon die Ranch La Estancia, 1500 Quadratmeter.
Lustigerweise hatte sich Maxima im vergangenen Jahr noch darüber beklagt, dass die Presse in Argentinien so agressiv benehmen würde, dass sich die Familie dort eigentlich nicht wohl fühlen würde. Kritik bekommen die blaublütigen Immobilien-Käufer diesmal so gut wie keine.
27.11.2009 von Falk Madeja
Die niederländische Polizei kann nun auch via YouTube nach Ganoven fahnden. Der Nationale Ombudsmann Alex Brenninkmeijer hat kein Problem damit.
Ein 18jähriger Mann aus Emmen war dabei gefilmt worden, wie er bei einer 88jährigen Frau in der Wohnung auf Suche nach Diebesgut herumspazierte. Der sogenannte “Bond van Wetsovertreders” war sauer, sprach von Verletzung der Privatsphäre. Der Ombudsman beschied, dass es keinen Zweifel daran gäbe, dass der Mann Gesetze übertreten habe und dass deshalb Polizei und Justiz rechtens gehandelt hätten.
27.11.2009 von Falk Madeja
Wie bitter kann das Leben eines Diebes in den Niederlanden sein? Sehr bitter. Denn jetzt dürfen sie nicht einmal mit Kaputzen auf dem Kopf einen Laden überfallen. Pardon, betreten. Innenministerin Guusje ter Horst erlaubt es jetzt Ladenbesitzern, Schilder mit einem Kaputzenverbot aufzuhängen.
Das war ein Vorschlag des CDA-Abgeordneten Coskun Cörüz. Ihm war aufgefallen, dass sich immer mehr Jugendlichen bei ihren Streifzügen durch Hollands Geschäfte mit Kaputzen vor den überall aufgehängten Kameras schützen.
20.11.2009 von Falk Madeja
Sie geben auf. Prinzessin Maxima und Kronprinz Willem-Alexander verzichten auf ihre Luxusvilla im afrikanischen Mosambique. Der Grund liegt auf der Hand. Die Kritik wollte nicht verstummen, also schrieben sie Premier Balkenende einen Brief, in dem sie den Verkauf ankündigten.
19.11.2009 von Falk Madeja
So viele Menschen haben in den Niederlanden mehr als eine Ehefrau (oder mehr als einen Ehemann), erklärte Justizminister Ernst Hirsch-Ballin dem Haager Parlament. Es handelt sich also um Menschen, die mehr als einer Frau oder mehr als einem Mann verheiratet sind. Das ist zwar in den Niederlanden verboten, wenn die Polygamisten ihre Viel-Menschen-Ehen im Ausland geschlossen haben und irgendwie in die Niederlande gelangt sind, ist es o.k.
19.11.2009 von Falk Madeja
Nee, so was hat die niederländische Königin natürlich nicht. Für den Abgeordneten der liberalen Volkspartei VVD Arend-Jan Boekestijn mag es sich so anfühlen, denn er ist nach einem Besuch bei der Monarchin kein Abgeordneter mehr.
Was war los? War er vielleicht betrunken? Hat er ein paar Lakaien angerempelt? Löffel geklaut? Alles viel harmloser. Er hatte sich nämlich getraut, nach dem Besucht von den Worten des Staatsoberhauptes zu berichten! Vor laufender Kamera von RTL Nieuws sprach er davon, dass die Königin “besorgt” sei, weil es im Haager Parlement so eine “Hype-Kultur” mit vielen Blitzdebatten gebe. Naja, alles ganz harmlos, aber eben verboten. Parlamentarier dürfen nämlich nicht über die Gespräche mit der Königin berichten. Wobei “dürfen” ein merkwürdiges Wort ist, denn ein Gesetz gibt es diesbzüglich nicht – und… weiter lesen