Archive for Dezember, 2009

24.12.2009 von Falk Madeja
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Sie haben den Mann, der wild herumscheisst

von Falk Madeja

Weihnachten oder nicht, Menschen müssen “groß machen”. Wir in Deutschland sagen auch schon mal scheißen, die Niederlanden nennen es “Poepen” (sprecht es “Pupen” aus und nicht wesentlich anders bitte). Und nun haben die Niederländer einen seltsamen Mann, der an der niederländischen Grenze bei Heerlen wohnt und auf der Strasse herumscheisst, sorry, darauf läuft es ja wohl hinaus!

Er ist 47 Jahre alt, hat es 50 mal gemacht und wurde nun erwischt. Das alles schreibt das Algemeen Dagblad. Offensichtlich ist zu Hause sein Klo kaputt und darum macht er es auf der Strasse.

24.12.2009 von Falk Madeja
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Deutsche nehmen Niederländern Eier weg

von Falk Madeja

Gott sei dank, denke ich in Tilburg sitzend, haben wir nun Weihnachten und nicht Ostern! Denn da gibt es wieder einmal so eine hübsche Schlagzeile rund um Deutsche und Niederländer. Erstere sollen den Niederländern nämlich die Eier klauen! Und das machen meine Landsleute so. Weil ab dem 1. Januar Legebatterien verboten sind, decken sich viele deutsche Supermärkte in den Niederlanden schnell mal noch mit Eiern ein. Hier werden die Hühner-Käfige erst ab 2012 verboten.

Der niederländische Eier-Export ist laut dem Eindhovens Dagblad von vier auf 5,5 Milliarden Stück explodiert. Leon Clemens aus Bergeijk, Direkteur einer der größten Eierhändler der Niederlande, Clemens Eieren, hat so etwas in 28 Jahren nicht erlebt. Ja, in vielen niederländischen Supermärkten gibt es jetzt zur Weihnachtszeit kaum noch Eier, Leon Clemens kennt das sonst nur von Ostern.

24.12.2009 von Falk Madeja
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Wie geht es eigentlich den niederländischen “Importbräuten”?

von Falk Madeja

Nun, offenbar sieht es bei den über eine Hochzeit einwandernden Neuniederländern anders aus als die oft diskutierten Klischees es besagen. Bei den 15.000 “Ehemigraten” in den Niederlanden, so eine Untersuchung von E-Quality lt. “De Volkskrant”, handelt es sich lediglich zu zehn Prozent um schlecht ausgebildete Frauen aus der Türkei oder Marokko. Ja, insgesamt kommen die Ehemigranten sogar aus 160 Ländern.

Offenbar gibt es drei wichtige Klischees. Erstens also, dass es sich bei den Ehemigranten um schlecht ausgebildete Türkinnen und Marokkanerinnen handelt. 75 Prozent haben mindestens die Grundschule absolviert, 38 Prozent mittleres Ausbildungsniveau. Eine nennenswerte Zahl von Zwangsehen nennt der Report auch nicht.

Zweitens: ein Drittel der Ehemigranten heiratet Niederländer (“autochton”), 51 Prozent einen Flüchtling oder einen höher ausgebildeten Einwanderer und nur 14 Prozent einen in den Niederlanden geborenen Einwanderer.

Drittens: angeblich sollen ja besonders viele weibliche Eheeinwanderer ins Land kommen, weil sie Mutter und Hausfrau werden wollen –… weiter lesen

21.12.2009 von Falk Madeja
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200 Euro-Strafe für Islamisten

von Falk Madeja

Und zwar in Amsterdam. Der Mann bekam, und ein Amsterdamer Gericht fand nun die Strafe von 200 Euro o.k., eine 200 Euro-Strafe, weil er in Bewerbungsprozeduren aus folgenden Gründen scheiterte: er wollte sich seinen Extremisten-Bart nicht abrasieren und Frauen keine Hand geben.

Er hätte bsw. Parkwächter, privater Sicherheitsagent oder Krankenpfleger werden können, schreibt De Telegraaf, mit dieser Haltung kam er aber durch keine Bewerbungsprozedur. Deshalb die Strafe des Sozialamtes. Der Mann hatte vor Gericht damit argumentiert, dass immerhin niemand anders als Bürgermeister Job Cohen mal gesagt habe, dass die Verweigerung des Handschlages mit Frauen kein Problem sei, solange die Arbeit ordentlich erledigt werde, das aber anders.

15.12.2009 von Falk Madeja
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Aufregung um Koran-Geschenk

von Falk Madeja

Genauer gesagt um 200 Ausgaben des Korans, den die im Afganistan-Einsatz weilende niederländische Armee an die Kollegen der afganischen Truppe als Geschenk austeilte! Wo das das Problem ist? Nun, die PVV von Geert Wilders und die orthodox-protestantische Partei SGP haben Verteidigungsminister Eimert van Middelkoop gleich mal einen Brief geschrieben.

Geert Wilders ist gegen die Aktion, weil er in dem Geschenk eine “beschämende Form der Islampropaganda durch die niederländische Armee” sieht. In dem “extrem hasserfüllten Buch werden Juden mit Affen und Schweinen” verglichen, werde “zum Krieg gegen die Ungläubígen aufgerufen” und “die islamitische Weltherrschaft” propagiert. Die niederländische Armee möge die Koran-Exemplare wieder einsammeln. Der SGP-Abgeordnete Kees van der Staaij findet die Aktion „unbegreiflich und unglücklich”. Die Niederlande solle sich stattdessen um das Thema Glaubensfreiheit kümmern, damit in Afganistan bsw. auch Bibeln ausgeteilt werden könnten.

Ein Sprecher des Verteidigungsministerium sagte, dass die Koran-Exemplare den afganischen Soldaten u.a. helfen sollten, lesen und schreiben zu lernen. 

14.12.2009 von Falk Madeja
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Kreuz nein, Kopftuch ja

von Falk Madeja

Der GVB, Amsterdams Nahverkehrsfirma, darf es ihren Mitarbeitern verbieten, christliche Symbole zu tragen. Das entschied ein Richter in Amsterdam.

Der aus Ägypten stammende Ezzat Aziz trug seit 1998 ein Kreuz bei seiner Arbeit als Strassenbahnkontrolleur, eine neue Kleiderordnung sollte ihm das verbieten. Die Angelegenheit zog sich fast ein Jahr hin, er wurde zwischenzeitlich suspendiert. Das Gericht gab seinem Arbeitgeber nun Recht, er darf kein Kreuz tragen. Moslemische Frauen mit Kopftuch können beim GVB weiter machen.

10.12.2009 von Falk Madeja
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Kopftuch ja, Kreuz nein

von Falk Madeja

Vor zwei Wochen fuhr ich in Tilburg vom Bahnhof zur Hochschule mit dem Bus, beim Einsteigen überraschte mich die Fahrerin, weil sie moslemisches Kopftuch trug. Das hatte ich in einem niederländischen Bus noch nie gesehen, aber, nagut, dachte ich, solange sie den Bus ordentlich fährt, kann ich damit leben. Obwohl ich dem moslemischen Kopftuch ansonsten abweisend gegenüberstehe, ich meine, es ist in meinen Augen ein Symbol für die Ungleichheit von Mann und Frau – ich sollte lieber sagen der Ungleichwertigkeit der Frau. Ob in Paris oder Istanbul eine Busfahrerin ein Kopftuch tragen darf? Ich weiss es nicht, aber wohl eher nicht.

Einige Tage später. Im Vorübergehen an einem Zeitungsstand sehe ich auf der Titelseite der Zeitung “De Telegraaf” von einer merkwürdigen Geschichte. Ich überflog ein paar Zeilen und konnte meinen Augen kaum glauben. Es ging um einen Strassenbahnkontrolleur in Amsterdam namens Ezzas Aziz, dem der örtliche… weiter lesen

09.12.2009 von Falk Madeja
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Weihnachtsbaum an Hochschule verboten

von Falk Madeja

Wer in einem Land wie den Niederlanden, einmal richtig in die Schlagzeilen kommen möchte, kann das zum Beispiel so tun, wie Annelies van Rosmalen. Die ist die Kommunikations-Direktorin der Haager Hochschule - und als solche hat sie sich ein kleines multukulturelles Kommunikationsdrama eingebrockt. Indem sie nämlich ganz einfach mal das Aufstellen eines Weihnachtsbaumes im Atrium der Hochschule verboten hat.

Begründung: der Weihnachtsbaum passe nicht “zum internationalen Charakter” der Hochschule, heisst es in einem internen Bericht, ein Drittel der 19.000 Studenten sind lt. De Volkskrant nämlich von “nicht-westlicher Herkunft”. Eh klar worum es geht, sagten sich grosse Teile der niederländischen Öffentlichkeit, da sind sie also wieder – die Moslems und ihre multikulturellen Beschützer. Und da war ja wohl auch was dran. Allerdings, so wird in De Volkskrant bsw. ein Abdoe Khoulani von den Islam Democraten zitiert, hätte es gar “keine Signale gegeben, dass ein… weiter lesen

08.12.2009 von Falk Madeja
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Gläubiges Regierungsmitglied: Freiheit Schuld an sexuellem Mißbrauch

von Falk Madeja

Das hat den Liberalen in den Niederlanden gerade noch gefehlt. Familienminister Andre Rouvoet von der ChristenUnion hat sich bei einer Rede in Brüssel zum Thema “Freiheit” ganz übel an liberalen Grundwerten vergangen. So behauptete er ganz einfach mal, dass die große Freiheit der jugend dazu geführt habe, dass ein Viertel der niederländischen Mädchen zwischen 15 und 24 jahren Opfer sexuellen Missbrauchs geworden seien. Auch dass 22 Prozent der Jugendlichen problematisches Trinkverhalten hätten, habe mit zu viel Freiheit zu tun. Individuelle Freiheiten würden “übertrieben” eingefordert, wobei Freiheit doch erst durch Grenzen realisiert werden könne.

In “De Volkskrant” lesen wir, dass dieser Angriff auf freiheitliche Werte bei den liberalen Politikern des Landes gar nicht ankam. Der VVD-Abgeordnete Atzo Nicolai sagte demnach: “Der Minister kreiert ein Spukbild. Als ob Freiheit in direkter Linie mit Vergewaltigungen steht.” D66-Chef Alexander Pechtold meinte: “Die Sittenmeister sind zurück. So was macht Menschen… weiter lesen

07.12.2009 von Falk Madeja
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Herumfahren wie ein König – Polizeichefs in der Kritik

von Falk Madeja

Ich kenne einen Polizisten (Name muss anonym bleiben) im Süden der Niederlande, der verdient netto so um die 1700 Euro – im Monat. Und in den Medien vernehme ich von einer Polizeichefin namens Miriam Barendse im Süden der Niederlande, die verdient 1400 Euro – am Tag.

Seit Tagen herrscht rund um einige heikle Vergütungen der Polizei-Bosse helle Aufregung, nehmen wir mal den Mann, der sich “wie ein König” (De Telegraaf) durchs Land kutschieren lässt: Ad van Baal, täglich rund 680 Kilometer per Chaffeur zur Polizeischule. Van Baal – sein Name ist schon mit dem Desaster von Srebrenica verbunden (damals war er noch Armee-General), seine Karriere ging weiter. Jetzt unterrichtet er halt Polizeischüler in Apeldoorn, er selbst wohnt in Alphen aan den Rijn. Sein Fahrer wohnt aber im friesischen Drachten, weshalb täglich 100e Kilometer Leer- und Extrafahrten entstehen, dazu kommen Hotel-Kosten. Alles auf Kosten der… weiter lesen