Archive for Januar, 2010

30.01.2010 von Falk Madeja
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Pfefferspray dank Korruption

von Falk Madeja

Fremde, aufgepasst! Sollte Euch in den Niederlanden irgendein Ordnungshüter die Augen mit Pfefferspray vernebeln, vergesst eine Sache nicht. Die Angelegenheit hat mit Korruption zu tun. Die Sache ist also nicht nur unangenehm, sie hat sozusagen auch noch ein Geschmäckle.

Es gibt nämlich einen Produzenten in den USA, der ein niederländische Entscheidungsträger mit 15.000 Dollar bestochen hat. Und daraufhin auf einen Umsatz von 2,4 Millionen Dollar gleich mal 480.000 Dollar Gewinn gemacht hat. Der niederländischen Polizei und auch den Gewerkschaften stehen jetzt sozusagen die Tränen in den Augen, lesen wir im Algemeen Dagblad.

26.01.2010 von Falk Madeja
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Ungläubiger Pastor wehrt sich

von Falk Madeja

Ja, Glauben ist natürlich eine Glaubenssache. Ob es Gott gibt oder nicht wissen wir nicht, also glauben wir daran oder eben nicht. Bei Klaas Hendrikse aus dem niederländischen Middelburg ist diese Angelegenheit allerdings äußerst kompliziert. Er ist nämlich Pastor – und glaubt nicht an Gott.

Das hat zur Folge, dass die PKN (Protestantische Kirche in den Niederlanden) gegen ihn eine Prozedur in Gang gesetzt hat, schreibt De Volkskrant (früher mal katholisch, heute linksliberal). Diese Prozedur beginnt beim Kerkenraad (Kirchenrat) und könnte durch alle möglichen Instanzen dann bei der landesweit agierenden PKN-Leitung enden. Hendrikse befürchtet, dass die Prozedur ihn noch bis 2012 beschäftigen könnte und darum schrieb er jetzt einen Brief an die General-Synode der PKN. Darin schreibt er, dass die PKN was ihn betrifft aus der Kirche ausschließen könne. Er sei auch nicht der einzige, der an Gott zweifeln… weiter lesen

25.01.2010 von Falk Madeja
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Auto-Holland: Kampf ums Kilometergeld

von Falk Madeja

Der niederländische Verkehrsminister Camiel Eurlings überraschte dieser Tage seine Landsleute mit einem seltsamen Manöver. Er sagte nämlich, dass er die Einführung des sogenannten Kilometer-Geldes vom Willen des Volkes abhängig machen wolle. Nicht des ganzen Volkes, sondern derjenigen seiner Landsleute, die Mitglied des ANWB (niederländischer ADAC) sind. Die dürfen seit Samstag und dann noch knapp drei Wochen über die Einführung des Kilometergeldes abstimmen.

Das Kilometer-Geld läuft darauf hinaus, dass alle Auto-Niederländer ein Kästchen im Auto haben sollen, über das die gefahrenen Kilometer abgerechnet werden. Der niederländische Staat könnte damit allerdings auch die Wege seiner Bürger kontrollieren.

Es gibt logischerweise zahlreiche Gegner. Nehmen wir die Zeitung “De Telegraaf”. Dort haben bis Montag Abend sage und schreibe 196.590 Leute abgestimmt, die Ergebnisse gibt es morgen. Datenschützer finden die Staats-Kontrolle über alle Auto-Wege fragwürdig, Meinungsforscher kritisieren, dass die gewählte Methode – ANWB-Mitglieder und niemand sonst – nicht koscher sei. Und zu allem… weiter lesen

25.01.2010 von Falk Madeja
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Ex-Klub von Ruud Gullit bankrott

von Falk Madeja

Der HFC Haarlem, Ex-Klub des berühmten Ruud Gullit, ist am Ende. Der Klub, Letzter in der Ersten Division (zweite Liga) ist heute bankrott erklärt und wird sofort aus der Meisterschaft genommen. Am Dienstag gibt es noch ein Training, sozusagen ein Auslaufen. Dann können alle Spieler transferfrei gehen.

Der Klub war immerhin 120 Jahre alt! Am Ende konnte eine Schuldenlast von 1,8 Millionen Euro nicht mehr bedient werden.

1946 war der Klub Landesmeister. Traurigberühmt war das Europapokal-Duell im Jahre 1982 in Moskau. Spartak Moskau erzielte in der letzten Minute das 2:0, es brach eine Panik aus – nach offiziellen Angaben starben 60, nach inoffiziellen Angaben 340 Menschen, schreibt Voetbal International.

24.01.2010 von Falk Madeja
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Prinz Willem-Alexander sauer: „Ich fuhr die ganze Elfstädte-Tour!“

von Falk Madeja

Das gibt eine saftige Gegendarstellung! Prinz Willem-Alexander wurde vom Klatschblatt „Prive“ beschuldigt, im Jahre 1986 gar nicht die berühmte Elfstädte-Tour gefahren zu sein! Es geht um eine knüppelharte Schlittschuhfahrt zwischen elf friesischen Städten, die nur alle paar Jahre stattfindet. Zuletzt vor knapp zehn Jahren, wir von MeineGüte hatten uns das damals angeschaut.

In Prive sagte nun ein lt. Algemeen Dagblad „Republikaner“ namens Lutzen Haak aus Drachten, dass der Kronprinz nie und nimmer die ganze Tour gefahren sein könne. Er sei erst kurz nach Franeker aufs Eis gestiegen und ja, es gäbe zwar Bilder von der Ankunft des Prinzen – aber eben keine vom Start. Willem-Alexander habe erst ein paar Tage vor der Tour mit der damals bekannten Eisschnellläuferin Ria Visser ein bisschen geübt und für einen Untrainierten sei es unmöglich, die schwere Tour zu Ende zu… weiter lesen

24.01.2010 von Falk Madeja
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HIV-Täter Groningen: 12 Jahre Haft

von Falk Madeja

Im niederländischen Leeuwarden wurden zwei homsexuelle Männer hart bestraft, weil sie auf selbst organisierten Sex-Parties vier andere Männer absichtlich mit HIV infiziert hatten. Peter M. (51) bekam 12 Jahre Gefängnis, Hans J. (36) neun Jahre. Damit wurde ein Urteil aus dem Jahre 2008 nach oben korrigiert, damals bekamen sie neun und fünf Jahre.

Der Fall wurde im Jahr 2007 bekannt und fand seinen Weg in die internationalen Schlagzeilen.

Eine absichtliche Infektion mit HIV wird in den Niederlanden als schwere Körperverletzung geahndet. Das Gericht nahm es den Tätern besonders übel, dass sie vier relartiv junge Männer infiziert hatten. Die Krankheit sei zwar zu behandeln, aber die Lebenserwartung könne sich verkürzen. Und sie sei mit großer Unsicherheit, Diskriminierung und Stigma verbunden. Die Opfer können nicht mehr in alle Länder reisen und sie haben auch Probleme beim Abschliessen von Versicherungen und Hypotheken. Die Täter wussten von den Folgen, schliesslich… weiter lesen

24.01.2010 von Falk Madeja
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Prinz Bernhard: SS-Vergangenheit in WK II verheimlicht

von Falk Madeja

Prinz Bernhard und seine Vergangenenheit – der im Jahr 2004 verstorbene deutsche Prinz im niederländischen Königshaus plauderte erst in einem nach seinem Tode erschienen Interview in der Zeitung De Volkskrant über die Nazizeit und seine unehelichen Kinder. Aber ob er die volle Wahrheit sprach?

Jetzt kommt jedenfalls wieder etwas heraus. Die Zeitung NRC Handelsblad hat herausgefunden, dass die niederländische Regierung bereits während des Zweiten Weltkrieges von der SS-Vergangenheit auf der Höhe war. Schon 1941 sollen Gerüchte hierüber in amerikanischen Zeitungen (New York Herald) publiziert worden sein, aber deren Wahrheitsgehalt konnte bislang nicht überprüft werden.

Zu Beginn dieses Jahres gab Het Nationaal Archiv “einige hundert Meter Archiv” frei – und siehe da: das NRC fand zwei Telegramme aus dem Jahr 1944. Erst fragt der niederländische Botschafter in den USA, Alexander Loudon, wie er den Gerüchten widersprechen soll. Einen Tag später antwortet der Aussenminister Eelco… weiter lesen

23.01.2010 von Falk Madeja
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Spende-Dilemma mit einem dunklen Jungen

von Falk Madeja

In Groningen gibt es ein kleines Drama. Genauer gesagt in Bedum. Zwei lesbische Frauen haben vor einigen Jahren im Krankenhaus von Delfzijl eine Samenspende erhalten. Der Junge ist jetzt sieben Jahre alt – die Frauen sind weiß, der Junge ist schwarz. Die Damen hatten einen ebenfalls weißen Hausfreund als Spender mitgenommen, aber irgendwie scheinen die Samenspenden vertauscht worden sein.Das Krankenhaus hat lt. Algemeen Dagblad einen Schadensersatz bezahlt, aber das reicht den Frauen nicht.

Sie wollen den Namen des Spenders haben. Das Krankenhaus bzw. der aus Belgien stammende Arzt Dr. Johny Declerq weigerte sich, genauer gesagt hat man den Namen auch nicht. Nur den Namen der Frau, die ihn damals begleitete. Offenbar kamen die beiden von der Insel Aruba.

Dann wollen wir wenigstens diesen Namen, sagten daraufhin die zwei Frauen. Aber auch den wollte das Krankenhaus nicht herausgeben, lt. De Volkskrant bot das Krankenhaus an, dass man… weiter lesen

21.01.2010 von Falk Madeja
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Wilders-Fans: Hass-Mails an den TV-Reporter

von Falk Madeja

Die Freunde der Meinungsfreiheit – sie müssten ja zahlreich unter den Anhängern von Geert Wilders zu finden sein! Nach der forschen Kritik des TV-Reporters Peter R. de Vries zeigten sie dann auch gleich, was sie darunter verstehen. Das Senden von hysterischen Hass-Mails gehört ihrer Meinung nach dazu.

“Es gab einige hundert Reaktionen von PVV-Anhängern, die sich für die Meinungsfreiheit von Geert W. einsetzten, die aber auch finden, dass ich meinen Mund halten müsse. Das zeigt genau was meine Bedenken bei dieser Partei sind,” schrieb Peter R. de Vries daraufhin.

Peter R. de Vries hatte in harten, unmissverständlichen Worten Geert Wilders kritisiert. Er nannte ihn “gefährlich und bösartig”, einen “Volksverführer”. Erst auf seiner eigenen Website, dann abends in der TV-Talkshow “Pauw & Witteman”. Besonders peinlich für Geert Wilders: unter seinen eigenen Anhängern ist Peter R. de Vries eigentlich populärer als er selbst, weiter lesen

20.01.2010 von Falk Madeja
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Geert Wilders vor dem Kadi

von Falk Madeja

Am ersten Tag des Prozess gegen Geert Wilders in Amsterdam passierte folgendes. Es handelte sich ja um eine sogenannte Regie-Sitzung, bei der die Beteiligten die Art und Weise der Angelegenheit besprechen.

Nun, erstens versuchte Wilders-Anwalt Abraham Moszkowicz, den ganzen Prozess noch von Amsterdam nach Den Haag zu verlegen. Schliesslich wohne und arbeite der Geert dort. Die Staatsanwaltschaft fand wiederum, dass seine Aussagen ja auch Amsterdam betreffen würden. Die Staatsanwaltschaft schlug dann vor, dass Wilders erst einmal von einem Untersuchungsrichter verhört werden sollte – und das nicht im Gerichtssaal. Geert Wilders will aber lieber im Gderichtssaal Rede und Antwort stehen, am liebsten mit Zeugen. Drittens griff der populäre TV-Präsentator Peter R. de Vries den Politiker frontal an. Der Mann, derbei SBS 6 ein erfolgreiches Kriminalmagazin hat, nannte Wilders “gefährlich und bösartig”. Jemand, der eine Kopftuchsteuer fordere, “tauge nicht”.