13.03.2010 von Thomas Hoeps
Während bei uns in Deutschland Google wegen seiner Kameraautos vor allem negative Reaktionen erntet, hofft der kritische Journalismus in der niederländischen Provinz Limburg vor allem, mit Hilfe von Google Street View an verwertbare Skandalbildchen zu gelangen. Allein schaffen sie es freilich nicht, die Herren und Damen von der regionalen Zeitung De Limburger. Darum haben sie jetzt einen vor Augenzwinkern ganz hibbeligen Aufruf gestartet und die Bevölkerung um tatkräftige Informantenhilfe gebeten.

wants YOU:
“Parkt in Margraten ein Polizeiauto feierlich in zweiter Reihe? Gehen wütende Fußgänger auf einem Bürgersteig in Nederweert aufeinander los? Liegt eine hübsche Blondine oben ohne in ihrem Garten in Beesel? Hat ein Heerlener Autofahrer beim Rückwärtseinparken einen Laternenmast gestreift? Ganz egal, was es ist, schicken Sie uns, was Sie Besonderes auf Google-Bildern gefunden haben.”
Ja, das sind die Fragen, die Limburg
bewegen. Ich spare mir… weiter lesen
13.03.2010 von Thomas Hoeps
In der vergangenen Woche ist die Zahl der Meldungen über Missbrauch in Einrichtungen der katholischen Kirche in den Niederlanden um 250 auf jetzt 450 gestiegen, berichtet das NRC Handelsblad. In der Kontaktstelle der katholischen Kirche “Hulp en Recht” habe man schon zusätzliches Personal einsetzen müssen.
Bemerkenswert: In einem Hirtenbrief an die Gemeinden hat der Bischof von Haarlem-Amsterdam Jozef Marianus “Jos” Punt tief bestürzt einen Schluss gezogen, gegen den sich die deutschen Bischöfe bisher strikt verwahren: “Wir müssen einsehen, dass im früheren Erziehungssystem schwerwiegende strukturelle Fehler gesteckt haben.” Auch er verweist auf die übersexualisierte Gesellschaft, aber anders als der deutsche Bischof Mixa nutzt er diesen Hinweis nicht, um die Verbrechen der Pfarrer zu relativieren, sondern um ein Problem zu benennen, auf das die Kirche für die Jugendlichen hilfegebende Antworten finden müsse.
13.03.2010 von Christine Steinhäuser
Mit den niederländischen Sozies dürfte es nach den dramatischen Ereignissen der letzten Wochen wieder bergauf gehen. Nachdem Parteichef Wouter Bos gestern als Spitzenkandidat seiner Partij van de Arbeid zurücktrat (Neuwahlen sind am 9. Juni), um künftig wieder im Sandkasten zu spielen, hat seine Partei einen neuen Helden für den Job gefunden: den Amsterdamer Bürgermeister Job Cohen.
Laut einer Blitzumfrage des Meinungsforschers Maurice de Hond konnten sich gestern Abend die Mehrheit der Holzschuhträger – 55% – den smarten Cohen im Amt des künftigen Ministerpräsidenten vorstellen, während Harry-Potter-Double Jan-Peter Balkenende nur noch auf 25% kam, und Mozart-Imitator Geert Wilders auf 17%.
Kein Wunder, Bruchpilot Balkenende hat mit 4 christdemokratischen Koalitions-regierungen in 8 Jahren keine einzige Legislaturperiode durchgehalten ohne abzustürzen, kaum dass er sein Ding mal in der Luft hatte. Regieren konnte man das nicht nennen, zumal er immer der Einzige war, der nach einem Crash heil und ungeschoren… weiter lesen