Kindermord in Dordrecht, UPDATE

von Falk Madeja
Polizist ermordet Kind in Dordrecht

Polizist ermordet Kind in Dordrecht

Wir haben bereits über den Mord an dem zwölfjährigen Mädchen Milly Boele in Dordrecht berichtet - der mutmassliche Mörder ist der 26jährige Polizist Sander V. Soeben hat es in Dordrecht eine Pressekonferenz gegeben. Die Polizei-Sprecher sahen sichtlich betreten aus, schliesslich war der Täter ein Kollege.

Der Verdächtige hat inzwischen seine Tat gestanden. Demnach sieht es so aus, als ob er das Mädchen bei dessen Wohnung mitgenommen hat und noch am gleichen Tag ermordete. Dann hat er sie in seinem Garten begraben. Wie ist noch nicht klar, auch nicht, ob es ein Sexualverbrechen war. Die Polizeisprecher sagten, dass das die gerichtsmedizinische Untersuchung erweisen müsse.

Gestern habe er das dann seiner Freundin gestanden. Die ist mit ihm zur Polizei gegangen.

Inzwischen verbreitete sie die Nsachrticht durch die sozialen Netzwerke. Die traditionellen Medien holten sich wiederum Fotos des Verdächtigen aus den sozialen Netzwerken.


16 Kommentare zu "Kindermord in Dordrecht, UPDATE"

  1. “Sander V.” — sicherlich ein autochtoner Niederländer, der mit Hanf, Käse und Tulpen aufgewachsen ist.

  2. Und, was soll es ausmachen, ob der Verdächtige nun autochon oder allochton ist? Ich denke da erst mal an das Opfer und deren Familie…

  3. müßz ihr unbedingt das foto vom täter hier reinstellen?
    wem nützt das außer dem mob?

  4. Warum nicht? Das Foto des Opfers stand tagelang im Netz. Ausserdem sind die Fotos vom Täter über soziale Netzwerke sowieso zugänglich, sind zig mal verbreitet. Man könnte jammern, dass seine Privatsphäre nun in Problemen ist – aber was ist mit der Privatsphäre des Opfers? Der Eltern? Hat er da nicht unwiderrufare Fakten geschaffen? Hat das Mordopfer noch Privatsphäre?

    Last but not least: er hat ein zwölfjähriges Mädchen ermordet, vergraben, das alles gestanden und bekommt sowieso lebenslang.

  5. ja aber wieso ist es wichtig das Foto vom Opfer oder vom Täter zu sehen?
    Wird das Verbrechen dadurch schlimmer und grausamer?
    Oder anders gefragt welchen Nachrichtenwert hat das Foto?

  6. Welchen Nachrichtenwert das Foto hat? Was für eine zynische, dumme Frage. Das Foto hat er selbst ins Internet eingestellt. Und nun sollen wir so tun, als ob es es nicht gibt? Das Foto des Opfers wurde von der Polizei publiziert, als sie noch spurlos verschwunden war. Also warum sollen wir nicht ein Foto zeigen, dass bereits tausendfach gezeigt worden ist?

    Ansonsten noch dieses: Meine Güte ist keine Nachrichten-Websites sondern ein Blog. Wir haben Meinungen, Gefühle, uns fällt etwas auf.

    Und im Falle dieses schrecklichen Mordes interessiert mich die Gefühlswelt des Mördes nicht. Ich bin weder Psychiater noch Richter.

    Ich trauer um das Opfer, ich habe Mitgefühl mit dessen Familie. Der Mörder wohnte nur ein paar Türen weiter. Vielleicht ist er krank, was weiss ich. Das wird der Richter entscheiden.

  7. Mir ist die Gefühlswelt des Täters auch Schnuppe.
    Aber ich stelle folgende Frage: Wieso muß man alles mit Bildern untermalen? Soll man etwa auch Bilder der weinenden Angehörigen veröffentlichen?
    Ich habe ein grundsätzliches Problem wenn Fotos von Verbrechern oder vor allem Opfern veröffentlicht werden und dies nicht die polizeilichen Ermittlungen unterstüzt: Soll man Vergewaltigungsopfer auf Seite 1 von Zeitungen abbilden? Sollen Herrscharren von Fotografen am Friedhof lauern? Sollen die Bilder und Anschriften von jedem kleinen Autodieb im Internet auf einer zentralen Seite erfasst werden?
    Wie auch immer
    Der Täter ist gefasst und steht vor Gericht. Er wird das Gefängnis vermutlich nie wieder verlassen. Das ist auch gut so.

  8. Muss man alles mit Bildern untermalen? Was für eine Frage.

    Die Sache mit den Bildern begann, als die Polizei das Mädchen noch suchte, da müssen sie ja wohl ein Foto der gesuchten Person veröffentlichen. Und nun ist der Täter selbst Polizist. So siehts aus.

  9. aber der Mörder wurde Gott sei Dank gefasst

  10. Weil er sich gestellt hat, ja.

  11. zur Frage, warum Foto oder nicht, finde ich:
    Es gilt immer noch die Unschuldsvermutung! Selbst wenn der Täter geständig ist usw. Dann schreibst Du doch selbst in Deinem Artikel “Sander V.”. Wenn Du findest (wie ich aus Deinen Antworten auf die Kommentare herauslese), dass die Unschuldsvermutung für das Bild des Täters nicht gerechtfertigt ist, warum dann für den Namen?!

    Ob nun ein Bild des Täters da ist oder nicht, die Tat ist schrecklich. Das Bild dazu (ich vermute es soll die Dramatik aufbauen, weil er aussieht wie der “nette Mann von nebenan”) gibt aber weder Zusatzinfos, noch “Beweise”. Also doch nur Boulevard-mäßige Meinungsmache?

    Vorweg: ich vergleiche nicht die Taten, sondern den Punkt mit der Unschuldsvermutung:
    Zum Vergleich: Ich finde es nicht korrekt, dass zB die Bilder von den vermeintlichen Autoanzünder_innen in Berlin durch die Medien/das Netz geisterten. Nun hat sich herausgestellt, dass man sie der angeklagten Taten nicht überführen kann…der Schaden, der ihnen entstanden ist, weil ihre Gesichter öffentlich wurden, kann gar nicht bemessen werden, weil er sehr diffus ist.

    So schrecklich Sexual- und Mordstraftaten auch sind, dennoch bin ich dagegen, dass “der Mob” darüber richtet (wie zB die Vorschläge, Namen und Adressen von Kinderschändern zu veröffentlichen, damit ich überprüfen kann, wer in meiner Straße wohnt). Es sollte bitteschön an der Wurzel des Übels diskutiert und gehandelt werden und nicht an den Symptomen. Wenn ein Kinderschänder engmaschig betreut wird, bzw therapiert wird, ist das doch allemal besser als ihn durch einen Mob zu lynchen (ob nun virtuell oder in der Realität).

    Mehr Infos zur Unschuldsvermutung auf Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Unschuldsvermutung

    Viele Grüße von Caro.
    blogs.taz.de/streetart/

  12. Ich verstehe Deine Argumente. Ich habe allerdings ein Kind im Alter des Opfers. Der Verdächtige, der sich ja selbst als Täter angegeben hat, posierte davor in sozialen Netzwerken und trinkt am Abend des Mordes oder Totschlages selenruhig auf dem Grab des Opfers ein Bier und schickt den Eltern eine Postkarte, dass er ihnen Stärke wünschen würde. Das weckt bei mir nun mal auch Emotionen. Ich kann dann nicht so strikt sein mit dem Thema Unschuldsvermutung.

  13. Ich bin auch nicht so glücklich über das Foto.
    Ich denke, dass man selbst einem sehr üblem Verbrecher (oder einem schwer kranken Menschen) nicht den Rest seiner Würde nehmen sollte.
    Das Totschlagargument, dass er das selbe (und schlimmeres) mit dem kleinen Kind getan hat, zieht bei mir nicht. Darf nicht bei mir ziehen, da es eine Errungenschaft der modernen Rechtsprechung ist, kranke oder gestörte Verbrecher nicht blosszustellen.
    Mit dem selben Totschlagargument, könnte man für eine 24h Stunden live-Übertragung aus Zelle der “Bestie” argumentieren.

    PS:
    Vielleicht sollte jemand den politisch inkorrekt scheinenden Peter mitteilen, dass man autochthon mit “th” schreibt.

  14. Des weiteren wäre es sinnvoll, ihm zu erklären, dass “Sander” sehr wohl ein typisch niederländischer Vorname ist.

  15. Meiner Meinung nach ist das so: erst wurde aufgrund der Tat von Sander V. das Foto des Opfers veröffentlicht (logisch, sie wurde noch gesucht). Er hatte die Privatsphäre des Opfers definitiv beendet, er hatte Fotos in sozialen Netzwerken veröffentlicht, er hatte nach seiner Tat der Familie eine Postkarte geschickt…

    Ja, Pech, wenn dann Fotos – in denen er sich als Macho präsentiert, kursieren. Hiermit ist die Diskussion über das Foto für mich abgeschlossen. Ich muss sagen, dass mir die Situation der Familie sehr viel näher geht, und dafür habe ich persönliche Gründe und nun will ich dazu trauern.

  16. Ich muss sagen, dass mir die Situation der Familie sehr viel näher geht, und dafür habe ich persönliche Gründe

    Davon wusste ich leider nichts….

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