In den Niederlanden tobt der Wahlkampf, der Prozess gegen Geert Wilders hat erst mal Pause. Und zwar am 4. Oktober. Das Urteil soll dann am 2. November bekanntgegeben werden.
Archive for April, 2010
Es hatte sich für den Witzbold nicht ausgezahlt! Ausgerechnet an meinem Geburtstag, 13. Januar, wollte der 44jährige Niederländer Jorge F. ein ganzes Flugzeug erheitern. Der Mann, auf dem Luftweg zwischen Amsterdam und den Niederländischen Antillen, rief, dass eine Bombe an Bord sei. Niemand lachte. Der Pilot von ArkeFly mit 231 Personen landete in Irland. Die Sicherheitskräfte stürmten die Maschine.
Der Mann wurde nun für seine „urkomische“ Aktion zu 27 Monaten Gefängnis verknackt.
Grund für seinen Humor-Anfall: er hatte mit dem Kabinen-Personal um den Preis für eine Flasche streiten müssen. Als er an Bord ging, hatte er sich bereits vier Dosen Bier und eine Flasche Wein genehmigt.
Er bekannte sich schuldig, hoffte somit auf Strafminderung. Weil er aber lt. De Volkskrant bereits 80 mal (!!!) bestraft worden sei, war Richter Donagh McDonagh gnadenlos. Laut Irish Times muss er zwölf der 27 Monate in Irland einsitzen, den Rest kann er wohl in… weiter lesen
Linda de Mol ist eine vielseitige Frau. Sie ist Fernseh-Moderatorin (RTL-Traumhochzeit), Schauspielerin (Frauen aus dem Gooij) und hat eine Zeitschrift mit ihrem Namen: Linda Magazine. Die ist nun in den Schlagzeilen, weil sich Linda & Co der Zuhälterei beschuldigen lassen müssen! Grund: Linda gibt als Abo-Geschenk gleich mal 25 Callboys weg. Wie berichteten selbstverständlich!
Es gibt eine gewisse Empörung. Metje Blak von der Prostitutions-Organisation sagt, das Blatt – also Linda selbst – würde als “Zuhälter” aftreten und redet von “Menschenhandel”. Sie – also Metje (ich habe sie mal vor vielen Jahren interviewt, sie kennt sich aus) – habe natürlich nichts gegen Frauen, die in der Prostitution arbeiten würden, aber Linda habe nun mal keine Zulassung für das Vermitteln einer solchen Tätigkeit. Anders gesagt, es ist jedenfalls nichts zu dieser Nebentätigkeit von Linda… weiter lesen

Brust-Vergrößerung plus Callboy
Was finde ich da im Zug von Schiphol nach Naarden-Bussum? Einen Flyer für eine aberwitzige Aktion der Velthuis-Klinik mit Sitz in Eindhoven, Enschede, Hilversum, Rotterdam und Velp. Weil man 15 Jahre alt geworden sei, werde man 15 Behandlungen kostenlos abgeben. Jetzt kommts:
Botox-Einspritzung (würde 275 Euro kosten), Restyle-Injectable-Behandlung (was ist das? wü´rde jedenfalls 600 Euro kosten), Augenlidkorrektion (1500 Euro) und natürlich eine Brustvergrößerung (4400 Euro).
Nach der Zuhälter-Werbemethode für Linda de Mols Zeitschrift – sie verschenkt Callboys an Abonnentinnen ihres Magazins – ein weiterer diskutabler Akt der niederländischen Werbegeschichte…
NACHTRAG: Als ich den Link zur Klinik mir anschaue, sehe ich doch tatsächlich – Lindas Magazin macht ja bei dieser Aktion mit! Vielleicht gibt es bald eine Kombi-Aktion – Callboys plus Brustvergrößerung.

Malaria-Mücken stechen gefährlich
Amsterdam! Stadt der Grachten, Fahrräder und von Ajax – und jetzt auch, wo mitten am Tag 10.000 Tiere getötet wurden. Nicht in Schlachthäusern, die gibt es in Amsterdam vielleicht gar nicht mehr, sondern: während Jard und ich am Musuemsplein friedlich in Bagel & Beans eben Bagels verputzen, hat in den vergangenen Stunden nur ein paar Straßenbahnstationen (Linien 2 und 5) am Koningsplein ein regelrechtes Massaker stattgefunden.
10.000 Malaria-Mücken wurden erledigt. Allerdings war die Sache anders geplant. Die Stiftung “Malaria No More” hatte die Malaria-Mücken in einer Reklame-Säule eingesperrt. Die sollten irgendwas symbolisieren. Als die Aktion am Sonntag gestartet werden sollte, lagen die 10.000 gefährlichen Viecher allesamt tot in einer Ecke. Offensichtlich konnten sie nicht mit der Farbe des Reklameposters leben!
Anti-Malaria-Kämpfer und Stiftungs-Direktor Arjan Erkel, landesweit bekannt, weil er als Mitarbeiter von “Ärzte ohne Grenzen” im russischen Dagestan mal entführt wurde, meinte… weiter lesen

Linda de Mol verschenkt Callboys
Ist es ein Skandal? Schwer zu sagen, ach, es muss jeder selbst wissen. Jedenfalls vergibt die frühere Traumhochzeit- Moderatorin Linda de Mol nun reihenweise Gigolos! Und zwar 25 “Stück”.
Interessante Frauen müssen lediglich ein Jahresabo ihrer Zeitschrift “Linda” nehmen. Dann gibt es zwei Stunden Sex mit einem Callboy als Prämie. Eine Tasche wäre die Alterative.
Es gibt allerdings Leute, die Linda de Mol deshalb kritisieren. Metje Blaak von der Prosituierten-Organisation “Vakwerk” nennt sie mehr oder weniger eine “Zuhälterin” – und dieses sei gesetzlich verboten.
Ein Jahresabo kostet um die 68 Euro, der Gigolo-Besuch für zwei Stunden um die 450 Euro. Ob Linda die Callboys vorher testet, wissen wir nicht. “Linda” ist eigentlich mehr ein Lifestyle-Magazin und weniger eins aus der Sparte “News to use”.
Bei unserer jüngsten Recherche-Reise für den nächsten Patati&Spijker-Krimi haben wir einige Zeit in Maastricht verbracht, einer wunderbaren Stadt im Süden der Provinz Limburg mit einer Menge kulinarischer Angebote und einer sagenhaften Strafhöhe für’s Parken ohne Parkschein von sage und schreibe 52,40 Euro. In einer etwas unwirtlichen Ecke eines Seitenflügels des Polizeipräsidiums stießen wir dabei auch auf eine Skulptur des heiligen Servatius, die der Bildhauer Han van de Wetering 1981 geschaffen hat.
Die Kirche im Mixa-Zustand
Mir erschien sie sofort wie ein mächtig aktueller Kommentar auf den Zustand der Katholischen Kirche in der Ära von Mixa und Missbrauch: der zerfledderte, angefressene Zustand des Bischofs und dann ein ebenso heruntergekommener Geier auf seinem Kopf (der eigentlich ein Adler sein soll). Traurig, traurig das Ganze. Aber wie sang man bei Alan Parsons Project so furchtbar mainstreamig, aber diesbezüglich ziemlich treffend: “What comes up must come down. What must rise, must fall.“
Geert Wilders hat es ausgesprochen! Er will regieren. Er würde auch eine Minderheits-Regierung aus VVD und CDA unterstützen, auch ganz gern Premier werden.
Dazu: 10.000 neue Polizisten, 10.000 neue Krankenschwestern, 21 Milliarden Euro Einsparungen bei Besamten, EU-Beitrag, Entwicklungshilfe, Militär (JSF-Flieger), Sozialhilfe.
Ja, ein merkwürdiger Vorgang. In den Niederlanden lassen die meisten Parteien ihre Wahlprogramm vom CPB (Zentralen Planbüro) durchrechnen. Und was zeigt sich jetzt? Das CPB, eine Abteilung des Wirtschafts-Ministeriums hat doch mal die Einsparungspläne von CDA und VVD zurück.
Ich finde es komisch, dass politische Parteien ihre Wahlprogramme von Staatsbeamten durchrechnen lassen. Prompt, das wundert mich nicht, bezeichnete das CPB vor allem als Einsparungspläne bei Beamten-Gehältern nicht als realistisch. Sowohl CDA als auch VVD wollten die Beamten-Gehälter an die Inflationsrate anpassen. Das CPB hatte zuvor Einsparungen von 29 Milliarden gefordert, die VVD 20 und CDA 18 Milliarden Euro einsparen.

Morales hat Angst vor Kahlheit und Homosexualität
Nein, diese Populisten. Die kommen auf die verrücktesten Ideen. Nehmen wir mal den Präsidenten Boliviens, Evo Morales. Der hat es jetzt auf niederländische Kartoffeln abgesehen! Er ist sich ganz sicher, dass Kartoffeln aus den Niederlanden “kahl und homosexuell” machen!
Ja, die Erdäpfel aus Holland seien zwar “groß und schön”, würden aber voll Gift sein und auch noch genmanipuliert. Die Folge der wie er sagt “kapitalistischen Diät”: Homosexualität und Kahlheit!
Man müsse sich nur mal die Männer in seinem eigenen Land anschauen – wie er selbst dichte Haarschöpfe. Und in Europa? Massenweise kahle und homosexuelle Männer.

