30.10.2010 von Falk Madeja
Maxime Verhagen (CDA) ist sich sicher: die Regierung in Den Haag “diskriminiert nicht”. Dieser Eindruck kam allerdings auf, als sowohl seine Partei als auch die VVD von Premier Mark Rutte im Jahr 2007 dagegen waren, dass die zwei Staatssekretäre neben dem niederländischen auch den türkischen bzw. marokkanischen Pass hatten. Und nun hat der CDA mit Staatssekretärin Marlies Veldhuijzen van Zanten-Hyllner eine halbe Schwedin in der Regierung.
Tja, ihr Vorteil: Schweden ist halt kein Moslem-Land! Das gab Premier Mark Rutte inzwischen unverholen zu. Die türkische Regierung moserte herum und legt Verhagen noch einmal nach. Man würde “keinen Unterschied machen, ob jemand noch einen schwedischen oder türkischen Pass” habe.
26.10.2010 von Falk Madeja

KLM-Stewardess wegen zu kurzer Haare gefeuert
Die Länge ist eigentlich egal – das hoffen viele Männer, die meisten Frauen bestätigen es. Aber eben nicht alle. Es gibt auch Frauen, die mit der Länge bei anderen Frauen nicht zufrieden sind. Nehmen wir jene neidischen Stewardessen der KLM, die ihre Kollegin aus dem Flugzeug gemobbt haben! Und das alles wegen zwei Millimeter.
Der Fall heißt Ilse Hesselberth. Die 46jährige Stewardess soll wegen zu “extravagentem Haarschnitt” entlassen worden sein, schreibt das Leidsch Dagblad. Ihre Kolleginnen haben sie verpfiffen.
Ein Zentimeter wird bei den Haarschnitt-Taliban der KLM noch geduldet, 0,8 Zentimeter ist zu kurz und du fliegst bzw. du fliegst nicht mehr. Dabei trägt sie Haare so seit 1998. Sie hatte den KLM-Bossen vorgeschlagen, sie könne ja eine Perücke tragen, aber die wollten sie einfach loswerden. Wegen zwei Millimeter Haaren.
24.10.2010 von Falk Madeja

Feyenoord verliert 10:0
Kann sich das einer vorstellen – Schalke gewinnt oder verliert zweistellig gegen den BVB? In den Niederlanden hat es jetzt so einen Fall gegeben. Der PSV Eindhoven vermöbelt den Rivalen Feyenoord Rotterdam mit sage und schreibe 10:0. Feyenoord – einer der drei niederländischen Vereine, die einmal den Europapokal gewannen. Einer der traditionell “Großen Drei”, einst der Klubs mit den meisten Fans im ganzen Land.
Dieser Verein fühlte sich vor einigen Tagen am Rande des Abgrunds. Jetzt sind die Rotterdamer auf ihrer Reise dorthin einen Schritt weiter gekommen. Und zwar auf den 16. Platz. Acht Punkte aus zehn Spielen. Und jetzt eine Riesen-Klatsche – die höchste Niederlage aller Zeiten: 0:10 beim PSV Eindhoven! Ein Resultat, das selbst die Leute schockiert, die Feyennoord nicht mögen.
Trainer Mario Been hatte gesagt, ja, man könne auch absteigen – jeder könne absteigen. Das ist in der Theorie wahr, aber Ajax und… weiter lesen
24.10.2010 von Falk Madeja
Man wird es ja wohl noch versuchen können, werden sich Premier Marek Rutte und der mitregierende Strippenzieher Geert Wilders gedacht haben. Wie das NRC Handelsblad am Wochenende berichtet, haben die VVD und die PVversucht, während der Regierungs-Verhandlungen einen Immunitäts-Status für Geert Wilders herauszuholen. Immunität in Sachen “Massenhetze” – damit der Anti-Islam-Führer nicht mehr für seine Aussagen in Sachen Islam und Moslems verfolgt werden könne.
Jetzt wird auch klarer, was der inzwischen ausgebootete CDA-Mitverhandler Ab Klink damit gesagt habe, Wilders habe ohne Regierungs-Verantwortung “auf der PVV-Orgel spielen” wollen. Mit dem durch die Immunität verschafften Freibrief hätte er natürlich ohne juristischen Druck voll loslegen können. Macht er natürlich sowieso. Allerdings hatten die Christdemokraten sich dann aber quer gelegt (Recht auf Meinungsfreiheit solle nicht schwerer wiegen als andere Menschenrechte) und das Justizministerium, wo die Lex Wilders geprüft wurde, riet ab.
Organisationen wie “Niederlande bekennt Farbe” und dem “Landesrat der Marokkaner” sollen lt. Algemeen… weiter lesen
24.10.2010 von Falk Madeja
Hübsche Überschrift auf der Website des Algemeen Dagblad: “Wilders will, dass Israel Jordanufer vollbaut”. Genauer gesagt geht es um einen Twitter-Einsatz von Geert Wilders in Nahost. “Judäa und Samaria sind Israel, also um so mehr israelische Siedlungen um so besser,” twitterte er.
Die niederländische Regierung ist allerdings bislang anderer Meinung – ob die neue, von ihm abhängige Regierung seine Meinung teilt, interessiere Wilder “überhaupt nicht”. Es werde nur einen palästinensischen Staat geben, Jordanien.
Auf dem Westlichen Jordanufer leben 2,2 Millionen Palästinenser und 300.000 Israelis. Sollte es einen Staat Palästina geben, dann müssten sich Israelis und Palästinenser über Grenzen einigen. Der Häuserbau, so meinen Kritiker der israelischen Siedlungs-Politik, soll eben schwer zu beseitigende Fakten schaffen.
23.10.2010 von Falk Madeja
Nicht jeder Einsatz der Polizei kann gelinge, doch diese Verhaftungs-Aktion der Polizei in Rotterdam wirkt, als ob er für Switch Reloaded produziert wurde… Was der beinahe unverhaftbare Mann angestellt hat, wird hier nicht deutlich.
23.10.2010 von Falk Madeja
Ich sitze in Hilversum im Cafe Bagels and Beans und muss auf der Titelseite der Zeitung “De Gooi- en Eemlander” eine seltsame Geschichte lesen. Die einem Mann aus Hilversum passiert ist, genauer gesagt einem zwei Meter großen Mann namens Marco Ekema. In dieser Geschichte ist schon wichtig, wie lang er ist…
Seine Frau, die Hilversumer Blumenhändlerin Aleida Derks, erzählt. Ihr Mann ist also vom Dach des Blumenhandels “Botanica” gefallen und hatte sich schwer verletzt. Weshalb er zum UMC-Krankenhaus in Utrecht gebracht wurde. Dort schaute sich das medizinische Personal die Sache an, fand, ach nicht so schlimm, verabreichte Schmerzmittel – und trotz des Protestes der Ehefrau, Schwägerin und Schwager wurde der zwei Meter lange Mann in sein Auto gestopft. Und das in Unterhosen, denn man hatte dem Opfer seine Kleidung aufgeschnitten und Ersatzkleidung war nicht da.
Einmal zu Hause mühten sich fünf Leute, den zwei… weiter lesen
23.10.2010 von Falk Madeja
Ein Mann namens Joop van Ooijen aus dem niederländischen Giessenburg hat sich vor dem Richter durchgesetzt – er darf die Riesen-Buchstaben auf seinem Dach “JEZUS REDt” behalten. Er hatte bislang 4000 Euro an Strafen dafür bekommen und dann trickste er die Gemeinde einfach aus.
Die Sache war inzwischen beim Richter in Dordrecht gelandet. Nun zum Trick. Erst waren die Buchstaben mit “JEZUS REDT” weiss, nun sind sie orange und rot! Pech für die Gemeinde, Glück für den religiösen Kämpfer. Er kam damit durch, der Richter sagte, er sei ihm ja nicht verboten seine Botschaft in einer anderen Farbe anzupreisen. Der Streit dauert schon zwei Jahre, nun muss die Gemeinde sich was Neues einfallen lassen…
22.10.2010 von Falk Madeja
Ja, Hockey ist in den Niederlanden ein echter Volkssport – - und dann passieren solche Dinge. Im Auftrag von Björn Borg.
22.10.2010 von Falk Madeja