31.01.2011 von Falk Madeja
Führer denken immer, ihre Weisheit sei unbegrenzt – so auch Geert Wilders. Kurz vor den Provinz-Wahlen am 2. März, bei denen sich entscheidet, ob die amtierende Regierung auch im Senat eine Mehrheit hat, erliess der blondierte Anti-Islam-Aktivist ein Sprechverbot für mehr als 100 seiner Kandidaten! Nur die Spitzenkandidaten dürfen sich gegenüber Journalisten äußern, alle anderen haben strikt den Mund zu halten.
Die politische Konkurrenz ist sauer. Jan-Jacob van Dijk, Spitzenkandidat für den CDA in der Provinz Gelderland sagt, wie könne der Wähler den PVV-Kandidaten vertrauen, wenn Wilders selbst denen nicht vertrauen würde. Gute Frage – keiner der 100 PVV-Kandidaten wurde von Geert Wilders als würdig erachtet, Mitglied seiner Partei zu werden. Co Verdaas – gleiche Position für die PvdA in Gelderland – fühlt sich an Ägypten oder Saudi-Arabien erinnert.
Wilders nennt die entsprechende Kritik lt. Algemeen Dagblad “Unsinn”, aber reden dürfen seine Leute noch immer nicht.
29.01.2011 von Falk Madeja

Rutte findet Telefon im Klo
Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte scheint ein Glückskind zu sein. Seine fragile Regierungskonstruktion aus seiner VVD, dem CDA und der Gottseinichtbeiuns-Partei von Geert Wilders hält noch immer noch immer – und wenn bsw. die PVV bockt, dann springen halten die Linken und Beinah-Linken von GrünLinks, D66 und Christen-Union bei!
Jetzt ist dem bekanntesten Junggesellen des Landes sein Telefon ins Klo gefallen – und es funktioniert immer noch. Er krempelte die Ärmel hoch und holte das Gerät aus der Klo-Schüssel. Geistesgegenwärtig riss er den Aku aus dem Blackberry und dann trocknete er das Teil stundenlang. Sein Glück, denn auf dem Telefon stehen zig Telefonnummern (Obama, Merkel, Westerwelle und Wilders zum Beispiel) und was, wenn er auf eine SMS von Geert Wilders nicht rechtzeitig reagieren würde? Genau, dann gäbe es mächtigen Ärger!
Quelle: AD
29.01.2011 von Falk Madeja

Niederländerin im Iran getötet
Ein traurige Nachricht. Die Autoritäten im Iran haben wieder einmal Schreckliches angestellt. Einen Menschen ermordet. Eine Frau aufgehängt. Eine Frau aus den Niederlanden. Zarah Bahrami. Sie war im Jahr 2009 im Iran auf Familienbesuch, demonstrierte gegen das Regime. Schließlich wurde sie verhaftet, es gab irgendeine Anklage wegen Drogen. Ob da was dran war, kann ich nicht beurteilen.
Aber ich bin sowieso gegen die Todesstrafe, und sowieso gegen das Terror-Regime in Teheran.
Das Opfer hatte die doppelte Staatsbürgerschaft. Doch das Regime in Teheran hatte ihre niederländische Staatsbürgerschaft nicht anerkannt. Nach dem Motto “einmal Untertan der Mullahs, immer Untertan der Mullahs”. Die niederländische Regierung hatte vergeblich probiert, etwas in der Angelegenheit auszurichten, in letzter Minute noch zwei iranische Anwälte angeheuert. Aber es half nichts. Teheran hat wieder einen einen Menschen ermordet. Eine traurige Nachricht.
UPDATE: Im Iran hat der Staat im vergangenen Jahr 243 Menschen ermordet (die Zahl ist… weiter lesen
28.01.2011 von Falk Madeja
Schon erstaunlich – der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hat doch tatsächlich seinen Plan, 545 Polizei-Trainer nach Afghanistan zu schicken, durchs Parlament bekommen. Erstaunlich – denn Geert Wilders stimmte dagegen. Stärker noch: Geert Wilders hatte Rutte davor gewarnt, diese Angelegenheit vor den Provinz-Wahlen am 2. März überhaupt zur Debatte zu stellen – er wollte den möglichen Wahlerfolg nicht gefährden. Denn nur wenn VVD (Rutte), CDA (Verhagen) und PVV (Wilders) über die Provinzwahlen in der Ersten Kammer (dem Senat) die Merheit bekommen, können sie effektiv regieren.
Rutte hatte Wilders daraufhin vorgeworfen, der betreibe “alte Politik”. Es schien so, als ob es zwischen Rutte und Wilders erste Anzeichen von Unstimmigkeiten geben würde.
Es war klar, dass die Sozialdemokraten unter Job Cohen gegen die Mission stimmen würden. Die PvdA hatte an der Afghanistan-Frage bereits die letzte Regierung aus CDA, PvdA und ChristenUnion platzen lassen. Rütte hätte also ohne diese… weiter lesen
27.01.2011 von Falk Madeja
In den Niederlanden gab es im vergangenen Jahr 170 Morde, ob dieser hier schon dazu gehört wissen wir rein rechentechnisch nicht. Jedenfalls dürfte dieser Mord zu den eher ungewöhnlichen gehören. In der Provinz Zeeland soll eine 54jährige Frau ihren Mann mit Haarwuchsmittel ermordet haben.
Seit Oktober sitzt die Verdächtige in Untersuchungshaft, erst jetzt kam die Polizei der mutmaßlichen Ursache auf den Grund. Nämlich auf den Grund einer Liquer-Flasche und eines Glases – die Frau soll ihrem Mann das Haarwuchsmittel heimlich da hineingekippt haben. Und offensichtlich kann man davon sterben.
27.01.2011 von Falk Madeja

Polizeihund bellt schon mal
Diesem Einbrecher in Den Haag reichte ein Blick “auf die Instrumente”! Der 35jährige Mann hatte sich in ein Bürogebäude in der Casuariestraat geschlichen, doch Sicherheitsleute hatten ihn gesehen. Die riefen die Polizei, die promt mit zwei Hunden anrückte. Die bellten, und das reichte dem Räuber. Aus Angst rief er die Polizei an und sagte, er würde ja freiwillig hearauskommen, wenn nur jemand die schrecklichen Hunde wegholen würde. So geschah es.
26.01.2011 von Falk Madeja
Als ich vor Jahren mal in Amsterdam in einem Cafe beklaut wurde, konnte der Eigentümer des Cafes über am Eingang aufgenommende Bilder den Dieb im Prinzip identifizieren. Als wir das Material der Polizei übergeben haben, reagierte eine Polizistin sauer. Wir würden die Privatsphäre des Diebes verletzen!
Zeiten verändern sich, so auch bei der Polizei. Niederländische Ordnungshüter twittern, und sie arbeiten via YouTube. Mit eben solchen Bildern, wie wir sie angeschleppt hatten. Die Polizei in Groningen stellt seit Mai 2010 Bilder von Überfällen auf YouTube ein, und siehe da: von 17 eingestellten Fällen konnten acht gelöst werden. Überfälle auf Tankstellen und auf Taxifahrer konnten aufgeklärt werden, und ein Militär wurde erkannt, der eine Drogerie überfallen hatte. Entweder die Räuber wurden von Nachbarn identifiziert oder sie stellten sich gleich selbst.
Mit dem hier zu sehenden Video sucht die Polizei Kriminelle, die in Helmond eine Wohnung überfallen haben, um bei dem dort Wohnenden die… weiter lesen
25.01.2011 von Falk Madeja

Fußballer beim Pinkeln
Die niederländischen Fußballer! Scheinbar machen ziemlich viele von ihnen Ärger. Ruud van Nistelrooy ist bockig und will beim HSV nicht verlängern, Nigel de Jong spielt eigentlich lieber Karate als Fußball und dann taucht wie aus dem Nichts ein Mann namens Willem Semler in den Schlagzeilen auf! Der 40jährige aus Kwadijk hat nämlich aus sensationellen Gründen eine Rote Karte bekommen.
Er hat nämlich während es Spieles gepinkelt. Semler ist sauer. Seiner Meinung nach gibt es nämlich keine Regel, die das Pinkeln während des Spiels verbietet, sagte er dem Noordhollands Dagblad. Selbst wenn es so wäre, dann: “Ich stand im Feld und – um es nett zu sagen – das Körperteil, mit dem ich pinkel, hing über der Kette, die das Feld abgrenzt.” Dennoch droht ihm jetzt eine längere Sperre, schreibt u.a. De Telegraaf.
Wir von Meine Güte rechnen jetzt nicht unbedingt mit einem Transfer Semlers zu… weiter lesen
25.01.2011 von Falk Madeja

Schule ohne Kopftuch
Der Streit um Kopftücher in den Niederlanden – er geht weiter! Zunächst einmal hat Hero Brinkman, Spitzenkandidat von Geert Wilders für die Provinzwahlen in Noordholland, Kopftuchverbote für das Provinzhaus und sogar für Busse gefordert. Der PvdA-Politikerin Fatima Elatik aus Amsterdam, die ein Kopftuch trägt, wollte er praktisch Hausverbot für das Provinzhaus in Haarlem erteilen. Die PvdA erklärte daraufhin, dass sie mit der PVV nicht zusammen in der Provinz regieren wolle und der CDA fiel zu Brinkmans Vorstoss nur ein, der Mann sei “durchgeknallt”.
In Utrecht hat das Gerrit Rietveld College ein Kopftuchkonflikt. Die Schule wollte neue Regeln für das Tragen von Kopftüchern einführen. So sollen ismalische Mädchen zwar ein Kopftuch tragen dürfen, Kind und Augenbrauen müssten aber unbedeckt bleiben. 50 Mädchen weigerten sich, der Vorschrift zu folgen und so landete der Fall vor der Commissie Gelijke Behandeling (CGB). Die gab… weiter lesen
24.01.2011 von Falk Madeja

Haifischflossen-Suppe in der Haager Kritik
In der Gemeinde Den Haag rumort es. Es geht um das Essen im “Betriebsrestaurant” der Gemeinde Den Haag. Der “Partij voor de Dieren” (Tierpartei) war aufgefallen, dass es dort Haiflossensuppe gab! Promt forderte die Tierpartei, dass die Suppe nicht mehr aufgetischt wird. schließlich seien die Tier ja geschützt.
Dien Antwort war seltsam. Das Rathaus teilte mit, dass in der fraglichen Suppe überhaupt kein Hai-Fleisch enthalten sei. Genauso wenig wie in der Königin-Suppe keine Königin sitzen würde! O.k., die Tierpartei wollte dann auch noch allerlei Fischgerichte mit Forelle, Makrele, Thunfisch verbieten, aber die bleiben ganz einfach auf der Speisekarte.