31.08.2011 von Falk Madeja

Der Nasenbiss von Rotterdam
Er war gerade aus dem Gefängnis freigelassen worden – und rasend schnell betrunken. Der 40jährige Mann aus Rotterdam namens Jan van D. tauchte voller Eifersuchtsgefühle vor der Wohnungstür seiner Ex-Freundin, der 53jährigen Heike aus Deutschland, auf. Und zwar in der Heemraadssingel in Rotterdam-West.
Er schmiss ein paar Fenster ein und verschaffte sich Zugang zur Wohnung seiner Ex-Partnerin. Er wollte einen Kuß, aber als die ahnungslose Deutsche ihm ihren Kopf zuneigte biss er ihr die halbe Nase ab. Sie blutete wie am Spieß. Die Polizei hatte alle Hände voll zu tun, um den “Nasenbeisser” (Algemeen Dagblad) zu überwältigen. Schließlich musste Polizeihund Paco eingreifen – auch er biss zu. Und zwar in den Arm des Mannes. Woraufhin er ins Krankenhaus musste.
Das Opfer muss auch ins Krankenhaus. Am Mittwoch wollen die plastischen Chirurgen retten, was noch zu retten ist. Bis dahin muss Heike Schmerzmittel schlucken.
31.08.2011 von Falk Madeja

Schüsse auf der Autobahn
Berlin hat seine brennenden Autos, in den Niederlanden wird auf Autos geschossen. Und zwar auf Autobahnen. Seit Anfang August verzeichnete die Polizei sage und schreibe 38 Schüsse auf fahrende Autos. Keiner weiss, wer die Täter sind, keiner weiss, warum sie schiessen. Aber es geschieht, fast jeden Tag.
Heute auf der A 1 bei Baarn, gestern auf der A 20 bei Rotterdam und auf der A 4 bei Leidschendam. Täglich kommen zwar dutzende Tips herein, aber die Polizei hat noch keine Spur. Jetzt wurden 10.000 Euro zur Belohnung ausgelobt.
30.08.2011 von Falk Madeja

Zelle für Riesen
Diese Geschichte erinnert mich ein bisschen an die mit dem Märchen, in dem der Riese Gulliver von lauter Zwergen gefesselt und gefangen genommen wird. In den Niederlanden gibt es nun einen ähnlichen Fall. Ein Riese, der gefangen ist und der gern gefesselt werden würde! Doch anders als im Märchen muss hier ein Gericht entscheiden, und das befindet sich nicht in irgendeinem fernen Märchenreich sondern in Den Haag.
Der Reihe nach. Es handelt sich um einen 2,07 Meter großen und 240 Kilogramm schweren Gefangenen, von dem nicht bekannt ist, wo er genau einsitzt und was er getan hat. Bekannt ist, dass er der Gefängnisleitung mit immer neuen Forderungen auf den Geist geht. Stühle seien zu klein, das Bett auch etc. Stuhl und Bett hat die Gefängnis-Direktion bereits angepaßt, es liegen auch zwei Matratzen übereinander – aber der riesige Gefangene hat noch nicht… weiter lesen
30.08.2011 von Falk Madeja

Harry Mens und der Kuhfladen-Pulli
Das sonntägliche TV-Programm “Business Class” auf RTL 7 gehört ohnehin schon zu den Kuriositäten des niederländischen Fernsehens. Der Immobilien-Makler Harry Mens hat sich hier sein eigenes Refugium geschaffen, seit mehr als zehn Jahren sind hier Geschäftsleute, Politiker und manchmal auch ganz windige Leute zu Gast. Viele sagen, zu den windigen Leuten gehört vor allem der Moderator Harry Mens selbst.
Es gilt als offenes Geheimnis, dass seine Gäste zuweilen ziemlich viel Geld auf den Tisch legen, um Gast in der am Sonntag Morgen um 11:00 Uhr ausgesendeten Show sein zu können. Vermutet wird, dass RTL an dieser Sendung keine Kosten hat – der Moderator sorgt für die Produktionskosten und bekommt dafür Reklame für sich selbst. Und die Gäste wissen, dass sie garantiert keine kritischen Fragen zu erwarten haben.
Die Sendung schrammt ein ums andere Mail an diversen Peinlichkeitsgrenzen entlang. Dennoch erregte jetzt ein… weiter lesen
30.08.2011 von Falk Madeja

Scheisshaufen auf der Straße
In den Niederlanden liegt nicht nur Geld auf der Straße, in fast allen Städten auch Scheisse. Wer jetzt denkt, diese komme wie etwa in Berlin oder Wien von Hunden, wie in München von Tauben – der hat nur teilweise recht. Eine Untersuchung der Dierenbescherming (Tierschutz-Verein) ergab nun, dass ein Fünftel aller braunen Auswürfe in Amsterdam von Menschen stammt!
Bei den Menschen handelt es sich meist um Touristen (wahrscheinlich vor allem aus England) sowie Obdachlosen und Drogensüchtigen. Und deren Kot ist nun wiederum ausgerechnet für Hunde gefährlich – Hunde, die an Coprogafie leiden würden.
Sie essen also Menschenhaufen, und das ist gefährlich, denn sie können Reste von Drogen enthalten, schreibt De Telegraaf. Irma de Vries, Toxikologin vom Universitair Medisch Centrum Utrecht, bestätigt das. Vor allem kleine Hunde seien in Gefahr!
30.08.2011 von Falk Madeja

Thalita van Zon im Playboy
Ja, Deutschland plagt sich mit einem Außenminister namens Guido Westerwelle, der sich im UN-Sicherheitsrat namens Deutschland in Sachen Libyen blamierte. Nun klebt er an seinem Stuhl, er will nicht einsehen, dass er etwas falsch gemacht hat. Und in den Niederlanden gibt es den Fall Thalita van Zon, und auch bei ihr ist unklar, ob sie in Sachen Gaddafi-Clan einsichtig ist.
Wer eigentlich ist Thalita van Zon, die in den niederländischen (und inzwischen auch englischen) Medien seit Tagen eine prominente Rolle spielt? Nun, sie ist ein 39jähriges Ex-Fotomodell (Playboy), die dem Gaddafi-Clan “auf der Matraze” diente, schreibt das populäre Weblog Geenstijl. Genauer gesagt einem der Söhne des Diktators, Mutassim. Der schüttete sie mit Geld, Schmuck, Luxus-Taschen und allerlei Jetset-Erlebnissen voll und nun stellt sich die Frage, ob sie nun eigentlich wirklich ein Ex-Modell oder doch eher ein Call Girl war oder ist. Zumal sie auf den… weiter lesen
29.08.2011 von Falk Madeja

Geld auf der Straße bei Maastricht
Bei Maastricht ist heute ein Wunder geschehen! Das müssen wohl zahlreiche Autofahrer in der südlichen Provinz Limburg gedacht haben, als es dort gegen 10:00 Uhr auf der A2 bei Maastricht heute regelrecht Geld regnete.
Das Geld stammt aus einem Geldtransporter, bei dem plötzlich die Tür aufsprang. Und dann wehte der Wind die Geldscheine nur so durch die Gegend. Ein zufällig anwesender Reporter des TV-Senders NOS sah, wie die Auto bremsten und die Menschen sich auf die Geldscheine stürzten. Angeblich soll nur ein einziger Geldsammler der hinzuschnellenden Polizei einen Geldschein ausgehändigt haben. So ist noch unklar, wieviel Geld nun auf der A2 sozusagen in Volkseigentum übergegangen ist. Ursprünglich sollte die Reise zu einem Geldautomaten gehen – der wird heute aber wohl leer bleiben…
28.08.2011 von Falk Madeja

Grunberg goes Porno
Über Porno, so scheint es, ist wahrscheinlich schon alles gesagt worden, der Schriftsteller Arnon Grunberg denkt allerdings, dass noch nicht alles geschrieben worden ist. Darum will er sich auf die Suche nach Porno-Produzenten und -Konsumenten machen. Am 9. November will er dann auf einem Symposium in Utrecht davon berichten, teilte er mit.
Er sei interessiert in die Erfahrungen von Amateur-Porno-Produzenten, Profis könnten ihm von der wirtschaftlichen Seite des Geschäftes erzählen. Seine Texte nennt er selbst “literarischen Journalismus”. Zuletzt habe ich ein Buch von ihm gelesen, in dem er auf lustige Weise von seinen Erfahrungen als Zimmerjungen in Österreich, Ober in einem schweizer Zugrestaurant, der Führung der niederländischen Pädophilenpartei und niederländischen Soldaten in Afganistan berichtet.
26.08.2011 von Falk Madeja
Der öffentlich-rechtliche Sender VPRO zeigt am 1. September eine Show, in der fünf abgewiesene Asylbewerber zwischen 15 und 24 Jahren um eine Art “Rückreisekasse” in Höhe von 4.000 Euro kämpfen werden. Darunter ein ursprünglich aus dem Kamerun stammender Luftfahrttechnik-Student und eine Slawistik-Studentin, die nach Tschechenien zurück soll.
Die Sendung heißt ”Weg van Nederland”, ein Wortspiel. Es bedeutet einerseits “Weg aus den Niederlanden” und andererseits auch “Verrückt auf die Niederlande”. Die Asylbewerber haben alle Instanzen für ihren Antrag durchlaufen, sind größtenteils in den Niederlanden aufgewachsen – und doch müssen sie weg.
Ein VPRO-Sprecher sagte, die Show sei am Rande der Respektlosigkeit – und dennoch könnten die Zuschauer sehen, wie die Kandidaten Respekt erzwingen würden. Sie müssen bsw. sehr gut niederländisch sprechen können. Ein Lernprozeß, in dem der individuelle Asylbewerber genau wie der niederländische Staat investiert hat – trotzdem werden die Asylbewerber abgeschoben.
Die Sendung wird zunächst einmalig in der Serie TV Lab… weiter lesen
25.08.2011 von Falk Madeja
Das ist wirklich dumm gelaufen! Ein Dieb aus Hilversum wurde ausgerechnet von einem Papagei überführt – den der Mann vorher selbst gestohlen hatte. Und das ging so. Der Eigentümer des Vogels bekam einen Tipp, dass der Papagei auf einem Tiermarkt in Barneveld zum Kauf angeboten werde. Er informierte die Polizei.
Gemeinsam gingen Vogelbesitzer und Ordnungshüter zum Markt. Dann riefen sie den Namen des Vogels, der sich promt meldete! Der Dieb war überführt. Bei dem 30jährigen Dieb zu Hause fanden sich weitere Vögel, die gestohlen waren. Ingesamt geht es um 70 Vögel.