Michelle Martin, Partnerin des belgischen Mädchen-Mörders Marc Dutroux sollte 30 Jahre ins Gefängnis – aber das möchte sie nicht. Seit 1996 sitzt sie ein. Die Frau, die bevorzugte ihre Hunde statt der im Keller gefangenen Kinder Essen zu geben und somit verhungerten, will eine Zelle im Kloster. Nun schien sie ihre Freilassung erreicht zu haben. Doch nun legt die Staatsanwaltschaft Berufung ein – besser gesagt geht in Kassation. Sie bleibt erst mal hinter Schloss und Riegel.
Archive for Juli, 2012
Michele Martin, Komplizin und Frau des belgischen Kinder-Mörders Marc Dutroux, will aus dem Gefängnis und in ein Kloster. Im Jahr 2004 bekam sie 30 Jahre Gefängnis, ab 1996 war sie verhaftet. Das Gericht in Mons beschloss nun, dass die 30 Jahre keine 30 Jahre sind.
Dutroux entführte sechs Kinder, Julie und Melissa verhungerten in seinem Keller, An und Eefje starben. Martin wusste davon. Der Fall hatte Belgien damals tief aufgewühlt. Martin, vermute ich, wird nicht einfach so ins Kloster gehen können. Dazu ist zuviel passiert. Angehörige der Opfer sind entsetzt.
Es soll wohl ein Kloster in der Nähe von Namen werden, oder eines in Frankreich.
In den Niederlanden ist die Lösung für das Problem mit seltenen Krankheiten gefunden worden. Jedenfalls denkt das CVZ (College voor Zorgverzekeringen, Beratungsorgan der Regierung) an die ultimative Lösung. Statt die seltenen Krankheiten, die häufig nur dutzende Menschen pro Land betreffen, aussterben zu lassen, kann man ja auch die betreffenden Menschen sterben lassen. Mensch tot, Krankheit tot! Nachdem die CVZ-Menschen auf diese in ihren Augen geniale Lösung kamen, tanzten sie tagelang Polonaise! In ihrem Büro-Gebauede, auf Friedhöfen, als Gäste im Finanzministerium!
Denn es geht um Geld. Die Behandlung seltener Krankheiten wie Pompe (Muskelkrankheit, 115 Patienten in NL) oder Fabry (Stoffwechselkrankheit, 60) kostet pro Jahr zw. 200.000 und 700.000 Euro im Jahr pro Mensch. Es gibt auch Krankheiten, wo die Pharma-Industie aus Kosten-Gründen nicht mal mit der Entwicklung eines Medikamentes beginnt. Ich kenne so einen Fall in den Niederlanden, eine Muskelerkrankung eines Kindes.
Das CVZ hat aber die Lösung. Die Menschen mit… weiter lesen
Das Gericht in Leeuwarden hat einen Kriminellen zu sechs Jahren Gefängnis und 950.000 Euro Schadenersatz an eine Frau bestraft, die er sieben Jahre zur Prostitution gezwungen hat. In der Urteilsbegruendung war von Sklaverei und Menschenhandel die Rede.
Es war fürchterlich. Der Mann schlug das Opfer regelmaessig mit einem Stock bzw. dem Gürtel, brannte Zigaretten auf ihrem Koerper aus, vergewaltigte sie anal, setzte sie im Winter nackt auf die Strasse.
Er selbst kassierte auch noch Sozialhilfe und investierte sein Geld in Immobilien in Marokko.
Das Gericht taxierte die Strafsumme auf 500 pro Tag. Ehrlich gesagt habe ich Zweifel, ob dieser Mann das Geld bezahlen wird. Und ich hoffe, dass der Frau wie auch immer geholfen werden kann. Nur wie? Sie hat einen entsetzlichen Albtraum hinter sich.
Seit Jahren versucht er mit neurotischen Filmen die Welt zu veröden – Woody Allen hat seinem filmischen Leiden ein neues Kapitel zugefügt. Er versuchte, die Stadt Amsterdam, sagen wir mal klipp und klar, zu erpressen. 14 Millionen Euro! Sonst wolle er an der Amstel keinen Film drehen, nein, nein, nein!
Er wolle einen voll gefüllten Subventionssack, sonst laufe da nichts. Die Gemeinde Amsterdam sagte, dass er den Sack Geld nicht bekommen werde. Er sei aber trotzdem willkommen.
Es hat etwas Unheimliches. Die Krise um den Euro scheint wg. Griechenland und so zu eskalieren, doch die Haager Politik macht Urlaub. Bis zum 12. August. Nur Wilders, schreibt Hp/de Tijd, soll in Den Haag herumgeistern. Mit Bewachern und so. Die Politik-Talkshows sind nicht mehr zu sehen. Eine neue von WNL (Schlafende Niederlande, vom Telegraaf-Konzern für das Sommer-Steuerfernsehen produziert) flopt total, obwohl Wilders anrueckte. Unheimlich. Dabei stehen uns große Ereignisse bevor.
Willem Holleeder, niederlaendischer Mega-Ganove, bekommt für seine Kolumne in der Zeitschrift Nieuwe Revu wahrscheinlich einen Betrag von 250.000 Euro. Der Entführer, Erpresser etc. soll jede Woche irgendeinen kriminellen Schrift-Kram absondern. Frans Lomans von der Zeitschrift Panorama – die sich als Konkurrent sieht und doch im gleichen Verlag erscheint – nannte die Zahl. Erst habe Holleeder für Panorama schreiben wollen. Doch Panorama wollte lieber weiter kritisch über Holleeder berichten und sagte ab.
Die Behörden werden Holleeder allerdings das Geld nicht gönnen. Sie wollen 18 Millionen von ihm. Der Verlag wird seine Euros dann vielleicht in Koffern transportieren…

Holleeder hat die Nase
Ja, er tut es! Willem Holleeder geht mal wieder dorthin, wo es weh tut. Zur Zeitschrift Nieuwe Revu! Der Entführer des Biermagnaten Freddy Heineken, Erpresser, undurchsichtigster Scooter-Fahrer von Amsterdam-Oud-Zuid – er schreibt tatsächlich in der Zeitschrift Nieuwe Revu ab September eine Kolumne. Themen sind noch unbekannt, es wird wohl um Entführungen, Erpressungen, geheime Geheimnisse, Morde und derlei Dinge gehen. Wo sonst sollte er sich auskennen! Viel Honorar wird nicht übrig bleiben, da der Staat noch so 18 Millionen Euro von ihm haben will.
Erik Noomen, Chefredakteur, sagt allerdings, dass es eine Einschränkung gäbe. Wenn Holleeder wieder etwas ausgefressen habe, dann sei Schluss. Ab dem 5. September will der Kriminelle loslegen. Versuche von Gegendarstellungen könnten lebensgefährlich werden.
Der ganze Vorgang mutet an, als ob Al Capone in der… weiter lesen

Holleeder will Publizist werden
Willem Holleeder, Entführer des Bierbrauers Freddy Heineken, Erpresser und sonst noch was, soll Kolumnist bei der Zeitschrift Nieuwe Revu werden. Mit Geert Wilders teilt er sich Hollands bekanntesten Bargeld-Advocaten, Bram Moszkowicz. Teilte. Teilt. Genau weiß man es nicht.
Worüber Holleeder schreiben wird und was er bekommt ist noch unklar. Natürlich will er viel. Ich habe zweimal für die Nieuwe Revu geschrieben, und habe auch relativ viel bekommen. Aber heute sind die Zeiten anders. Härter.
Worüber wird der Mega-Ganove schreiben? Über seine Opfer? Opfer aus der Vergangenheit, der Gegenwart, der Zukunft?
Er hat die gesamte Redaktion (nach Einsparungen nicht mehr so groß) für die Verhandlungen entführt, sagen bestimmte Kreise, die nicht einschlägig genannt werden möchten. Die Redakteure werden gerade monetär überprüft, dabei geht es entsprechend herzlich zu. Der Mutter-Verlag, riesig, abhängig von zwei Frauen-Zeitschriften (Libelle, Margriet), heißt Sanoma und hat seinen Hauptsitz in Helsinki.

Polizei pinkelt
Manche Menschen sind gleicher als gleich – so wie dieser Ordnungshüter! Bei dem “Vierdaagseparcours” (Viertage-Wandergang bei Nimwegen) bekommen sogenannte “Wildplasser” (“Ins-Wilde-hinein-Pinkler”) 90 Euro Strafe. Er aber nicht. Er ist schliesslich Ordnungshüter. 38.124 haben die Wanderung geschafft. 41.472 waren angetreten.