Badr Hari-Affäre: Leon de Winter greift ein

Leon de Winter

Leon de Winter

Für den Schriftsteller Leon de Winter ist der Kickboxer Badr Hari eine “Perle der Gesellschaft” – für andere ein “Monster”. An der Kampfmaschine aus Amsterdam scheiden sich die Geister. Vor allem nach dem Badr Hari in der Amsterdam Arena den Geschäftsmann Koen Everink übelst verprügelt hatte, weshalb er nun wg. versuchten Totschlags vor dem Kadi steht. Wie wir berichteten wurde er am Freitag aus der Untersuchungshaft entlassen und am Montag nach vier Verstössen gegen Auflagen gleich wieder verhaftet.

Leon de Winter wirft sich jetzt mit einer Kolumne in der Zeitung De Volkskrant für seine Perle in die Bresche, wie er schreibt als “Rotjood voor de kutmarokkaan”, frei übersetzt als “Scheiss-Jude für einen Scheiss-Marokkaner”. Alles sei nur eine Rache-Aktion der Staatsanwaltschaft. Die Zeugen, die Badr Hari getroffen hatten, hätten nicht mal gewußt, dass sie Zeugen seien.

Badr Hari sehe gut aus. Sei klug. Habe eine “prächtige Freundin mit Cruijff als Nachnamen”. Der Vorfall habe nur 18 Sekunden gedauert. Badr Hari würde als gewissenloser Marokkaner bezeichnet. Kurzum: alles nicht mal halb so schlimm, Rassismus und so.

Die Wahrheit ist: Badr Hari wird nicht nur ein Delikt ausserhalb des Rings nachgesagt, es sind acht. Und es gibt Videos, wie er in seinen Kickbox-Kämpfen Gegner selbst dann noch bearbeitet, wenn die am Boden liegen.

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