Archive for the ‘Amsterdam’ Category

12.03.2010 von Falk Madeja
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Wouter Bos zurückgetreten

von Falk Madeja

Nächster Politiker zurückgetreten! Diesmal handelt es sich um den sozialdemokratischen Ex-Finanzminister Wouter Bos. Er galt als Spitzenkandidat der PvdA für die Wahlen am 9. Juni. Sein Rücktritt kommt doch überraschend. Er gab “private Gründe” an. Er hat drei junge Kinder und die wolle er aufwachsen sehen, sagte er.

“Freund und Feind” sind vollkommen überrascht, schreibt De Telegraaf. Für die PvdA käme der Rücktritt wie aus heiterem Himmel. (Obwohl der PvdA-Himmel momentan gar nicht so heiter ist.)

Wahrscheinlich ist allerdings, dass seine Partei, die PvdA, bei den Wahlen am 9. Juni nicht gut abschneiden wird und er deshalb schon mal vorsoglich zurückgetreten ist. Die PvdA hatte die letzte Regierungs-Koalition mit CDA und Christenunion in einem Streit über die Afganistan-Politik gesprengt – sie wollte den Abzug der niederländischen Truppen, die beiden christlichen Parteien nicht.

Der Amsterdamer Bürgemeister Job Cohen könnte sein Nachfolger werden. Jedenfalls nannte Bos seinen Namen und Cohen will heute eine Pressekonferenz… weiter lesen

13.01.2010 von Falk Madeja
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Niederlande: Rechtssystem schlechter als in Nordkorea?

von Falk Madeja

Das sagt jedenfalls Geert Wilders, nachdem am Mittwoch in Amsterdam der – wie er sagt – “politischer Prozess” gegen ihn begann. Er fühlt sich politisch verfolgt, die Meinungsfreiheit sei unter Druck. Die Staatsanwaltschaft sei weiter gegangen als in der ursprünglichen Anklageschrift und ausserdem sei es im Gerichtssaal nicht wärmer als zwei Grad gewesen.

Ob Geert Wilders wirklich schon mal in Nordkorea war? Man weiss es nicht. Manche sagen allerdings, dass zwei Grad eine erhebliche größere Wärme sei, als der PVV-Führer unseren Freunden aus dem Orient entgegenbringt. Scherz beiseite. Wir berichten weiter (sollten wir die Zeit dazu haben).

 

08.01.2010 von Falk Madeja
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Deutscher Botschafter bei niederländischem Totengedenktag?

von Falk Madeja

Das wird gerade in den Niederlanden heftig diskutiert. Am 4. Mai wird in Amsterdam traditionell der Toten des Zweiten Weltkrieges gedacht – und der deutsche Botschafter Thomas Läufer hatte seine Anwesenheit vorgeschlagen.

In einer äußerst heftigen Attacke hat in “De Volkskrant” der Rabbiner Raphael Evers (Nederlands Israëlitisch Kerkgenootschap und Rektor des Nederlands Israëlietisch Seminarium) diesen Plan zurückgewiesen. Auf, das muss ich schon sagen, eine verletzende gemeine Art. Es läuft darauf hinaus, dass seiner Meinung nach die Ermordung von 85 Prozent der niederländischen Juden noch nicht verarbeitet sei und das deshalb Deutsche bei dem Totengedenktag nicht dabei sein dürften. Dass es auch Deutsche gibt, die diesem Morden Trauer entgegenbringen, scheint er nicht begreifen zu wollen oder zu können. Und dass der arme Botschafter in seinem früheren Leben ja wohl kaum In Auschwitz an der Rampe gestanden hat, auch nicht.

Die Website Geenstijl.nl überschreibt “Warm Welkom voor Duitsche Vrind”. Nun ja. Ich… weiter lesen

21.12.2009 von Falk Madeja
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200 Euro-Strafe für Islamisten

von Falk Madeja

Und zwar in Amsterdam. Der Mann bekam, und ein Amsterdamer Gericht fand nun die Strafe von 200 Euro o.k., eine 200 Euro-Strafe, weil er in Bewerbungsprozeduren aus folgenden Gründen scheiterte: er wollte sich seinen Extremisten-Bart nicht abrasieren und Frauen keine Hand geben.

Er hätte bsw. Parkwächter, privater Sicherheitsagent oder Krankenpfleger werden können, schreibt De Telegraaf, mit dieser Haltung kam er aber durch keine Bewerbungsprozedur. Deshalb die Strafe des Sozialamtes. Der Mann hatte vor Gericht damit argumentiert, dass immerhin niemand anders als Bürgermeister Job Cohen mal gesagt habe, dass die Verweigerung des Handschlages mit Frauen kein Problem sei, solange die Arbeit ordentlich erledigt werde, das aber anders.

10.12.2009 von Falk Madeja
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Kopftuch ja, Kreuz nein

von Falk Madeja

Vor zwei Wochen fuhr ich in Tilburg vom Bahnhof zur Hochschule mit dem Bus, beim Einsteigen überraschte mich die Fahrerin, weil sie moslemisches Kopftuch trug. Das hatte ich in einem niederländischen Bus noch nie gesehen, aber, nagut, dachte ich, solange sie den Bus ordentlich fährt, kann ich damit leben. Obwohl ich dem moslemischen Kopftuch ansonsten abweisend gegenüberstehe, ich meine, es ist in meinen Augen ein Symbol für die Ungleichheit von Mann und Frau – ich sollte lieber sagen der Ungleichwertigkeit der Frau. Ob in Paris oder Istanbul eine Busfahrerin ein Kopftuch tragen darf? Ich weiss es nicht, aber wohl eher nicht.

Einige Tage später. Im Vorübergehen an einem Zeitungsstand sehe ich auf der Titelseite der Zeitung “De Telegraaf” von einer merkwürdigen Geschichte. Ich überflog ein paar Zeilen und konnte meinen Augen kaum glauben. Es ging um einen Strassenbahnkontrolleur in Amsterdam namens Ezzas Aziz, dem der örtliche… weiter lesen

29.07.2009 von Falk Madeja
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Badeschiff ala Berlin für Amsterdam

von Falk Madeja

Badeschiff ala Berlin für AmsterdamDiese Woche wieder mit niederländischen Gästen beim Badeschiff in Berlin gewesen. Es war brechend voll am Strand bei dem Schwimmtrog in der Spree (auch zig Niederländer) – und wieder quälte uns die Frage: warum gibt es so etwas eigentlich nicht in Amsterdam?

Da lesen wir auf Telegraaf.nl davon, dass sich auch die Stadtverwaltung in Amsterdam mit der Frage beschäftigt. Die zuständigen Behörden der Stadt Amsterdam untersuchen gerade, ob im kommenden Jahr in der Amstel ein Badeschiff nach dem Vorbild Berlin – im Sommer ein Bad, im Winter eine Sauna – starten könnte. Man sei mit verschiedenen Parteien im Gespräch, als Orte werden Zwanenburgwal, die Torontobrug, Ceintuurbaan und De Omval genannt.

10.06.2009 von Falk Madeja
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Palast-Revolution in Amsterdam

von Falk Madeja

Palast für das Volk oder den KönigAngezettelt durch die VVD, der liberalen Partei. Am Samstag wird das “Paleis op de Dam” (Palais auf dem Dam) nach jahrelanger Renovierung zur Besichtigung freigegeben – die Umbauten hatten mehr als 100 Millionen Euro gekostet. Angenommen wird, dass das Palais im kommenden Jahr den zum Thronwechsel anreisenden Gästen dienen soll.

Die VVD will nun, dass das Palais künftig als Rathaus, kulturelles Zentrum oder als Museum genutzt wird. Bislang unterstützen die PvdA und GrünLinks diese Idee – auch wenn es sich allesamt erst einmal um die Parteien im Stadtteil Centruum handelt. Fragt sich, ob dieser Vorschlag den Weg über Gemeinderat der gesamten Stadt Amsterdam und dann bis zur Regierung in Den Haag schafft.

Der Vorschlag scheint allerdings logisch. Die königliche Familie nutzt den Palast in Amsterdam so gut wie nie, sie wohnt schliesslich in und um Den Haag. Ohnehin sind die königlichen Paläste im ganzen Land im Staatseigentum – und nicht… weiter lesen

01.04.2009 von Falk Madeja
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Amsterdam hat auch seine Problem-U-Bahn

von Falk Madeja

YouTube Preview Image Die Problem-U-Bahn Amsterdams wird auch noch gebaut. Wie in Köln und Berlin (U 55) dauert alles endlos. Eigentlich sollte die Nord-Südlinie im Jahr 2011 fertig sein und 1,46 Milliarden Euro kosten. 9,7 Kilometer, 7,1 Kilometer unter der Erde.

Inzwischen ist vom Jahr 2017 (!) und zwei Milliarden Euro die Rede. Der niederländische Staat sagte im Jahr 2002 1,1 Milliarden Euro zu, alle Kostensteigerungen muss die Stadt Amsterdam tragen.

28.03.2009 von Falk Madeja
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Amsterdams Bürgermeister gibt Terror-Verdächtigen einen Brief

von Falk Madeja

Die für die Behörden der Stadt Amsterdam peinliche Angelegenheit spielte sich am 12. März ab. Angeblich wollten ein paar Moslem-Terroristen die IKEA-Filiale in Amsterdam Zuid-Oost (Stadtteil aus Plattenbauten, Bürogebäuden und der Amsterdam Arena, dem Ajax-Stadion) in die Luft jagen – Amsterdam tauchte an dem Tag weltweit in den Nachrichten auf.

Sechs marokkanische Männer und eine marokkanische Frau im Alter von 19 bis 64 Jahren wurden verhaftet – Grundlage war ein mysteriöser Telefonanruf aus Brüssel. Demnach sei ein Kleinbus mit Sprengstoff aus Belgien unterwegs und einer der Verdächtigen habe wiederum familiäre Bande mit den Attentätern von Madrid.

Tagelang war die Geschichte in den Medien – schliesslich entpuppte sich alles als Ente. Die Verdächtigen erzählten ihre Geschichte im Fernsehen, Amsterdams Bürgermeister Job Cohen eierte tagelang herum, weil von ihm eine Entschuldigung bei den Verdächtigen verlangt wurde und er die partout nicht geben wollte. Denn was wäre wohl passiert, wenn der Anruf aus… weiter lesen

13.03.2009 von Falk Madeja
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Porno im öffentlichen Nahverkehr

von Falk Madeja

Porno in AmsterdamGeht doch, geht nicht, geht doch! Nämlich Porno im öffentlichen Nahverkehr und zwar in der einst liberalsten Stadt der Welt: Amsterdam. Der Anbieter drahtlosen Internets Aerea hatte in der Stadt an der Amstel die Straßenbahn-, Metro- und Bushaltstellenmit Postern vollgehängt, auf denen zu lesen stand: “Porno in het openbaar vervoer”, Porno im öffentlichen Verkehr.

Gemeint war: der Kunde könne halt auch in der Strassenbahn internetten. Eine grobe Provokation – möchte jemand denn neben einem Porno-Surfer in der Tram sitzen? Nun, wahrscheinlich so gut wie niemand.

Jedenfalls liessen die Stadt Amsterdam und der GVB zwei Tage später mitteilen, dass das mit den Postern doch nicht gehe, 300 Stück wurden entfernt.

Doch dann schlug Verkehrssenator Maarten van Poelgeest laut Lokalzeitung “Het Parool” zurück. die “schmutzigen Poster” (Parool) müssen wieder eingehängt werden. Das Lustigste ist, dass auf den Postern überhaupt kein Porno zu sehen ist. Die übergroße Schrift überdeckt die Körper…