30.10.2009 von Falk Madeja
Ja, sie tun es einfach! Die Einwohner des Dorfes Tienray in der südniederländischen Provinz Limburg haben sich erfolgreich in den landsweiten Medien etabliert. Und das ging so. Erst hörte der Rest des Landes von den Leuten aus Tienray, weil sie erbitterten Widerstand gegen ein in einem ehemaligen Kloster geplantes Asylbewerber-Heim leisteten. Am Ende entschied ein Richter die Angelegenheit und die Menschen aus der Fremde zogen ein.
Die Einwohner aus Tienray beliessen es dabei nicht. Als ich es las, konnte ich meinen Augen kaum trauen. Jedenfalls sollen die Fremden in Tienray auf der Strasse in Westen mit Leuchtfarben herumlaufen. Das hat eine Art Bürgerinitiative beschlossen, das Centraal Orgaan opvang Asylzoekers (COA) fand es gut. Kein Zwang, aber eben doch komisch. Denn die Begründung lautet schliesslich, die Asylbewerber seien ”dunkel” und damit im “Dunkeln” weniger gut zu sehen.
Joyce Schifterli von der Organisation “Art… weiter lesen
03.10.2009 von Falk Madeja
Gehts das überhaupt? An an einem nicht bestehenden Tag geboren zu sein? Mohammed Rezai aus Zoetermeer, so haben es die niederländischen Behörden einmal festgelegt, ist jedenfalls am 00-00-1972 geboren. Mit weitreichenden Folgen. Es sagte dem Algemeen Dagblad, dass er mit dem Datum weder einen Kredit abschliessen noch die Fahrerlaubnis machen könne.
Darum beschwerte er sich der Mann bei der Gemeinde Zoetermeer – doch der Amtsschimmel wieherte ihm glatt ins Gesicht, das Datum werde nicht verändert. Basta. Der Mann wandte sich ans Gericht, doch nun scheiterte er beim Raad van State. Alles sei rechtens.
Wie es zu dem absurden Vorgang kommen konnte? Mohammed Rezai flüchtete im Jahr 2001 mit seiner Frau Farzaneh aus Afganistan in die Niederlande. Er konnte über seinen Geburtstag nicht viel mehr sagen, als dass er 1972 in einem afganischen Dorf geboren sei, in dem das Geburtsregister nicht besonders zuverlässig gewesen sei. Die Beamten Zoetermeers füllten daraufhin promt das Geburtsdatum “19720000″… weiter lesen
17.04.2007 von Falk Madeja
Wir von Meine Güte berichteten Ihnen ja schon einmal von den Aktivitäten der verdienstvollen Organisation “Blijbedrijf”, zu Deutsch so in etwa “Froh-Betrieb”. Eine Gruppe niederländischer Aktivisten, Künstler und Spassmacher, die ihren Landsleuten die Sauertöpfigkeit austreiben wollen.
Am vergangenen Samstag nahmen sie sich eine sehr wichtige Zielgruppe vor. Mitarbeiter der niederländischen Eisenbahn (NS)! Wie ihre Kollegen in Deutschland auch, müssen sie schwer darunter leiden, dass ihre tägliche Arbeit fast ausschliesslich negativ betracht wird. Immer und immer wieder wird auf dem Thema “unpünktliche Züge” herumgekaut – und bis vor kurzem mussten Hollands Eisenbahner auch noch mit Uniformen herumlaufen, die wohl die hässlichsten Europas genannt werden konnten. Und dann die deutschen Urlauber! Die zuckten bei dem Wort “NS” zusammen – obwohl das nun wirklich nichts mit Filbingers ehemaligen Arbeitgeber zu tun hat und lediglich “Nederlandse Spoorwegen” bedeutet…
Diesmal waren also die Lokführer und Kontrolleure der NS im Visier der “Froh-Betriebler”. Sie teilten an… weiter lesen