05.01.2008 von Falk Madeja
Der Anti-Islam-Politiker Geert Wilders will seinen Anti-Koran-Film auf YouTube aussenden! Grund: er verhandrlt nun eine Weile ziemlich erfolglos mit niederländischen TV-Sendern über die Ausstrahlung seines Werkes, in dem der Koran als “faschistisches Buch” dargestellt werden soll.
Er habe ein paar Mal mit NOVA, das in etwa den ARD-Tagesthemen entspricht, gesprochen, aber die Leute wollen nicht so wie er. Ihm schwebt die komplette Ausstrahlung vor, die NOVA-Redaktion will nur Teile aussenden. Die Möglichkeit, um den Film in der seiner Partei zustehenden TV-Sendezeit für politische Parteien zu zeigen, scheint auch nicht mehr zu bestehen.
“Wenn es nicht klappt, dann lade ich die Presse zum Gucken nach Den Haag ein und stelle den Film bei YouTube ein”, sagte er lt. “De Telegraaf”.
28.12.2007 von Falk Madeja
Es ist nun doch verboten, in den Niederlanden einen Ordnungshüter mit “Homo” zu beschimpfen. Jedenfalls hat das nun ein Gericht in Den Bosch in einer Berufungsverhandlung entschieden. Davor wurde ebenfalls in Den Bosch ein 19jähriger Mann aus Utrecht frei gesprochen, nachdem er in der Silvesternacht 2006/2007 einen Polizisten mit dem Wort “Homo” beleidigt hatte. Der Polizist fühlte sich beleidigt, fertigte eine Anzeige an – aber der Polizeirichter sprach den Verdächtigen zunächst doch frei. Der Schimpfer gab zu, dass er es beleidigend gemeint habe. Nun muss er 200 Euro Strafe zahlen, davon die Hälfte auf “Bewährung”.
20.12.2007 von Falk Madeja
Dem niederländischen Anti-Moslem-Kämpfer Geert Wilders droht im Januar möglicherweise der Gang zum Richter. Die Staatsanwaltschaft in Amsterdam gab bekannt, dass aus dem ganzen Land in 40 Anzeigen gegen den Mann vorliegen. Grund: Diskriminierung! Wilders hatte sich in mehreren negativen Bemerkungen über den Koran ausgelassen. So nannte er das Buch „faschistisch“ und verglich es mit dem einzigen in den Niederlanden verbotenen Buch, Adolf Hitlers „Mein Kampf“. Außerdem meinte er, das Buch könne „verbrannt“ werden.
Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob diese Äußerungen den Tatbestand der Diskriminierung erfüllen. Im Januar soll die Entscheidung bekannt gegeben werden. Im gleichen Monat will Wilders allerdings noch eine Schippe drauflegen. Er will in einem Film zeigen, wie schlecht der Koran sei.
Unterdessen forderte in der Zeitung „Spits“ ein Leser namens Abdul Haq Compier aus Almere, dass Geert Wilders eingesperrt wird. Und zwar drei Monate. Grundlage: Artikel 147/a des Strafgesetzbuches. Grund: Wilders habe mit seinen „kränkenden Äusserungen“ das… weiter lesen
18.12.2007 von Falk Madeja
Geert Wilders aus dem Süden der Niederlande war nach eigener Aussage auch „überrascht“, dass er in den Niederlanden „Politiker des Jahres“ wurde.
Schließlich weiß er am allerbesten, dass seine „Partij voor de Vrijheid“ (Partei für die Freiheit, Abk. PVV) mit nur einem einzigen Thema die Schlagzeilen beherrscht: Moslem-Bashing! Von morgens bis abends fragt die PVV sich, wie sie dem niederländischen Volk nahe bringen kann, dass alle Moslems schlechte Menschen sind, die das Land zu verlassen haben, oder gar nicht erst reinkommen dürfen. Im kommenden Jahr will Wilders einen Film herausbringen, in dem er den Koran richtig aufs Korn nimmt. Wilders ist mit seiner permanenten Moslem-Dämonisierung auch permanent in den Schlagzeilen.
Kurzum, gute Gründe für die parlamentarische Presse in Den Haag sowie für Leute, die auf der Website des Staatssenders NOS Radio 1-journaal abstimmen konnten, ihn zum „Politiker des Jahres“ zu wählen. Er hat den Preis schon in Empfang genommen. Gleich… weiter lesen
23.08.2007 von Falk Madeja
In den Niederlanden sind wieder neue Wörter frei gegeben, mit denen Polizisten beschimpft werden dürfen. Ein 19jähriger wurde in der Stadt Den Bosch freigesprochen, weil er einen Polizisten “Homo” geschimpft hatte. Der Richter meinte, das sei nun mal keine Beleidigung. Wenn ein Polizisten-Beleidiger allerdings Adjektive wie “fies” oder “dreckig” in seiner Beleidigung mit einfliessen lasse, dann sei das etwas anderes. Aber nur das Wort “Homo” allein sei doch neutral!
23.08.2007 von Falk Madeja
Die in den Niederlanden heftig umstrittene TV-Sendung “De Gouden Kooi” (Der Goldene Käfig) wird zwar nach dem Ende von John de Mols TV-Sender “Tien” (Zehn) jetzt bei RTL Niederlande ausgesendet – möglicherweise aber nicht mehr so lange. RTL-Niederlande-Chef Fons van Westerloo sagte, dass die Sendung möglicherweise noch vor Ende des Jahres vom Schirm genommen werde. Wenn etwas Schlimmes passiere, dann steht auch das Tour-de-France-Szenario der deutschen Gebührensender zur Debatte. “Dann stoppen wir sofort.”
“Der Goldene Käfig” ist eine Art “Big Brother”. Nur heftiger. Einer der Kandidaten heisst bsw. Terror-Jaap. Wir ersparen ihnen Einzelheiten – nur soviel: es wurde vor laufender Kamera sogar Erbrochenes verschlungen. Und das nicht von einem Hund oder so. John de Mol liess seinen Sender “Tien” zu RTL 8 umtaufen, ausserdem bekam er Anteile an RTL Niederlande. “De Gouden Kooi” sollte weiter ausgesendet werden, damit die Rechte ins Ausland verkauft werden können. Bei “Big Brother” klappte das vorzüglich… weiter lesen
18.08.2007 von Falk Madeja
Der niederländische Anti-Islam-Politiker Geert Wilders hat die Einladung des Niederländischen Moslem-Rates für ein Gespräch rigeros abgelehnt. Wilder bekam grosse Schlagzeilen, weil er in einem Brief an die linksliberale Zeitung “De Volkskrant” (eine Art Frankfurter Rundschau aus Amsterdam) das Verbot des Korans gefordert hatte – ein nicht ganz realistischer Vorschlag. Denn wer sollte kontrollieren, ob jemand zu Hause einen Koran hat? Die Polizei? Die Armee? Eine neu zu schaffende Religions-Polizei?
Es gibt da in den Niederlanden einen “Moslimraad”. Wen die genau repräsentieren, ist uns von Meine Güte unklar – schliesslich kennt der Islam keine Kirchen-Hierachie wie die Katholiken oder Protestanten. Jedenfalls haben die Geert Wilders ein Gesprächs-Angebot gemacht. Der wies dieses Ansinnen allerdings zurück. Nicht, weil er den Dialog nicht wolle, sondern weil seiner Meinung nach “eine Debatte nicht möglich ist. Dann ist es sinnlos.” In der Rotterdamer Zeitung “Algemeen Dagblad” bestritt er ausserdem, dass er Hass sähen würde. “Das macht der Koran.… weiter lesen
15.08.2007 von Falk Madeja
“Dutzende Anzeigen” sind in den Niederlanden bei den Staatsanwaltschaften gegen den Politiker Geert Wilders eingegangen – der Mann hatte ein gesetzliches Verbot des Koran in Moscheen und Privat-Häusern gefordert. Die Anzeigen wurden in Den Haag, Amsterdam, Den Bosch, Zwolle, Rotterdam und Utrecht gestellt, aus praktischen Gründen wird das Gericht in Amsterdam die Angelegenheit abhandeln.
10.08.2007 von Falk Madeja
Keine Strafe bei Majestätsbeleidigung – aber Strafe für Polizisten-Beleidigung! So siehts aus in den Niederlanden. Ein 29jähriger Mann aus Tilburg hatte ein T-Shirt verfremdet, so dass das Logo der Polizei mit dem von der Polizei verwendeten Buchstaben-Typ und dem Wort “Corrupt” verfremdete.
Zwei Polizisten störten sich im März daran, als der Mann mit den Shirts durch die Stadt spazierte. Etwas später bekam vom Justiz-Incasso-Büro einen Brief, dass er 170 Euro Strafe wegen Zweckentfremdung des Polizei-Logos bezahlen solle.
Der aus Rotterdam stammende Anwalt des Tilburgers, Anand Jhingoer, sagte jetzt dem Algemeen Dagblad, dass sein Mandant die Strafe nicht bezahlen werde. Treuherzig sagte er, dass die Angelenheit ja doppeldeutig sei. Einerseits könne man vermuten, dass die Polizei dem T-Shirt-Träger einen Stempel aufgedrückt habe, dass die betreffene Person korrupt sei – andererseits könne es bedeuten, dass die Polizei korrupt sei. Das solle dann doch ein Richter entscheiden.
09.08.2007 von Falk Madeja
Der Aufruf zum Verbot des Koran hat dem niederländischen Politiker Geert Wilders jede Menge Schlagzeilen eingebracht – viel mehr aber auch nicht.
In scharfen Worten wies die Regierung seinen Vorschlag ab. Die Ministerin für Integration, Ella Vogelaar, sagte, so ein Verbot komme nicht in Frage. Aussenminister Maxim Verhagen meinte, dass Wilders hiermit die Grenzen des Anstands überschritten habe.
Wilders hatte den Koran mit Hitlers “Mein Kampf” verglichen und ein Verbot des Korans gefordert – sowohl in der Moschee als auch privat. Selten haben wir von Meine Güte unrealistischere Forderungen gehört. Wie hätte das in der Praxis aussehen sollen? Niederländische Polizei und Armee kontrollieren mit dem Gewehr in Einwanderungs-Stadtteilen wie die US-Armee im Irak, ob jemand einen Koran im Haus hat?
Abdeljamid Khairoun vom niederländischen Moslemrat zufolge leidet Wilders an einem “Religions-Syndrom”. Derf katholische Kardinal Simonis nannte Wilders Idee “verrückt”. Selbst Filip Dewinter, Chef der rechtsextremen Partei “Vlaams Belang” in Belgien, distanzierte… weiter lesen