22.02.2010 von Christine Steinhäuser
Schlechte Nachrichten für Biertouristen in Amsterdam: wer in der Grachtenmetropole ein echtes Heineken zischen will, der sollte es sich um keinen Preis zapfen lassen, sondern sich schön an die Flasche hängen. In den Kneipen der Hauptstadt wird nämlich im großen Stil beschissen, berichtet das Gratis-Blatt Spits. Klammheimlich werden hauptsächlich die Fässer der Marke Heineken mit billigem, laschen No-Name-Bier ausgetauscht. „Das schmeckt eh keiner raus“, so die laxe Begründung der Barkeeper.
Damit könnten sie Recht haben – ich persönlich habe noch keinen Niederländer getroffen, der Heineken Bier nicht sowieso für veredeltes Abwaschwasser hält und lieber zu Grolsch oder Dommelsch greift. Um der Gerechtigkeit genüge zu tun, machten die Radiomacher von BNN Today/ Radio 1 diese Woche trotzdem die Probe aufs Exempel und zogen mit Spezialistin Fiona de Lange vom bier.blog.nl durch die Kneipen auf der Ausgehmeile Leidseplein – und tatsächlich: statt dem bitteren Nachgeschmack der Heineken-Gerste… weiter lesen
18.06.2009 von Falk Madeja
Eigentlich ist es ein bisschen frech, dass sich eine niederländische Brauerei den Namen “Bavaria” zugelegt hat. Aber das tat sie bereits im Jahr 1925, nur war sie damals eben ein lokaler Spieler. Heute exportieren sie 70 Prozent ihres niederländischen Gersensaftes. “Bavaria”, das brauchen wir hierzulande kaum zu erklären, heisst auf lateinisch eben Bayern. Auf englisch auch, eh klar.
Andererseits brauen tausende Brauereien “Pilsner”, und die Stadt Pilsen liegt heute in Tschechien. Mir fällt noch ein, dass es wohl 100e Käse-Fabriken gibt, die Gouda-Käse verkaufen und die meisten haben ihren Sitz nicht im niederländischen Gouda. Nicht mal in den Niederlanden. Heute haben wir Globalisierung und das bedeutet auch, dass wir viele Prozesse um Markennamen bzw. ihre regionale Herkunft haben.
So haben wir auch einen “Rechtsstreit, in dem der Bayerische Brauerbund die Bavaria Brauerei Holland (…) um die Gültigkeit der Eintragung der Bezeichnung “Bayerisches Bier” als geschützte geografische Angabe (g.g.A.) in das… weiter lesen
04.06.2008 von Falk Madeja
Ja, während “The Guardian” berichtet, dass ziemlich viele Engländer die niederländische Nationalmannschaft bei der EM anfeuern wollen, geht es den Briten ausgerechnet in Amsterdam an den Kragen ihrer kragenlosen T-Shirts, die in Amsterdam im Sommer wie im Winter ihre Oberbeleidung darstellen.
Die Zeitung “De Pers” spottet, dass die Gemeinde die Zahl der Huren im Rotlichtdistrikt immer weiter verringert hat, wir selbst von Meine Güte haben irgendwo anders gelesen, dass die auf die Sauf-Touristen spezialisierten Hotels wegen der vielen Pinkel-Unfälle in den Betten Gummimatten einziehen liessen und dann sind die Cafes und Pubs, in denen die Engländer sich besaufen, auch noch die teuersten der Stadt. Die armen Engländer wissen es nicht.
Jetzt kommt ein neuer Schlag auf die Leute von der Insel zu. Nun sollen die sogenannten Bierfietsen (Bierfahrräder) aus der Innenstadt vertrieben werden. Es handelt sich um… weiter lesen
31.08.2007 von Falk Madeja
Wie schon von Meine Güte berichtet, steigen in den Niederlanden im kommenden allerhand Steuern und damit Preise. Bei Bier soll das 2 Cent pro Bierflasche sein, bei Zigaretten so zwischen 25 und 30 Cent pro Packung, berichtet das Algemeen Dagblad.
Erfreulicherweise müssen Vergnügungsparks nicht mehr die hohe Mehrwertsteuer berappen (wie auch in Deutschland gibt es den Standard-Tarif, heute noch 19 und im kommenden Jahr 20 Prozent) sowie eine niedrige Mehrwertsteuer. Die sogenannte “Lach-Steuer”, so die oppositionelle Liberalen-Partei VVD, soll abgeschafft werden.
Wenn Sie also privat Niederländer kennen, und die Ihrer Meinung nach komischerweise nach der Silvester-Nacht mehr Lachen als davor, dann wissen Sie bescheid.
19.06.2007 von Falk Madeja
Er war geschlagene 7 Jahre ein Dauergast im niederländischen Fernsehen: Skilehrer “Rudi” aus dem Werbespot des Bierbrauers Heineken! Sie wissen schon, in Deutschland ein Bier mit grüner Flasche und rotem Stern in Szene-Clubs, beim Holland-Urlaub finden sie es an jeder Ecke.
Der Rudi kam praktisch jeden Abend ins Haus der Niederländer. Und das ging so. Eine Bergszene. Ein missmutiger Bauern-Bursche hütet irgendwelche Ziegen herum, zwei Dorf-Rentner winken ihm über’n Zaun und rufen “Rudi”. Er hat einen Bart, da könnte er glatt als Taliban oder Bundestags-Präsident durchgehen! Aber dann. Leise rieselt der Schnee! Rudi weiss gar nicht, wie schnell er auf die Beine kommen und zu seiner Hütte laufen soll. Im Laufen reisst er sich die altertümlichen Klamotten vom Leibe, dann sehen wir ihn durch die Fenster mit einerm Rasierer in der Hand!
Nächste Szene. Eine Skihütte, voller Leute. Noch ist keine richtige Stimmung aufgekommen. Aber dann. Die Tür geht auf,… weiter lesen