24.10.2007 von Falk Madeja
Weil die Wogen in den Niederlanden rund um das Thema “Moslems” & “Einwanderung”häufig so hochkochen, ist das hier vielleicht eine nützliche Information. Das Zentrale Statistik-Büro CBS hat ausgerechnet, wie viele “Islamiten” in den Niederlanden eigentlich wohnen.
Es sind demnach 5 Prozent der Bevölkerung bzw. rund 850.000 Personen. Damit korrigiert das CBS ältere Berechnungsmethoden, wonach im Jahre 2006 bereits mehr als eine Million Moslems in den Niederlanden wohnten.
11.10.2007 von Falk Madeja
Das wars! Der niederländische Staat wird die niederländisch-somalische Bürgerrechtlerin Ayaan Hirsi Ali definitiv nicht mehr in den USA schützen lassen. Es gibt im Parlament, der Zweiten Kammer, auf Antrag der Partei “Groen Links” zwar noch eine Debatte, aber die klare Mehrheit aller Parteien will nicht, dass der niederländische Staat die Kosten für die Bodyguards in den USA übernimmt. Ihr Schutz in den USA war am 1. Oktober gestoppt worden, woraufhin sie sich erst mal in die Niederlande begab. Zwischenzeitlich hatte sie Schiessübungen in Polen. Nun wird sie versuchen, bei privaten Geldgebern anzuklopfen. Das wird nicht einfach, denn es geht um viel Geld.
10.10.2007 von Falk Madeja
Die niederländisch-somalische Bürgerrechtlerin Ayaan Hirsi Ali soll vor einem Monat in der Repuplik Polen Schiess-Training genommen haben, schreibt die in Amsterdam erscheinende Zeitung “De Telegraaf”. Dieses soll auf dem Bauernhof des Ex-Verteidigungsministers Radek Sikorski stattgefunden haben.
Er nannte es eine Schande, dass die Niederlande nicht den Schutz Hirsi Alis in den USA bezahlen wolle. “Diese Frau ist eine Ikone im Kampf gegen den radikalen Islam.” Er kennt Ayaan vom American Enterprise Institut, wo er auch gearbeitet hat. Er lehrte ihr den Umgang mit Handfeuerwaffen.
19.08.2007 von Falk Madeja
Der Partei des Anti-Moslem-Politikers Geert Wilders hat nach der Diskussion um seinen Vorschlag, den Koran in Moscheen und Privat-Häusern zu verbieten, einen weiteren Sprung in den Umfragen gemacht. Würde jetzt gewählt, dann könnte Wilders Partei PVV 19 Parlaments-Sitze bekommen (heute sind es 9) – und die sozialdemokratische PvdA müsste sich mit 23 begnügen. Heute haben sie 33. Im Haager Parlament gibt es 150 Sitze.
Gewinner der Krise der Sozialdemokraten ist überraschend die Partei GrünLinks, die sich einmal aus verschiedenen Links-Parteien und den Kommunisten gebildet hat. Sie würden von 7 auf 10 Sitze steigen. Die Partei von Ministerpräsident Jan-Peter Balkenende (CDA, in etwa die CDU) würde 38 (heute 41) bekommen, die seit Jahren wachsende Sozialistische Partei (früher mal Mao-Fans) würde stagnieren, so bei rund 22 bis 23 Sitzen… In etwa soviel wie die wirtschaftsliberale VVD.
18.08.2007 von Falk Madeja
Der niederländische Anti-Islam-Politiker Geert Wilders hat die Einladung des Niederländischen Moslem-Rates für ein Gespräch rigeros abgelehnt. Wilder bekam grosse Schlagzeilen, weil er in einem Brief an die linksliberale Zeitung “De Volkskrant” (eine Art Frankfurter Rundschau aus Amsterdam) das Verbot des Korans gefordert hatte – ein nicht ganz realistischer Vorschlag. Denn wer sollte kontrollieren, ob jemand zu Hause einen Koran hat? Die Polizei? Die Armee? Eine neu zu schaffende Religions-Polizei?
Es gibt da in den Niederlanden einen “Moslimraad”. Wen die genau repräsentieren, ist uns von Meine Güte unklar – schliesslich kennt der Islam keine Kirchen-Hierachie wie die Katholiken oder Protestanten. Jedenfalls haben die Geert Wilders ein Gesprächs-Angebot gemacht. Der wies dieses Ansinnen allerdings zurück. Nicht, weil er den Dialog nicht wolle, sondern weil seiner Meinung nach “eine Debatte nicht möglich ist. Dann ist es sinnlos.” In der Rotterdamer Zeitung “Algemeen Dagblad” bestritt er ausserdem, dass er Hass sähen würde. “Das macht der Koran.… weiter lesen
15.08.2007 von Falk Madeja
“Dutzende Anzeigen” sind in den Niederlanden bei den Staatsanwaltschaften gegen den Politiker Geert Wilders eingegangen – der Mann hatte ein gesetzliches Verbot des Koran in Moscheen und Privat-Häusern gefordert. Die Anzeigen wurden in Den Haag, Amsterdam, Den Bosch, Zwolle, Rotterdam und Utrecht gestellt, aus praktischen Gründen wird das Gericht in Amsterdam die Angelegenheit abhandeln.
09.08.2007 von Falk Madeja
Der Aufruf zum Verbot des Koran hat dem niederländischen Politiker Geert Wilders jede Menge Schlagzeilen eingebracht – viel mehr aber auch nicht.
In scharfen Worten wies die Regierung seinen Vorschlag ab. Die Ministerin für Integration, Ella Vogelaar, sagte, so ein Verbot komme nicht in Frage. Aussenminister Maxim Verhagen meinte, dass Wilders hiermit die Grenzen des Anstands überschritten habe.
Wilders hatte den Koran mit Hitlers “Mein Kampf” verglichen und ein Verbot des Korans gefordert – sowohl in der Moschee als auch privat. Selten haben wir von Meine Güte unrealistischere Forderungen gehört. Wie hätte das in der Praxis aussehen sollen? Niederländische Polizei und Armee kontrollieren mit dem Gewehr in Einwanderungs-Stadtteilen wie die US-Armee im Irak, ob jemand einen Koran im Haus hat?
Abdeljamid Khairoun vom niederländischen Moslemrat zufolge leidet Wilders an einem “Religions-Syndrom”. Derf katholische Kardinal Simonis nannte Wilders Idee “verrückt”. Selbst Filip Dewinter, Chef der rechtsextremen Partei “Vlaams Belang” in Belgien, distanzierte… weiter lesen
16.07.2007 von Falk Madeja
Das niederländische Parlament, die Zweite Kammer, hat den Gesetzesentwurf des Anti-Islam-Islamisten Geert Wilders für ein Verbot der Burka abgelehnt. Vor allem die Parteien VVD, CDA und Christenunie finden, dass ein eventuelles Vermummungs-Verbot viel breiter gehen müsse. “Das Verbieten von lediglich religiöser Kleidung bringt nichts. Es ist ausserdem juristisch nicht haltbar”, erklärte Christenunie-Sprecher Sjirk Kuiper.
CDA-Sprecherin Madeleine van Toorenburg nannte den Gesetzes-Vorschlag “reine Symbol-Politik”. Sie denke bei edinem Vermummungsverbot auch eher an Aktivisten, die bsw. einen EU-Gipfel stören würden. Allerdings ergab eine Umfrage des Meinungsforschers Maurice de Hondt, dass 70 Prozent der Niederländer sehr wohl für ein Burka-Verbot sind.
Wilders argumentierte darum auch in einem Interview mit “De Volkskrant”, dass die Burka ein Anschlag auf die westlichen Werte sei. Ein Zeichen rückständiger Kultur, bei der die Frau dem Mann untergeschickt werde.
12.07.2007 von Falk Madeja
Der niederländische Anti-Islam-Populist Geert Wilders hat sich was einfallen lassen. Er wird am heutigen Donnerstag im Haager Parlament einen Gesetzesplan einreichen, wonach Trägerinnen einer Burka künftig entweder 12 Tage ins Gefängnis gehen oder 3350 Euro Strafe zahlen sollen. Auch in der Moschee soll die Burka strafbar werden, nur in den eigenen vier Wänden soll sie erlaubt sein.
Linksextreme, die z.B. gern mit Skimützen und anderem ihr Gesicht bei Demos verhüllen, sollen ausserhalb dieses Gesetzes bleiben. Es gehe ihm um die Burka als ”Symbol der Frauenunterdrückung”, also nicht um ein allgemeines Vermummungsverbot. Die Burka würde Frauen-Emanzipation verhindern und die Chance auf einen Job verkleinern. Ausserdem würde die Burka das allgemeine Sicherheitsgefühl bedrohen und identifizieren können man die Frauen unter der Burka auch nicht. Zwar ist die Burka im niederländische Strassenbild höchst selten zu sehen, gab er zu, aber es sei besser jetzt etwas dagegen zu tun, als wenn es zu spät sei.
Vor zwei… weiter lesen
27.06.2007 von Falk Madeja
In den Niederlanden dürfen Frauen mit Burka jetzt die Sozialhilfe gekürzt werden – das beschloss das Parlament in Den Haag auf Antrag Hans Spekman (PvdA, sozialdemokratisch) und Atzo Nikolai (VVD, liberal). Wieviel weniger Sozialhilfe es gibt, sollen offenbar die Gemeinden selbst entscheiden.
Hintergrund ist der Fall einer Frau aus Diemen (nahe Amsterdam), die dreimal wegen ihrer Burka bei einer Bewerbungsrunde durchgeflogen war und einen vierten ihr angebotenen Job nicht annehmen wollte. Sie hätte bei letzterem Job von zu Hause aus arbeiten können. Das war ihr aber nicht Recht, weil sie für ein Callcenter Lose hätte verkaufen sollen und das wollte sie aus Glaubensgründen nicht. Die Gemeinde wollte ihr daraufhin für drei Monate die Sozialhilfe streichen. Allerdings gab ein Gericht der Burka-Frau im Mai wiederum Recht.
Nunmehr kann die Gemeinde Diemen also der Burka-Frau die Sozialhilfe wieder kürzen, wenn sie ganzkörperverhüllt zum Bewerbungsgespräch geht und dann deshalb abgelehnt wird. Übrigens will die Regierung zumindestens… weiter lesen