01.07.2009 von Falk Madeja
Eine die Haager Regierung beratende Kommission will das Ende eines wesentlichen Bestandteils der niederländischen Drogen-Politik. Künftig sollen Coffeeshops ihre Softdrugs nur noch an Konsumenten aus der lokalen Bevölkerung verkaufen dürfen. Alle großen Coffeeshops, die zum teilweise vor allem Verbraucher aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien und anderen Ländern versorgen, sollen geschlossen werden. Die Kommission will diesen Plan am Donnerstag der Öffentlichkeit vorstellen. Die Kommission steht unterLeitung von Wim van de Donk vom “Wetenschappelijke Raad voor het Regeringsbeleid (WRR)”, dem Wissenschaftlichen Rat für Regierungspolitik.
Angenommen werden kann, dass drei wesentliche Punkte Teil dieser neuen Politik in Sachen weiche Drogen sein werden. Die lokale Bevölkerung wird sich mit spezialen Pässen ausweisen müssen. Die Belieferung der Coffeeshops, heutzutage kurioserweise immer noch illegal, wird auch offiziell zugelassen. (Heute dürfen die Coffeeshop-Betreiber an der “Vorseite” ihres Ladens zwar weiche Drogen verkaufen – aber offiziell ist es ihnen verboten, sich an… weiter lesen
13.12.2008 von Falk Madeja
Aufregung bei Hollands Coffeeshop-Betreibern. Die Postbank, Tochter der ING Bank, kündigte ihnen dieser Tage alle Konten. In den Niederlanden gibt es jetzt noch 730 Coffeeshops
. Die Postbank ist bei den Coffeeshop-Betreibern (und auch bei vielen anderen Niederländern) so beliebt, weil man einfach und schnell im Postamt ein Konto eröffnen kann. Aber die Post hat vor Jahren die Postbank verkauft und ab kommenden Jahr wird vieles anders.
Die Begründung: Coffeeshops seien eigentlich im Widerspruch mit der landesweiten Gesetzgebung. Das die Gemeinden sie dennoch dulden würden, sei die eine Sache, aber deshalb seien Coffeeshops eben noch lange nicht gesetzeskonform.
Michael Veling, der selbst zwei Coffeeshops hat und seit 1971 bij de Postbank Kunde der Postbank ist, nennt den Vorgang namens der Vereinigung der Coffeeshop-Besitzer “extrem scheinheilig”. Die Konten würden gekündigt, Kredite und Hypotheken aber nicht.
15.09.2007 von Falk Madeja
Die wichtigsten Leute der Sozialistischen Partei der Niederlande, der SP, waren einmal Anhänger eines Massen-Mörders: Mao! Jemand, dessen Gedankengut und Taten zum Tod von 70 Millionen Menschen führten. Ein Thema, das SP-Partei-Chef Jan Marijnissen nicht gern hört, denn dann müsste er sich verteidigen, wie nach dem Zweiten Weltkrieg die Niederländer, die dem NSDAP-Pendant NSB oder gar der SS angehörten. Er weiss heute natürlich auch, dass die Mao-Periode eine ziemlich peinliche war. Heutzutage loben sie den Massenmörder natürlich nicht mehr in den Himmel, wie etwa Eva Herman Adolf seine Mutter-Politik.
Die SP hat in den vergangenen Jahren das Thema Mao nicht mehr angerührt – und so langsam ist aus der einstigen Sozialisten-Sekte ein wirklich wichtiger Faktor der niederländischen Politik geworden. Manche Umfragen sehen die SP heute schon grösser als die sozialdemokratische PvdA – eine peinliche Angelegenheit, die SPD kennt das in manchen Regionen mit der sogenannten Links-Partei ja auch.
Nun gut.… weiter lesen