03.11.2009 von Falk Madeja
Beim niederländischen “Bond van Wetsovertreders” (Bund der Gesetzesverletzter) wird man sich nun die Haare raufen, tieftraurig herumsitzen, lamentieren oder sogar wütende Flüche ausstossen. Hatte Pieter Vleeming, Sprecher der niederländischen Kriminellen-Organisation, nicht eindringlich vor der den Folgen der frechen Aktion der Polizei gewarnt? Sogar eine Klage beim Nationalen Ombudsman eingedient? Oder etwa nicht sorgfältig auf die Schändung der Privatsphäre jenes 18jährigen Mannes aus Emmen gewarnt, der mit ein paar hübschen Tricks in die Wohnung einer 88jährigen Frau eindrang, um sie ihres Schmucks zu berauben? Wie er das ganz regelmässig machte?
Ja, o.k., gab auch Vleeming im Algemeen Dagblad zu, dass in der Wohnung der hochbetagten Dame Kameras aufgehangen wurden, das könne er noch verstehen. “Es geht uns um die Autoritäten, die viel zu schnell Bilder ins Internet einstellen.” Ergo: die Polizei hätte nicht, wie sie es am Ende getan hatte, die Video-Bilder des Jung-Ganoven bei YouTube hochladen dürfen. Der klauende Bursche hatte… weiter lesen
16.12.2008 von Falk Madeja
In mehr als zehn Läden in Amsterdam-Süd gibt es ein Experiment, mit dem Diebe mittels eines sogenannten DNA-Sprays “gekennzeichnet” werden, nachdem sie versuchen, das Geschäft zu verlassen. Das Zeug ist synthetisch, bleibt eine Woche im Gesicht des Flüchtigen und soll es der Polizei ermöglichen, um einen Verdächtigen schneller identifizieren zu können. Über der Tür wird ein Apparat installiert, den das Personal mittels eines Knopfes das Spray versprühen lassen kann. Später kann mit Hilfe einer UV-Lampe festgestellt werden, in welchem Laden der Verdächtige gewesen sein soll.
Das hat der Wirtschafts-Beigeordnete Lodewijk Asscher in einem Brief an den Gemeinderat mitgeteilt. Zunächst einmal werden 20.000 Euro für den Test bereitgestellt. Im kommenden Jahr werden ingesamt eine Million Euro investiert, damit Laden-Besitzer ihre Geschäfte besser sichern können. Das ist wohl sehr nötig, denn gegenüber dem Jahr 2006 stieg im Jahr 2007 die Zahl der Laden-Diebstähle um 33 Prozent auf 394. In Rotterdam gibt es… weiter lesen
31.05.2008 von Falk Madeja
Einem Richter aus Kambodscha wurden bei einem Besuch in Den Haag auf peinliche Weise 1500 Dollar geklaut. Der Mann war auf Einladung der niederländischen Regierung auf Besuch beim Asser Institut.
Als er in die Stadt ging, wurde er durch zwei Leute angehalten, die sich als Polizisten ausgaben. Sie müssten ihn wegen Drogen und so untersuchen, er solle doch mal gleich seine Briefbörse rausrücken. Da waren 2700 Dollar drin. Als er sie zurückbekam, eben 1500 weniger. Die Männer liefen weg, Hilfeschreie nützen nichts.
Später haben die Ganoven das Geld eingewechselt, davon gibt es Kamera-Bilder. Die Polizei versucht nun, die Räuber zu identifizieren und zu finden.
17.02.2008 von Falk Madeja
Jetzt haben es in den Niederlanden auch noch die Ladendiebe schwer! Ihre natürlichen Feinde, Ladenbesitzer, werden immer intoleranter, gemeiner und fast schon frech. Sie haben es vor allem auf eines abgesehen: die Privatsphäre von Dieben!
Die Interessen-Organisation der Händler, Platform Detailhandel, und das Centraal Bureau Levensmiddelhandel (CBL), hat den aus Sicht der Ladendiebe ungeheuerlichen Plan gefasst, in Zukunft Fotos von notorischen Ladendieben an den Schaufenstern bzw. Eingängen aufzuhängen. Der aus Sicht der Diebe fast schon läppische Grund: ein jährlicher Gesamtschaden durch Ladendiebstahl von 300 Millionen Euro! Es handelt sich übrigens nicht so sehr um Einzeltäter sondern um größere, organisierte Gruppen. Es werden inzwischen ganze Auslagen, die mit speziellen “Raubtaschen” leer geräumt werden. Die “Raubtaschen” sind mit speziellen Fächern präperiert, so dass das Diebesgut unerkannt aus dem Laden geschafft werden kann.
Nun sollen also Poster von Ladendieben, die mit Hilfe von Bildern der Sicherheitskameras angefertigt werden, die Diebe abschrecken und verjagen. CBL-Sprecherin… weiter lesen
10.12.2007 von Falk Madeja
In Belgien hat ein Mann, in dessen Haus eingebrochen wurde, Bilder der Diebe ins Internet gestellt. Gestohlen wurden ein Laptop, ein Fernseher, ein Foto-Gerät und Schmuck. Was die Diebe nicht mitbekamen: sie wurden während ihrer schändlichen Tat von einer Web-Kamera gefilmt.
Das Opfer, Andre Lovinfosse aus Schaarbeek (bei Brüssel), liess sich das nicht gefallen und publizierte die Bilder u.a. bei Youtube. Sofort meldeten sich Bedenkenträger. Ein Kommunikationsspezialist mit dem Namen Lieve Desmet sprach davon, dass das Opfer die Privatsphäre der Täter schänden würde.
Komisch, haben die Täter nicht mit dem Eindringen in die Wohnung des Opfers dessen Privatsphäre geschonden? Das Opfer zeigt sich dann auch nicht beeindruckt. “Die Menschen sind bei mir ohne meine Zustimmung reingekommen, dann darf ich auch ohne deren Zustimmung die Bilder zeigen.” Die Polizei soll einen der Diebe bereits aufgrund der Bilder identifiziert haben.
23.08.2007 von Falk Madeja
Für viele Bewohner und Besucher Amsterdam sind sie eine Plage – ganz gemeine Taschendiebe. Sie schlagen zu, wo sie nur können. Uns haben sie mal in einem Internet-Cafe eine Tasche samt Computer geklaut – leider machte die Polizei uns dann Vorwürfe, weil der Internet-Cafe-Besitzer und ich zusammen die Überwachungs-Videos angesehen hatten. Wir hätten gefälligst die Privat-Sphäre des Diebes zu respektieren!
Inzwischen wird in Amsterdam weiter geklaut wie verrückt. Bis Ende Juli kamen bei der Polizei 4387 Anzeigen herein – zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Garantiert haben ausserdem viele Leute darauf verzichtet, überhaupt eine Anzeige abzugeben.
Bislang schien die wichtigste Waffe der Polizei zu sein, auf öffentlichen Plätzen auf Niederländisch, Deutsch und Englisch vor den Taschendieben zu warnen – mit Lautsprechern, Postern und mobilen Teams. Nun kommt eine weitere und wie wir von Meine Güte verblüffende Idee zum Einsatz. Den Taschendieben wird nämlich verboten, bestimmte Strassenbahn-Linien zu benutzen! Wie die Taschendiebe allerdings… weiter lesen
21.06.2007 von Falk Madeja
Die Idee klingt eigentlich gut. Im niederländischen Nimwegen hat die Polizei ein sogenanntes Lock-Fahrrad (Lock von “anlocken”) eingesetzt. Fahrrad-Diebe können es zwar stehlen, aber weil ein Sender eingebaut ist, können die Ordnungshüter die Diebe leicht lokalisieren und fest nehmen. Das ging so seit Mai – und drei notorische Fahrrad-Klauer konnten eingebuchtet werden.
Aber am 7. Juni ging es wohl schief, meldet die Polizei am Donnerstag. Der Sender meldet sich nicht mehr! Auf der Waalkade verloren die Polizisten die Verbindung. Mit Polizeibooten wurde noch im Wasser gesucht – und es wurden auch zwei anderweitig geklaute Fahrräder gefunden. Nicht aber das Lock-Fahrrad. Das ist weg…
08.02.2007 von Falk Madeja
Sie haben es auch wirklich schwer: die Diebe der Niederlande! Ein wachsende Anzahl ihrer Landsleute will gar nicht beraubt werden. Sie machen es den Einbrechern mit Kameras, Schlössern, Lichtschranken und allem möglichen anderem Krimskrams den Einbrechern immer schwerer, um ander Menschen Eigentum aus Häusern zu schleppen. Gar nicht zu reden von den kleinen und grossen Unternehmern, die prinzipiell gegen Laden-Diebstahl, Unterschlagung etc. auftreten. Als ob ihr Leben davon anhinge! Und dann gibt es ja auch in den Niederlanden Polizisten, die Ganoven fangen und hinter Schloss und Riegel stecken wollen.
Doch jetzt geht es ans Eingemachte. Hollands Dieben droht nun auch noch der Verlust der Privatsphäre! Ich habe das schon vor einem Jahr mit erlebt. Da wurde ich in einem Amsterdamer Internet-Cafe meiner Tasche beraubt. Der Cafe-Besitzer bot mir an, wir könnten uns auf dem Sicherheits-Video möglicherweise den Dieb anschauen. Ja, tatsächlich! Ein kleiner dunkelhaariger Schein-Tourist schlich sich an mich heran,… weiter lesen
03.02.2007 von Falk Madeja
Nein, diese Spammer. Wenn ich auf all die ungefragt hereinkommenden Spam-Mails reagiert hätte, wäre mein Penis schon einmal um den Erdball verlängert! Oder ich hätte soviel Viagra geschluckt, dass mit “ihn” an Strassenbau-Firmen als Steine-Klopfer hätte vermieten können.
Lästig sind sie also schon. In den Niederlanden haben sie nun mal einen der Spammer erwischt – und zu einer saftigen Strafe verurteilt. Die Opta, die Aufsichtsbehörde des Telekom-Marktes, hat den Burschen gleich eine Strafe von 75.000 Euro aufgebrummt. Der Kerl hatte übrigens “nur” 40.000 Euro damit verdient. Pech für ihn ist, dass Spammen in den Niederlanden seit 2004 gesetzlich verboten ist.
Dennoch hatte er sage und schreibe 9 Milliarden Spam-Mails verschickt. Darin warb er ungefragt für Viagra, Sex-Zeug und Porno. Um seine Spuren zu verwischen, mietete er in den USA Computer an – von denen aus er seine Mist-Mails verschickte. Ausserdem kaperte er 100e Computer ahnungsloser Privat-Personen, um die Mails von… weiter lesen
29.01.2007 von Falk Madeja
Die niederländische Strom-Firma NUON kämpft verdienstvoll in Berlin und anderswo um jeden Kunden – irgendjemand muss ja die Monopole der Vattenvalls dieser Erde durchbrechen! Den harten Einsatz für die deutschen Kunden können Sie viel besser wertschätzen, wenn Sie sich realisieren, wie hart es NUON zu Hause in Amsterdam hat. Nämlich mit Mark Cuperus, einem ganz offensichtlich vollverstockten NUON-Bezahlungs-Verweigerer.
Seit sage und schreibe 12 Jahren führt der 50jährige Mann einen zermürbenden Kleinkrieg gegen den Strom- und Gas-Versorger NUON. Das Algemeen Dagblad traf bei einem Besuch im Hause das Anti-NUON-Mannes haufenweise Gas-Flaschen und Berge von Kerzen an. Und warum? Weil NUON ihn vor einigen Jahren komplett abgeschlossen hat. Grund dafür ist eine Rechnung von inzwischen 2500 Euro, die er nicht bezahlen will. Ursprünglich war die Rechnung übrigens nur einige 100 Gulden, also sagen wir 250 Euro, hoch.
Die Folgen der Halsstarrigkeit sind enorm. Radio und Fernsehen laufen im Hause Cuperus auf teuren… weiter lesen