16.12.2008 von Falk Madeja
In mehr als zehn Läden in Amsterdam-Süd gibt es ein Experiment, mit dem Diebe mittels eines sogenannten DNA-Sprays “gekennzeichnet” werden, nachdem sie versuchen, das Geschäft zu verlassen. Das Zeug ist synthetisch, bleibt eine Woche im Gesicht des Flüchtigen und soll es der Polizei ermöglichen, um einen Verdächtigen schneller identifizieren zu können. Über der Tür wird ein Apparat installiert, den das Personal mittels eines Knopfes das Spray versprühen lassen kann. Später kann mit Hilfe einer UV-Lampe festgestellt werden, in welchem Laden der Verdächtige gewesen sein soll.
Das hat der Wirtschafts-Beigeordnete Lodewijk Asscher in einem Brief an den Gemeinderat mitgeteilt. Zunächst einmal werden 20.000 Euro für den Test bereitgestellt. Im kommenden Jahr werden ingesamt eine Million Euro investiert, damit Laden-Besitzer ihre Geschäfte besser sichern können. Das ist wohl sehr nötig, denn gegenüber dem Jahr 2006 stieg im Jahr 2007 die Zahl der Laden-Diebstähle um 33 Prozent auf 394. In Rotterdam gibt es… weiter lesen
07.07.2008 von Falk Madeja
Das droht vielleicht einem 30jährigen Autofahrer aus Amsterdam. Am 27. Juni raste er beim Olympischen Stadion in Amsterdam mit einem teuren BMW über die rote Ampel. Als die Polizei ihn dann eingeholt und überprüft hatte, ging sie gleich zur Sache. Kofferraum-Durchsuchung! Der Mann, wahrscheinlich ein Drogendealer, hatte bei sich: eine im Moment unbekannte Menge Softdrogen, 150.000 Euro in Cash sowie 15 Handys.
Daraufhin gab es auch noch eine Hausdurchuchung. Diesmal fanden die Ordnungshüter wiederum jede Menge Drogen, eine Rechnung für ein Haus (310.000), allerlei Rechnungen für Umbau und Hausrat (93.000) und wie der Mann, der offiziell 1900 Euro im Monat verdient, zu einer 30.000 Euro teuren Armbanduhr kam, konnte er auch nicht erklären.
Das Geld, das Haus, die Drogen und die Uhr wurden beschlagnahmt. Der BMW war gemietet (900 Euro im Monat).
17.05.2008 von Falk Madeja
Die Polizei hat im niederländischen Nieuwegein einen 40jährigen Drogenhändler verhaftet, nachdem er den Kaufpreis für einen Range Rover HSE Sport – satte 150.000 Euro – bar bezahlt hatte. Eine solche Transaktion ist aber meldepflichtig.
Und sie wurde gemeldet. Die Ordnungshüter fanden bei dem Mann dann 28 Kilo Kokain (Wert 1 Million), zwei Taschen voller Geld und natürlich einen Revolver.
18.01.2008 von Falk Madeja
Es hätte so spannend sein können, der Besuch des Rotterdamer Oberbürgermeisters Ivo Opstelten in Berlin, in der Niederländischen Botschaft. Immerhin ist Rotterdam (600.000 Einwohner, 174 Nationalitäten, 46 Prozent Migranten) die niederländische Stadt, in der sich spätestens seit Anfang 2000 die Gemüter besonders über Einwanderung erregen.
2002 besuchte ich noch Wochen vor dem Tod eine Pressekonferenz mit Pim Fortuyn für ausländische Journalisten (und weil Fortuyn schon als Mussolini galt, kamen etliche), der Wochen später schon tot in seinem Blut lag, erschossen von einem Tierschützer namens Volkert van der G. Die Debatte wogte damals hoch, und dann wurde später noch jemand ermordet Theo van Gogh, Filmemacher und Kolumnist. Ayaan Hirsi Ali musste nach Amerika flüchten. So weit, wo bekannt. Und stehen wir möglicherweise am Vorabend möglicher neuer Unruhen, da doch Geert Wilders in den nächsten Tagen mit seinem Anti-Koran-Film ein ordentliches Fass Öl aufs Feuer gießen will?
Opstelten, Mitglied der heutzutage in… weiter lesen
03.09.2007 von Falk Madeja
Die niederländische FARC-Aktivistin Eillen (die auch Ellen heissen könnte), ist bei den niederländischen Behörden unbekannt. Weder die Botschaft in Kolumbien noch das Aussenministerium in Den Haag weiss, um wen es sich handeln könnte, meldet das NRC Handelsblad.
Unterdessen werden aus ihrem Tagebuch mehr Details bekannt gegeben.
So schreibt sie eines Tages: ,,Manchmal werde ich heulend wach. Und immer mit der gleichen Frage: Wäre ich glücklicher gewesen, wenn ich in den Niederlanden geblieben wäre? Unterricht geben, übersetzen und arbeiten für die Universität. Verheiratet, mit Kindern?’’ Aber letztendlich entscheidet sie. ,,Der Jungle ist mein zu Hause.’’
Einen Tag, bevor sie ihr Tagebuch verliert, schreibt sie, dass sie monatelang in Gefechte verwickelt war. Das Kämpfen fällt ihr nicht leicht. Das „Laufen mit dem schweren Rucksack, die nassen Kleider und immer wieder rennen’’. Aber es sei eine interessante Erfahrung, die ihr niemand mehr nehmen könne.
03.09.2007 von Falk Madeja
Die in Amsterdam erscheinende Zeitung “De Telegraaf” berichtet, dass offenbar vei der kolumbianischen Terror-Gruppe FARC niederländische Mitglieder gibt. Ein Mädchen namens Eillen soll im Jahre 2000 nach Südamerkia gegangen sein, um die Segnungen des Marxismus zu studieren. Sie fand das alles so toll, dass sie 2 Jahre später in die FARC eingetreten ist. Offensichtlich hat sie bei der Flucht ein Tagebuch verloren, jedenfalls habe das die kolumbianische Zeitung “El Tiempo” berichtet.
FARC bedeutet Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia–Ejército del Pueblo, FARC bzw. FARC-EP. Die Truppe wurde in 60er Jahren von den Kommunisten gegründet. Heute sollen angeblich 12.000 bis 18.000 Leute Mitglied sein. Schon seit geraumer Zeit ist die FARC vor allem mit Drogenhandel, Entführungen und allerlei anderer Terror-Arten befasst. Die USA, die Regierung Kolumbias uns die EU sehen in der FARC eine terrorische Bewegung.
Die junge Ellien wird als “naiv” umschrieben. Angeblich soll sie als Übersetzerin arbeiten. In ihrem Tagebuch stand wohl zu lesen, dass… weiter lesen
31.08.2007 von Falk Madeja
Der Coffeeshop Sarasani in Utrecht muss schliessen. Das hat Bürgermeister Brouwer beschlossen, weil die zwei F.V. (42) und T.H. (45) sich auf offener Strasse beim Drogenhandel erwischen liessen. Sie wollten jemandem aus Mannheim 10 Kilo von irgendwelchem Zeug verkaufen. Die Polizei geht davon aus, dass der Deal im Sarasani eingefädelt worden ist. In der Wohnung einer der Beteiligten wurden 37 Kilo Drogen gefunden.
Es handelt sich laut Algemeen Dagblad um den ältesten Cofeeshop des Landes.
Allerdings ist die Drogengesetzgebung der Niederlande etwas kurios. So dürfen die Coffeeshop-Betreiber eigentlich Drogen verkaufen, aber sich mit Drogen beliefern lassen ist verboten. Naja, 500 Gramm dürfen sie im Haus haben.
Der Anwalt der Beschuldigten sate, dass die 37 Kilo wegen Urlaubs um Hause gewesen wären. Die Exekutive denkt, dass das wegen des oben genannten Strassendeals geschah.