12.10.2009 von Falk Madeja
Es ist passiert. Die DSB Bank des niederländischen Geschäftsmannes Dirk Scheringa ist am Montag unter Aufsicht gestellt worden. Das hatte das zuständige Gericht in Amsterdam entschieden, nachdem am Wochenende kein Rettungsplan zustande kam.
Was bedeutet das? Nun, die Kunden der DSB Bank haben u.a. mehr als vier Milliarden Euro an Spargeld eingelegt. Davon bekommen sie am Ende aus dem niederländischen Bankensicherungsfond garantiert 100.000 Euro pro Person – das Geld werden die anderen Banken wohl berappen müssen. In den kommenden drei Tagen dürfen die DSB-Kunden jeweils 250 Euro aufnehmen, also insgesamt 750 Euro. Danach ist erst mal Schluss.
Es bleiben viele Fragen offen. Auch, was bsw. mit AZ Alkmaar geschieht, jenem Klub der dem Geld von Scheringa und dem Know How des heutigen Trainers des FC Bayern München, Louis van Gaal, in der vergangenen Saison niederländischer Meister wurde. Und da sind ja noch die 1700 Mitarbeiter…
12.10.2009 von Falk Madeja
Wir haben ja an dieser Stelle bereits über die niederländische DSB Bank und ihren schillernden Eigentümer Dirck Scheringa geschrieben – inzwischen haben sich die Umstände verschärft. Am vergangenen Wochenende haben die niederländischen Geldanstalten wie Rabobank, ING, ABN AMRO und Fortis Bank Nederland auf Druck der Finanzaufsichtsbehörde DNB zusammengesetzt, wie es denn mit der DSB Bank weiter gehen solle.
Der Druck soll so gross gewesen sein, dass es eigentlich um den Verkauf der Bank ging. Zwar ist die DSB Bank mit ihren permanenten Werbekampagnen für Hypotheken sowie dem mehr oder weniger Scheringa gehördenden Fussballverein AZ Alkmaar in den Medien omnipräsent, aber sie ist mit acht Milliarden Euro auf der Bilanz nicht so gross, das die niederländische Regierung sie als “systemrelevant” einordnen will. Deshalb soll es vorerst keine Rettungsaktion geben. Allerdings lehnten die oben genannten Banken eine gemeinsame Übernahme ab, aus verschiedenen Gründen. So werden der Einspruch der EU-Kartellbehörden sowie jahrelange Prozesse unzufriedener Kunden… weiter lesen
03.10.2009 von Falk Madeja
Dirk Scheringa ist, wie man es auch dreht und wendet, ein bemerkenswerter Mann. Der einstige Polizist hat sich in einigen Jahrzehnten ein finanzielles Imperium aufgebaut – die sogenannte DSB (Dirk Scheringa) Bank, die unter verschiedenen Markennamen Kredite und Hypotheken anbot (diese allerdings gern mit diversen Versicherungen verknüpfte). Im vergangenen Jahr holte sein eigener Fussballverein, AZ Alkmaar, den Titel in der niederländischen Ehrendivision. Ein Museum besitzt er auch noch und am vergangenen Freitag präsentierte er zum Start der neuen Saison wieder sein eigenes professionelles Eislaufteam. Allerdings nicht lange, nach nur 15 Minuten verschwand er wieder, ohne eine Frage zu seiner DSB Bank zu beantworten.
Die Fragen sind allerdings zahlreich. Seit Tagen spekulieren die Offline- und Online-Medien, ob seine Bank nicht einfach umfallen könnte. Grund: Pieter Lakeman, der für die Stichting Hypotheekleed (Stiftung Hypothekenelend), 1100 Parteien vertritt, die bei der DSB Bank (oder Tochterfirmen) Kredite und… weiter lesen