15.01.2010 von Falk Madeja
Über Geert Wilders gibt es allerlei neue Dinge zu berichten. Ernsthafte, weniger ernsthafte. Ganz hübsch finde ich die Idee einer Internet-Firma, die das blondbeschopfte Phänomen der niederländischen Innenpolitik wegen seiner Bekanntheit für eine hübsche Reklame-Parodie einspannte. Da wirbt also die Partij Voor Vastleggen van Domainnamen, also die PVVDN, für die Möglichkeit, einen eigenen Domainnamen zu registrieren! Das ist eine Zusammenfügung aus dem Slogan “Eigen Volk Eerst” (alte Kampagne des Vlaams Blok, bedeutet “Erst das eigene Volk”) und dem Namen der Wilders-Partei PVV. (Wobei Wilders ja eigentlich nicht sagt “Erst das eigene Volk” sondern “Nur das eigene Volk”, oder irre ich mich? Egal.)
Dazu gibt es einen sehr lustigen Film, in dem Wilders in den winterlichen Niederlanden mit allerlei Moslems herumtollt, sogar mit einer Burka-Frau. Haben wir bei Joop.nl gelesen, Link zum Video hier. Bevor mich jetzt wieder die Wilders-Fans mit heftigen Reaktionen eindecken – liebe Freunde: Ein bisschen Spaß muss… weiter lesen
24.12.2009 von Falk Madeja
Nun, offenbar sieht es bei den über eine Hochzeit einwandernden Neuniederländern anders aus als die oft diskutierten Klischees es besagen. Bei den 15.000 “Ehemigraten” in den Niederlanden, so eine Untersuchung von E-Quality lt. “De Volkskrant”, handelt es sich lediglich zu zehn Prozent um schlecht ausgebildete Frauen aus der Türkei oder Marokko. Ja, insgesamt kommen die Ehemigranten sogar aus 160 Ländern.
Offenbar gibt es drei wichtige Klischees. Erstens also, dass es sich bei den Ehemigranten um schlecht ausgebildete Türkinnen und Marokkanerinnen handelt. 75 Prozent haben mindestens die Grundschule absolviert, 38 Prozent mittleres Ausbildungsniveau. Eine nennenswerte Zahl von Zwangsehen nennt der Report auch nicht.
Zweitens: ein Drittel der Ehemigranten heiratet Niederländer (“autochton”), 51 Prozent einen Flüchtling oder einen höher ausgebildeten Einwanderer und nur 14 Prozent einen in den Niederlanden geborenen Einwanderer.
Drittens: angeblich sollen ja besonders viele weibliche Eheeinwanderer ins Land kommen, weil sie Mutter und Hausfrau werden wollen –… weiter lesen
12.10.2009 von Falk Madeja
Anders gesagt: die Vorsitzende der niederländischen Gewerkschaft FNV, Agnes Jongerius, wollte mit Geert Wilders, einziges Mitglied und Chef der Anti-Islam-Partei PVV, über eine Zusammenarbeit sprechen. Sie sprach gar von einem “Teufelspakt”. Seitdem liegt sie “unter schwerem Feuer” (Algemeen Dagblad) und “rufen Mitglieder um Rücktritt” (De Telegraaf). Am Montag soll es beim FNV eine Eilsitzung geben.
Worum geht es beim “Teufelspakt” zwischen Frau Jongerius und Herrn Wilders? Nun, der FNV wie die PVV sind dagegen, dass die Regierung das Renteneinstiegsalter von 65 auf 67 Jahre anhebt. Die Alterversorgung wird in den Niederlanden “AOW” genannt. Im Blatt “Oplinie”, das von der Algemene Federatie van Militair Personeel herausgegeben wird, sagte sie zu den von ihr geplanten Gesprächen mit Wilders: “Nennt es Opportunismus, aber jede Uterstützung zählt.” Dabei hatte die Partei von Wilders vorgeschlagen, die Beibehaltung der Atersgrenze von 65 Jahren mit einem Einwanderungsstop… weiter lesen
05.10.2009 von Falk Madeja
Der Chef und einziges Mitglied der niederlåndischen Partei PVV, Geert Wilders, beschuldigt den Einwanderungsminister Eberhard van der Laan des Amtsmissbrauchs. Grund: der Sozialdemokrat hatte sich geweigert, Fragen des Abgeordneten Geert Wilders nach den Kosten der Einwanderung zu beantworten. Wilders argumentiert, dass van der Laan nun einmal verpflichtet sei, um Fragen von Abgeordneten zu beantworten. Das Parlament solle untersuchen, ob van der Laan mit seiner Weigerung das Grundgesetz verletzt habe.
Unterdessen hat die PVV unter der URL eine Website mit dem Namen “Was kostet die Massenimmigration” gestartet. Wie der PVV-Abgeordnete Sietse Fritsma dem Algemeen Dagblad sagte, sollen auf dieser Website Informationen rund um das Thema “Einwanderung und Kosten” gesammelt werden. Er nannte ein Beispiel einen Fahrrad-Kurs fuer marokkanische Frauen, die dann nie mehr Fahrrad gefahren sind. Oder Frauenhaeuser,… weiter lesen
03.10.2009 von Falk Madeja
15.000 Einwanderer im Jahr 2008, die als “chancenarm” bezeichnet werden – die niederländische Regierung will eingreifen. Die Regeln für die sogenannten “Importbräute” sollen verschärft werden Einwanderungsminister Erberhard van der Laan (PvdA), Justizminister Ernst Hirsch Ballin (CDA) und Justizstaatsekretärin Nebahat Albayrak (PvdA) haben nun in einem Brief an das Haager Parlament angekündigt, dass im Jahr 2004 bereits genommende Massregeln verschärft werden sollen.
Vor fünf Jahren wurde u.a. die Altersgrenze für diejenigen, die einen Ehepartner aus ihrem Herkunftsland holen wollten, auf 21 Jahre erhöht. Der Antragsteller musste demnach auch 120 Prozent des in den Niederlanden geltenden Minimumlohnes verdienen. Aber die Zahl der “Importeheleute” blieb mit 15.000 eben immer noch hoch. Das sei schädlich für die Gesellschaft, sagte Ernst Hirsch Ballin. 25 Prozent der Importehen würden ausserdem zwischen Verwandten geschlossen. Bei den Importehen handele es sich um Betrug, Zwang, Polygamie etc. Kinder aus diesen Ehen kämen meist mit einem Bildsrückstand von zwei Jahren zur Schule.
Nun also verschärfte… weiter lesen
10.06.2009 von Falk Madeja
Ein “Trendbruch” – so bezeichnete der niederländische Integrationsminister Eberhard van der Laan (PvdA) lt. “De Volkskrant” die neuesten Zahlen zum Thema Einwanderung in die Niederlande. In nur einem Jahr stieg die Zahl der sogenannten “Importbräute” um 30 Prozent auf 15.330. Es handelt sich hierbei um Frauen aus Marokko, der Türkei, Irak, Afganistan und Somalia, die, Zitat, “von leider nicht nur emanzipierten Herren” ins Land geholt wurden – Zweck: Heirat, Familiengründung. Van der Laan sagte, dass die Niederlande diese Menschen “unmöglich alle einbürgern” könne.
Ingesamt kamen 140.000 Einwanderer ins Land, darunter auch 8.471 Deutsche und 14.061 Polen. Die damit die Zahl der Türken, 4.020, deutlich übertreffen.