Archive for the ‘Emanzipation’ Category

18.04.2008 von Falk Madeja
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Hollands Sozialdemokraten mit radikalem Plan

von Falk Madeja

Die niederländischen Sozialdemokraten, PvdA, wollen mit einem radikalen Plan die Zahl der Frauen in Spitzenpositionen vergrößern. Sie arbeiten an einem Gesetzesvorschlag, wonach Firmen, die nicht innerhalb von 4 Jahren die Zahl der Frauen bsw. in Aufsichtsräten auf 40 Prozent gesteigert hätten. geschlossen werden könnten.

Die Idee stammt aus Norwegen. Dort stieg die Zahl der Frauen in Führungspositionen in wenigen Jahren von 10 auf 40 Prozent.

In den Niederlanden sind laut der Zeitung “De Pers” ein Viertel aller Führungspositionen durch Frauen besetzt, im Rest Europa sollen es ein Drittel sein.

Der Koalitionspartner der PvdA, CDA, ist allerdings kategorisch gegen diesen Plan. Auch kaum vorstellbar, dass der dritte Koalitionspartner Christenunie dafür stimmen wird. Möglicherweise aber einige Oppositionsparteien… 

21.12.2007 von Falk Madeja
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Umstrittene Protestanten-Partei SGP wird einlenken müssen

von Falk Madeja

Schweres Problem für die niederländische Protestanten-Partei SGP! Die Partei, die offen und unverblümt für die Diskriminierung der Frauen kämpft, erlitt vor dem Obersten Gerichtshof in Den Haag eine schmerzhafte Niederlage. Das Gericht urteilte, dass der niederländische Staat gegen die SGP wegen Frauen-Diskriminierung auftreten müsse. Grund: „Der demokratische Rechtsstaat wird auf fundamentale Weise angetastet“, wenn Frauen „die meist fundamentalen politischen Rechte“ der niederländischen Bürger vorenthalten werden. Die SGP findet kurz gesagt, dass Männer mehr wert sind als Frauen und letztere den Mund halten müssten, und darum verbietet die Partei es Frauen, sich auf Wahllisten aufzustellen. Angeblich stehe das in der Bibel.

 

Die SGP reagierte natürlich beleidigt. Das Urteil sei eine „minimalistische Auslegung der Freiheit des Gottesdienstes und Vereinigungsfreiheit“. Man(n) will in Kassation.

 

Das Urteil ist in gewisser Weise differenziert. Die SGP darf so bsw. ihren Standpunkt zum Thema Frauen weiter propagieren. Die Partei kann auch weiterhin bestimmen, wer auf… weiter lesen

06.12.2007 von Falk Madeja
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Subventionen für die Anti-Frauen-Partei

von Falk Madeja

Die niederländische Anti-Frauen-Partei SGP hat sich vor Gericht das Recht auf Subventionen zurück erkämpft. Die waren ihr aberkannt worden, weil die Männer in der SGP es Frauen verbieten, Mitglied zu werden. Diese Geschichte spielt zwar schon seit Jahren, aber im Jahr 2005 drehte der damalige Innenminister Johan Remkes der SGP nach einer Gerichts-Prozedur von Frauenbewegungen gegen die SGP den Subventions-Geldkran zu.

Anlass war ein Prozess in Den Haag, den Frauenorganisationen gegen die SGP beginnen hatten. Ihrer Meinung hatte die SGP im Gegensatz zu einem internationalen Frauenvertrag Frauen mit dem Partei-Ausschluss diskriminiert. Dass einer Partei Subventionen entzogen wurde, hatte es in den Niederlanden noch nie gegeben. In den Jahren 2006 und 2007 gab es also keine Staatskohle für die Anti-Frauen-Partei.

Die SGP ist eine orthodox-christliche Partei, 1918 gegründet und damit die älteste Partei der Niederlande. Sie haben zwei Leute im Parlament, natürlich Männer. Denn Frauen dürfen verkürzt gesagt nicht Mitglied werden,… weiter lesen

15.10.2007 von Falk Madeja
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Nee, Ayaan Hirsi Ali will nicht nach Dänemark

von Falk Madeja

Sie sei “geehrt und dankbar”, sagte Ayaan Hirsi Ali, aber der Einladung, um in Dänemark zu wohnen, wolle sie nicht folgen. Sie möchte stattdessen in den USA bleiben und versuchen, Geld für die notwendigen Bodyguards zu sammeln. Die dänische Regierung hatte am Montag erklärt, dass sie bereit sei, um Aufenthalt und Bewachung der niederländisch-somalischen Bürgerrechtlerin finanzieren würde, falls sie sich in dem skandinavischen Land niederlassen wolle. Das sagte Kulturminister Brian Mikkelsen, so die Tageszeitung “De Telegraaf”.

Der Politiker sagte, dass sein Land der Politikerin Asyl anbieten sollte. “Sie hat mehr als jeder andere für Freiheit und Meinungsäusserung gekämpft und mehr Todesdrohungen empfangen, als jeder andere”, erklärte er der dänischen Zeitung “Jyllands Posten”. Das ist die Zeitung, die im Zentrum des Karikaturen-Streites stand.

Mikkelsen rief… weiter lesen

11.10.2007 von Falk Madeja
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Ayaan Hirsi Ali: definitiv kein durch Den Haag bezahlter Schutz in den USA

von Falk Madeja

Das wars! Der niederländische Staat wird die niederländisch-somalische Bürgerrechtlerin Ayaan Hirsi Ali definitiv nicht mehr in den USA schützen lassen. Es gibt im Parlament, der Zweiten Kammer, auf Antrag der Partei “Groen Links” zwar noch eine Debatte, aber die klare Mehrheit aller Parteien will nicht, dass der niederländische Staat die Kosten für die Bodyguards in den USA übernimmt. Ihr Schutz in den USA war am 1. Oktober gestoppt worden, woraufhin sie sich erst mal in die Niederlande begab. Zwischenzeitlich hatte sie Schiessübungen in Polen. Nun wird sie versuchen, bei privaten Geldgebern anzuklopfen. Das wird nicht einfach, denn es geht um viel Geld.

10.10.2007 von Falk Madeja
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Ayaan Hirsi Ali auf Schiess-Training in Polen

von Falk Madeja

Die niederländisch-somalische Bürgerrechtlerin Ayaan Hirsi Ali soll vor einem Monat in der Repuplik Polen Schiess-Training genommen haben, schreibt die in Amsterdam erscheinende Zeitung “De Telegraaf”. Dieses soll auf dem Bauernhof des Ex-Verteidigungsministers Radek Sikorski stattgefunden haben.

Er nannte es eine Schande, dass die Niederlande nicht den Schutz Hirsi Alis in den USA bezahlen wolle. “Diese Frau ist eine Ikone im Kampf gegen den radikalen Islam.” Er kennt Ayaan vom American Enterprise Institut, wo er auch gearbeitet hat. Er lehrte ihr den Umgang mit Handfeuerwaffen.

09.10.2007 von Falk Madeja
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Jetzt setzt Salman Rushdie sich für Ayaan Hirsi Ali ein

von Falk Madeja

Salman Rushdie, der seit vielen Jahren in Angst vor einem Anschlag irgendwelcher Moslem-Terroristen leben muss, setzt sich jetzt in einem Artikel in der Los Angeles Times ür Ayaan Hirsi Ali ein! Der britische Schriftsteller kritisiert die niederländische Regierung, weil die nicht länger Hirsi Alis Bodyguards im Ausland bezahlen wollen. Rushdie ist inzwischen schon 18 Jahre in einer vergleichbaren Situation, aber die britische Regierung steht eisern hinter ihm.

Er nannte die Entscheidung der niederländischen Regierung “wirklich pervers”. Er kritisierte auch einen vermeintlichen Rechenfehler. Seiner Meinung seien für die niederländische Regierung die Kosten im eigenen Land ohnehin höher als in den USA – das Haager Kabinett will aber die USA-Sicherheitskosten nicht und die Niederlande-Sicherheitskosten doch bezahlen. Salman Rushdie spricht jedenfalls aus Erfahrung. Darum nannte er es “beschämend”, dass Ministerpräsident Jan-Peter Balkenende Ayaan Hirsi Ali empfohlen habe, ins Ausland ohne Schutz zu fahren.

Salman Rushdie… weiter lesen

01.10.2007 von Falk Madeja
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Eva Herman und Christa Müller werden aufheulen

von Falk Madeja

Aber, nix zu machen, der niederländische Emanzipations-Minister Ronald Plasterk will mehr Frauen Arbeit und Karrieremöglichkeiten verschaffen! Und, noch schlimmer für die Herd-Aktivisten aus Deutschland, er denkt sogar an vollwertige Arbeit mit echten Karriere-Chancen. Der Sozialdemokrat sagte der Zeitung Algemeen Dagblad sogar: Arbeiten macht (aus einer Frau) noch lange keine “entartete Mutter”. Das muss bei Eva Herman und Christa Müller als harter Schlag ankommen!

Seine eigene Mutter war noch Hausfrau – und so kannten es Generationen von Niederländern. Wenn sie von der Schule nach Hause kamen, sass da die Frau des Hauses mit Essen oder Thee. Aber das ginge auch anders, meint der Minister. Er habe Freunde in England, beide haben seien Professoren und arbeiteten Fulltime. Die Kinder seien glücklich und es könne keine Rede davon sein, dass die Kinder verwahrlost wären.

Die Niederlande sei in Sachen Frauen-Emanzipation noch immer unentschieden. Zwar finde jeder, dass Frauen und Männer die gleichen Rechten… weiter lesen

31.08.2007 von Falk Madeja
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Diskriminieren auch mal so herum

von Falk Madeja

Es sieht so aus, als ob Cisca Dresselhuys, seit vielen Jahren Chefin der Zeitschrift “Opzij” (in etwa “niederländische Emma”) einen interessanten Prozess erwarten kann. Wie die Wochenzeitschrift “HP/de Tijd” berichtet, geht es um Diskrimierung. Cisca Dresselhuys ist so in etwa die niederländische Alice Schwarzer. Die zwei werden sich kennen, keine Ahnung ob sie sich mögen oder nicht.

Jedenfalls hat Cisca Dresselhuys einen männlichen Bewerber für die Redaktion abgewiesen. Gert-Jan Ankone von Bureau Discriminatiezaken Hollands Midden en Haaglanden (Anti-Diskriminierungs-Truppe) sagte zu HP/de Tijd: “Dresslhuys hat einen männlichen Bewerber abgewiesen. Damit verstösst sie gegen Artikel 1 des Grundgesetzes.” Die Meinung von Frau Dresselhuys, dass es keine “männliche Feministen” gäbe, könne er juristisch und inhaltlich nicht akzeptieren. Wenn die Feministin glaube, über dem Gesetz zu stehen, dann könne man ja auch zum Richter gehen.