21.12.2010 von Falk Madeja

Ehrendivision macht große Verluste
So groß waren die Verluste der niederländischen Ehrendivision-Klubs auch noch nie! Zusammen verloren die 18 Klubs in der Saison 2009/2010 71,8 Millionen Euro. Damit setzt sich die Talfahrt fort – in der Saison 2008/2009 lag der Verlust bei 31 Millionen Euro und noch ein Jahr davor gab es einen Gewinn von 64,2 Millionen Euro.
Wobei ausgerechnet die großen Klubs am meisten verloren haben: Ajax Amsterdam 22,8 Millionen Euro, der PSV Eindhoven 17,5 Millionen Euro, Feyenoord Rotterdam 14,5 Millionen Euro und der SC Heerenveen 15 Millionen Euro.
Woran lags? Nicht so sehr an den Zuschauern, die durchschnittliche Besucherzahl lag stabil bei 19.610 pro Spiel. Natürlich gibt es pro Klub verschiedene Ursachen, aber eines haben die Klubs gemeinsam: die Löhne für die Spieler sind mit durchschnittlich elf Prozent doch ziemlich heftig gestiegen. Dazu sind die Transfererlöse von 142 Millionen Euro in der Saison 2007/2008 auf 66… weiter lesen
25.08.2010 von Falk Madeja
Wir müssen immer wieder über verrückte Vorgänge aus der Provinz Friesland berichten. Die Liste wird zusehens länger. Es gibt Friesen, die das Thema Porno völlig neu auf die Karte setzen wollen, Dörfer ohne Internet (habe ich selbst Ende vergangenen Jahres mitgemacht, Orstname vergessen) und nun auch einen 48jährigen Friesen, der der “friesische Andy Möller der Herz-Medizin” werden könnte. Oder sagen wir genauer: der Schutz-Herz-Schwalbe.
Andy Möller bekam seine Strafe für seine Schutzschwalbe, der Friese aus Sneek eine Strafe von 2246 Euro! Wie hat der Schutz-Schwalben-Friese das gemacht? Nun, wie wir im Telegraaf lesen war er auf der Insel Starteiland im S.neekermeer – es war 3.20 Uhr und die letzte Fähre war schon weg. Da rief er einfach bei der Polizei an und sagte, er haben einen Herzanfall.
Die Ordnungshüter sorgten dafür, dass er mit einem Boot in an Land gebracht, wo ein… weiter lesen
14.02.2010 von Falk Madeja

PSV in schwarzen Hosen
Bis jetzt dachten wir, dass die Niederlande ein Problem mit den “Schwarzstrümpfen” hat. Es handelt sich kurz gesagt um einige protestantische Familien, in denen die Frauen Röcke und eben schwarze Strümpfe tragen müssen, steht angeblich in der Bibel. Oder wie die Uni Münster sagt:
“Sie leben in einer Art Ghetto und schirmen sich vom Rest der Welt bewusst ab. Niemand darf von den Medien Gebrauch machen, sie geben keine Interviews und folgen strengen religiösen Regeln.”
Jetzt hat das von strengen Reli-Menschen wie Protestanten und Moslems gebeutelte Land auch ein Problem mit schwarzen Hosen. Ein an sich ziemlich weltlicher Fussballverein greift brutal in die nicht endenden Debatten um derlei Kleiderordnungen ein. Der PSV Eindhoven. Die Spieler des Philips Sportverein, dessen Mutterkonzern Philips neben Cafe-Maschinen auch erotische Spielzeuge und andere medizinische Geräte verkauft, mussten… weiter lesen
09.02.2010 von Falk Madeja
Nee, hier können wir nicht über den wahren Grund des Zerwürfnisses zwischen Jogi Löw und dem DFB berichten. Auch nicht, warum Louis van Gaal, der Mann der lt. FAZ gern herumschreit einmal deutscher Nationaltrainer werden will – schon gar nicht ob er es wird und mit welchen möglicherweise umstrittenen Methoden er das vorbereiten will!
Dieses verdammte Hakenkreuz fanden die Fußballer des niederländischen Fußballvereins Theole vor, schreibt das Algemeen Dagblad. Ein Hakenkreuz im Mittelkreis! Darum und nur darum gehts. Denn weil es sich um Kunstrasen handelt und die Farbe aus Autolack ist, ließ sich das verwerfliche Symbol nicht abwaschen. Am Wochenende wurde also auf dem Hakenkreuz gekickt.
Die Verantwortlichen des Fußballklubs in Tiel sind regelrecht verdattert. An der Mauer der Kantine fanden sich noch Aufschriften wie „Adolf Hitler 1939“. Ein gewisser Materialmann namens Bart Arisse sagte dem Algemeen Dagblad, dass… weiter lesen
25.01.2010 von Falk Madeja
Der HFC Haarlem, Ex-Klub des berühmten Ruud Gullit, ist am Ende. Der Klub, Letzter in der Ersten Division (zweite Liga) ist heute bankrott erklärt und wird sofort aus der Meisterschaft genommen. Am Dienstag gibt es noch ein Training, sozusagen ein Auslaufen. Dann können alle Spieler transferfrei gehen.
Der Klub war immerhin 120 Jahre alt! Am Ende konnte eine Schuldenlast von 1,8 Millionen Euro nicht mehr bedient werden.
1946 war der Klub Landesmeister. Traurigberühmt war das Europapokal-Duell im Jahre 1982 in Moskau. Spartak Moskau erzielte in der letzten Minute das 2:0, es brach eine Panik aus – nach offiziellen Angaben starben 60, nach inoffiziellen Angaben 340 Menschen, schreibt Voetbal International.
30.11.2009 von Falk Madeja
Möglicherweise hat Louis van Gaal, der strenge Übungsleiter des FC Bayern München, seinen Kopf noch einmal aus der Schlinge gezogen. Immerhin wurden in wenigen Tagen Maccabi Haifa und Hannover 96 heldenhaft niedergerungen. Seine Landsleute, so lese ich amüsiert in einem Artikel in der Wochenausgabe von “De Volkskrant”, machen sich über Louis van Gaal jedoch Sorgen. Der, so der Artikel, sei “Deutscher als die Deutschen” – zu Deutsch wohlgemerkt.
Interessanter Artikel für mich, auch weil ich rund um meine Zeit (1990 – 1992) bei der Deutschen Journalistenschule in München für diverse Zeitungs-Redaktionen über den FC Bayern schrieb und dann Mitte der 90er das Vergnügen hatte, den Aufstieg von Louis van Gaal als Trainer von Ajax Amsterdam mitzumachen. Inkl. solcher Interview-Geschichten, bei denen wir (damaliger Ajax-Pressechef D.E.… weiter lesen
02.11.2009 von Falk Madeja
Der niederländische Fussball erlebte eine haarige Angelegenheit. Nein, wir schreiben hier an dieser Stelle nicht über das Spiel Ajax Amsterdam gegen Feyenoord Rotterdam - es ging 5:1 aus und der langhaarige Ex-Herthaner Marco Pantelic wurde permanent ausgepfiffen. Grund waren natürlich nicht seine Haartracht sondern gewisse Herumstolpereien.
Wir müssen uns den Vereinen BSC’68 1 – und Berkel 1 widmen. Bei derem Spiel am Samstag gab es nämlich einen fussballweltweit einmaligen Vorfall. Nämlich einen Spielabbruch wegen eines Toupets! BSC’68-Vertediger Ferry Blonk wurde nämlich Opfer einer üblen Attacke. Sein Gegenspieler riss ihm nämlich sein Toupet vom Kopf! Die Folge, so lesen wir im Algemeen Dagblad, war eine Massenschlägerei. BSC’68-Trainer Roel Zandbergen zeigte für die wütenden Reaktionen seiner Kicker Verständnis. “Für Ferry war das ein schmerzhafter Augenblick, denn er trug das Toupet aus Krankheitsgründen.” Der Täter soll ein Mann… weiter lesen
31.10.2009 von Falk Madeja
Überraschung! Der niederländische Meister AZ Alkmaar könnte in russische Hände fallen. Der Klub, dem es zur Zeit in der Meisterschaft nicht so gut geht, ist nach der Pleite von Dirk Scheringa und seiner DSB Bank Teil der Konkursmasse des Scheringa-Imperiums.
AZ Alkmaar erlebt unter Trainer Ronald Koeman eine Screckenssaison. Vergangene Woche ging das Prestige-Duell gegen Ajax Amsterdam zun Hause mit 2:4 verloren. AZ steht nun auf Platz 8 – sechs der elf Spiele gingen verloren. Am Donnerstag trat Dirk Scheringa erwartungsgemäss ab. Der Ex-Polizist aus Nord-Holland hatte den Club 1993 als Vorsitzender übernommen, später besass er alle Anteile. Anfangs spielte AZ noch einem augenscheinlich baufälligen Stadion, stieg auch schon mal ab. Ingesamt kaufte Scheringa im Laufe der Jahre 98 Spieler, allein Sommer 2007 gab Scheringa 24,7 Millionen Euro aus, insgeasmt wohl um diem 100 Millionen Euro. Scheringa finanzierte die Ankäufe nicht aus… weiter lesen
29.10.2009 von Falk Madeja
Am Samstag, wir fuhren auf der Autobahn zwischen Breda und Waalwijk, machten wir noch Witze. Der Tabellenletzte RKC Waalwijk hatte bei NAC Breda anzutreten, aber laut Zeitungsberichten hatte das klamme Schlusslicht nicht mal mehr das Geld für den Bus. Nun, zwischen Waalwijk und Breda sind es ja nur etwas mehr als 30 Kilometer, wenn sie uns nun auf Fahrrädern entgegenkommen würden? Die Drahtesel brauchen ja immerhin keinen Diesel.
Nun, wir konnten keine Fahrradfahrenden Waalwijk-Kickern entdecken, aber irgendwie scheinen sie den Weg ins Stadion von NAC gefunden zu haben. Leider ging auch das Spiel verloren, nämlich mit 0:1. RKC Waalwijk bleibt am Tabellende – und scheint ganz und gar am Ende zu sein. Bei einem Budget von rund 6 Millionen Euro, dem niedrigsten… weiter lesen
29.10.2009 von Falk Madeja
Trainer-Entlassungen – sie können schon ganz schön kurios sein. Ich denke da an Norbert Meier, der einst als Trainer des MSV Duisburg nach einer äusserst komischen Kopfnuss-Schwalbe gefeuert wurde. Er hatte allerdings selbst schuld.
Gijs Zwaan von niederländischen Amateurklub DOTO aus Pernis wird die Schuldfrage möglicherweise anders sehen. Er wurde nämlich gefeuert, weil sein Spieler Mike van Gool am Samstag nach seinem Treffer einfach mal seine Hose sacken liess. Genauer gesagt wird der Übungsleiter entlassen, weil er den Pop-Kicker im nächsten Spiel wieder aufstellte, lesen wir in De Telegraaf.
Die Sponsoren sollen mächtig sauer gewesen sein und deren Sprecher Sander de Roo sagte dann auch, dass dieses Verhalten “nicht zu DOTOM passt”. Der betreffene Kicker ist allerdings uneinsichtig. “Ich bestimme selbst, ob ich mit nacktem Hintern herumlaufen möchte. Es war ein Scherz. Wenn ich eine Strafe bekomme, die mir nicht gefällt, dann höre ich auf.”