24.01.2010 von Falk Madeja
Im niederländischen Leeuwarden wurden zwei homsexuelle Männer hart bestraft, weil sie auf selbst organisierten Sex-Parties vier andere Männer absichtlich mit HIV infiziert hatten. Peter M. (51) bekam 12 Jahre Gefängnis, Hans J. (36) neun Jahre. Damit wurde ein Urteil aus dem Jahre 2008 nach oben korrigiert, damals bekamen sie neun und fünf Jahre.
Der Fall wurde im Jahr 2007 bekannt und fand seinen Weg in die internationalen Schlagzeilen.
Eine absichtliche Infektion mit HIV wird in den Niederlanden als schwere Körperverletzung geahndet. Das Gericht nahm es den Tätern besonders übel, dass sie vier relartiv junge Männer infiziert hatten. Die Krankheit sei zwar zu behandeln, aber die Lebenserwartung könne sich verkürzen. Und sie sei mit großer Unsicherheit, Diskriminierung und Stigma verbunden. Die Opfer können nicht mehr in alle Länder reisen und sie haben auch Probleme beim Abschliessen von Versicherungen und Hypotheken. Die Täter wussten von den Folgen, schliesslich… weiter lesen
03.11.2009 von Falk Madeja
Natürlich, überall in Europa sitzen EU-Bürger in einem anderen EU-Land wegen irgendwelcher Straftaten gefangen – doch das gleich 500 Kriminelle aus dem einen EU-Staat in einem anderen EU-Land eingesperrt werden, dürfte einmalig sein.
Und das geht so. 500 Knackis aus dem belgischen Flandern rücken demnächst im niederländischen Tilburg ein. Grund: die Niederlande hat einen Überschuss an Zellen, Belgien 2000 zu wenig. Darum werden die Zellen sozusagen “vermietet”, Belgien überweist jährlich 30 Millionen Euro an die Niederlande und baut inzwischen eifrig neue Gefängnisse. Besonders an der Kronstruktion ist, dass die Gefangenen aus Belgien mit niederländischem Personal, bei neuerlichen Vergehen mit niederländischer Justiz zu tun haben und für niederländische Firmen arbeiten werden. Allerdings wird der Direktor des Gefängnisses aus Belgien kommen und hinter den Gittern wird die Hausordnung belgisch sein, was immer das heisst.
Jedenfalls, so schreibt das Algemeen Dagblad, ist die ganze Angelegenheit für die belgischen Gefangenen durchaus erfreulich. Schliesslich gelten die belgischen Knäste als veraltet, das… weiter lesen
20.05.2009 von Falk Madeja
Das ist der Vorschlag der Rergierungspartei CDA. Wie wir berichteten will die niederländische Regierung acht Gefängisse mit 1350 Zellen schliessen. In der Parlamentsdebatte über das Thema schlugen die Christdemokraten vor, dass die Knästezu Asylbewerber-Zentren umgebaut werden sollten.
19.05.2009 von Falk Madeja
Zuerst zu unseren Priraten aus Somalia. Der niederländische Aussenminister Maxime Verhagen hat, möglicherweise erschrocken durch Medien-Berichte, gesagt, dass somalische Piraten in der Herkunftsregion verurteilt und eventuell eingesperrt werden sollten. Momentan findet in Rotterdam ein Prozess geben 5 Piraten aus Somalia statt. Ein Anwalt von ihnen hatte erklärt, dass seine Mandaten es in ihrer komfortablen Holland-Zelle mit Fernsehen, tollen Toiletten und Fussball in der Freizeit eigentlich sehr gut hätten. Und wenn sie dann in den Niederlanden ihre Strafe abgesessen und nebenher noch eine Ausbildung (Computer und so) gemacht hätten, käme halt die Familie nach! Die bräuchte ja eigentlich auch nur ein niederländisches Schiff angreifen und sich verhaften lassen.
Dabei gibt es doch so viel Platz in den niederländischen Knästen! Ungefähr 15.000 Zellen zählt das Land. Nun müsste sich die niederländische Regierung (mit Hilfe von anderen europäischen Ländern) eben darum bemühen,… weiter lesen
14.01.2008 von Falk Madeja
Der niederländische Fussballverein BVV Barendrecht hat Aufsehen erregt, weil er die Bilder einige Diebe ins Internet gestellt hatte – die dann auch noch geschnappt wurden! Eine achtköpfige Bande hatte während es Oster-Turnieres des Amateur-Vereins schamlos die Umkleidekabinen geplündert. Aber die Sicherheitskameras fingen das Treiben der Ganoven ein. Die Bilder stellte BVV Barendrecht auf die eigene Website, die unter dem Ansturm der Neugierigen fast zusammenbrach. Schliesslich wurden 3 Verdächtige geschnappt, zwei gestanden und im März stehen sie in Rotterdam vor dem Richter.
Natürlich, die Datenschützer vom “College Bescherming Persoonsgegevens” (CPB) waren ziemlich unglücklich über die verletzte Privatsphäre der armen Diebe, aber BVV-Vorsitzender Dirk Vermaat kündigte an, er würde es wieder machen. Die Wirkung sei abschreckend und seit den Internet-Bildern sei es sicherer im Vereinsgelände. Die Polizei sagte dem Algemeen Dagblad, dass man froh über jeden… weiter lesen
19.10.2007 von Falk Madeja
So langsam gehen den Niederländern sichtlich die Parteinamen aus – Rita Verdonk nannte die nach ihrem Rauswurf aus der VVD von ihr gegründete Partei “Trots op Nederland” (Stolz auf die Niederlande). In Deutschland wäre ja klar, in welche Ecke eine politische Partei “Ich bin stolz auf Deutschland” stecken würde, aber Holland ist ja auch nicht Deutschland.
How ever, Rita Verdonks würde den ersten Umfragen zufolge bei einer Wahl jetzt fast ein Fünftel der Wähler hinter sich vereinen können – nämlich lt. NIPO TNS 29 der 150 Parlaments-Sitze! Das muss zwar noch relativiert werden, denn bis jetzt kennt niemand ihre Mitstreiter geschweige ein Partei-Programm (aber das lesen ja eh wenige).
Aber für die Regierung käme es Dicke. Die CDA von Ministerpräsident Jan-Peter Balkenende fiele von 41 auf 31 Sitze, die weiter lesen
16.09.2007 von Falk Madeja
Waren es, wie De Telegraaf vermutet, Vandalen? Egal. Die Täter müssen jedenmfalls einen sehr hässlichen Charakter haben. In Amsterdam ist das Denkmal “Der Schrei”, das dem von einem Moslem-Trottel kaltblütig ermordeten Filmemacher und Kolumnisten der Tageszeitung “Metro” gewidmet ist, beschmiert worden. Mit schwarzen Buchstaben steht da “Al-Qaeda” und das Datum 27-11-2007. Wollen wir mal hoffen, dass unsere fanatischen Terror-Freunde für diesen Tag nicht irgendeinen Blödsinn planen.
Das 4,5 Meter hohe Denkmal von Jeroen Henneman befindet sich im Oosterpark von Amsterdam. The van Gogh ist hier in der Nähe am 2. November 2004 von einem Moslem auf abscheuliche Weise ermordet worden.
11.09.2007 von Falk Madeja
Der König der niederländischen Unterwelt – gestern redete er im “Prozess des Jahrhunderts”. Willem Holleeder, dem breiten Publikum ohnehin als einer der Entführer des Bier-Magnaten Alfred Heineken bekannt, war auch nach 11 Jahren Gefängnis nicht wirklich geläutert. Der Mann, der häufig auf einem Scooter in Amsterdam Oud-Zuid herumfuhr, muss nun trotz einer derben Herzerkrankung vor Gericht. Nach einigen Monaten Herz-Pause ging der Prozess gestern weiter. Es geht, um mit Derrick zu sprechen, hierin immerhin um Mord!
Zunächst einmal formell gesehen um vier Erpressungsfälle. Zwei der Opfer mussten unfreiwillig aus dem Leben scheiden, die anderen zwei wollen nicht erpresst worden sein. Klingt wie nach einem Fall von Richter Alexander Hold, ist nur leider die Wirklichkeit.
Ein “magerer aber auffällig frischer” (De Telegraaf) Holleeder nahm dann gestern überraschend das Wort. Er sei ja nur der “Retter in Not” gewesenh, beteuerte er befragt zum Fall Rolf Friedländer. Die krimellen Kumpanen John Mieremet und… weiter lesen
23.08.2007 von Falk Madeja
Für viele Bewohner und Besucher Amsterdam sind sie eine Plage – ganz gemeine Taschendiebe. Sie schlagen zu, wo sie nur können. Uns haben sie mal in einem Internet-Cafe eine Tasche samt Computer geklaut – leider machte die Polizei uns dann Vorwürfe, weil der Internet-Cafe-Besitzer und ich zusammen die Überwachungs-Videos angesehen hatten. Wir hätten gefälligst die Privat-Sphäre des Diebes zu respektieren!
Inzwischen wird in Amsterdam weiter geklaut wie verrückt. Bis Ende Juli kamen bei der Polizei 4387 Anzeigen herein – zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Garantiert haben ausserdem viele Leute darauf verzichtet, überhaupt eine Anzeige abzugeben.
Bislang schien die wichtigste Waffe der Polizei zu sein, auf öffentlichen Plätzen auf Niederländisch, Deutsch und Englisch vor den Taschendieben zu warnen – mit Lautsprechern, Postern und mobilen Teams. Nun kommt eine weitere und wie wir von Meine Güte verblüffende Idee zum Einsatz. Den Taschendieben wird nämlich verboten, bestimmte Strassenbahn-Linien zu benutzen! Wie die Taschendiebe allerdings… weiter lesen
10.08.2007 von Falk Madeja
Keine Strafe bei Majestätsbeleidigung – aber Strafe für Polizisten-Beleidigung! So siehts aus in den Niederlanden. Ein 29jähriger Mann aus Tilburg hatte ein T-Shirt verfremdet, so dass das Logo der Polizei mit dem von der Polizei verwendeten Buchstaben-Typ und dem Wort “Corrupt” verfremdete.
Zwei Polizisten störten sich im März daran, als der Mann mit den Shirts durch die Stadt spazierte. Etwas später bekam vom Justiz-Incasso-Büro einen Brief, dass er 170 Euro Strafe wegen Zweckentfremdung des Polizei-Logos bezahlen solle.
Der aus Rotterdam stammende Anwalt des Tilburgers, Anand Jhingoer, sagte jetzt dem Algemeen Dagblad, dass sein Mandant die Strafe nicht bezahlen werde. Treuherzig sagte er, dass die Angelenheit ja doppeldeutig sei. Einerseits könne man vermuten, dass die Polizei dem T-Shirt-Träger einen Stempel aufgedrückt habe, dass die betreffene Person korrupt sei – andererseits könne es bedeuten, dass die Polizei korrupt sei. Das solle dann doch ein Richter entscheiden.