04.11.2009 von Falk Madeja
Wie bitter kann die Finanzkrise für die Allerreichsten sein, bsw. in den Niederlanden? Nehmen wir mal das Königshaus. Wir haben erschütternde Nachrichten. Einmal im Jahr veröffentlicht die Zeitschrift “Quote” eine Liste der 500 reichsten Einwohner des Königsreiches an der Nordsee. Da zeigt sich, dass die Oranjes sage und schreibe 20 Prozent ihres Vermögens verloren haben, sie werden nun auf 800 Millionen Euro eingeschätzt. Platz 25 in der Liste. Erstaunlicherweise bestätigte die Pressestelle der Regierung, der RVD, diese Zahlen, mehr oder weniger, heisst es in De Telegraaf. Hiess es doch alle die Jahre, diese Zahlen geheim zu halten.
Insgesamt sind Hollands Reiche nun um 18 Milliarden Euro ärmer (Minus 12,3 Prozent), zusammen bezitzen sie ein Vermögen von 127 Milliarden Euro. Von den 500 Reichsten konnten 108 zulegen, 317 Reiche verloren Geld.
10.02.2009 von Falk Madeja
Postbank-Kunden aufgepasst! In den Niederlanden wird gerade vorgemacht, wie eine Bank liquidiert wird. Die ING Bank eliminiert die (niederländische) Postbank – und Millionen Niederländer sind irritiert.
EC-Karten, Kreditkarten, Bankautomaten – alles wurde rasent schnell umgestellt. Manchmal nicht schnell genug, Freunde von mir sind in Problemen. Sie können bei Apple auf einmal keine Songs mehr runterladen, weil die Postbank-Kreditkarte nicht mehr funktionierte!
Der Hintergedanke, wir kennen das aus Deutschland bei Allianz und Dresdner Bank, ist: die ING Bank will die Postbank-Kunden zum Abnehmen von mehr sogenannten “Bank-Produkten” animieren. Die Postbank-Kunden, ob nun in den Niederlanden oder Deutschland, wollen meistens ein Konto zu günstigen Konditionen haben – und nicht mehr. Die ING Bank will ihnen mehr “Bankprodukte” verkaufen, ob die nun wollen oder nicht…
13.02.2008 von Falk Madeja
Am 22. September vergangenen Jahres machten wir in Amsterdam, Standesamt Oud-Zuid, einen echten Fauxpas mit. Meine allerliebste Freundin Carlien M. heiratete ihren allerliebsten Erik B. – und nach der Eheschliessung beging die Beamtin einen Fauxpas. Sie beglückwünschte Frau und Herrn B. – sie hatte doch glatt in den ihr vorliegenden Papieren übersehen, dass die zwei beide ihren Nachnamen behalten wollten! Die Braut war zu gerührt um zu protestieren, und wollte auch nicht vor der gesamten Gesellschaft die Stimmung verderben. Und juristisch hätte der Fehler der Standesbeamtin eh keine Folgen gehabt, denn es gilt ja, was in den Urkunde steht.
Finanziell könnte es sehr wohl Folgen haben, wenn eine Frau den Namen ihres Ehemannes übernimmt. Meine Güte muss Frauen ganz dringend raten, mit der Eheschliessung ihren Mädchennamen zu behalten! Denn das Behalten des Mädchennamens bringt handfeste finanzielle Vorteile, ergab jetzt eine Untersuchung von TIBER, dem Tilburg Institute for… weiter lesen
12.02.2008 von Falk Madeja
Ja, diese Nachricht ist auch für hartgesottene Journalisten wie uns von MeineGüte ein bisschen schockierend! Wie das in Rotterdam erscheinende
Algemeen Dagblad berichtet, wurde auf dem Flughafen Schiphol eine kolumbianische Frau erwischt, die 65.000 Euro in ihrer Vagina (!) schmuggeln wollte. Als wäre das nicht schon wahnsinnig genug, hatte sie zwischen ihren Brüsten noch mal 55.000 Euro versteckt.
Sie scheint aber auf “Safer Smuggle” zu stehen. Das Geld in der Vagina hatte sie vorher – wie es sich vielleicht gehört – in ein Kondom gesteckt. Das Brust-Geld wurde übrigens vor dem Vagina-Geld entdeckt.
“Es war ein ziemlich grosses Packet”, sagte ein Sprecher der Koninklijke Marechaussee auf Schiphol. “Wir haben so was noch nie gesehen. Geldschmuggel ist nichts Neues, aber so viel Geld an einer Stelle zu verstecken… Das ist einmalig.”
Ansonsten ist Schiphol je geradezu für seine Schmuggler bekannt, die Geld oder Drogen in Kondome füllen und dann runterschlucken. Im vergangenen Monat… weiter lesen
15.10.2007 von Falk Madeja
Sie sei “geehrt und dankbar”, sagte Ayaan Hirsi Ali, aber der Einladung, um in Dänemark zu wohnen, wolle sie nicht folgen. Sie möchte stattdessen in den USA bleiben und versuchen, Geld für die notwendigen Bodyguards zu sammeln. Die dänische Regierung hatte am Montag erklärt, dass sie bereit sei, um Aufenthalt und Bewachung der niederländisch-somalischen Bürgerrechtlerin finanzieren würde, falls sie sich in dem skandinavischen Land niederlassen wolle. Das sagte Kulturminister Brian Mikkelsen, so die Tageszeitung “De Telegraaf”.
Der Politiker sagte, dass sein Land der Politikerin Asyl anbieten sollte. “Sie hat mehr als jeder andere für Freiheit und Meinungsäusserung gekämpft und mehr Todesdrohungen empfangen, als jeder andere”, erklärte er der dänischen Zeitung “Jyllands Posten”. Das ist die Zeitung, die im Zentrum des Karikaturen-Streites stand.
Mikkelsen rief… weiter lesen
25.09.2007 von Falk Madeja
Die Sozialistische Partei in den Niederlanden war mal eine maoistische Bewegung. Seit vielen Jahren steigt sie in der Wählergunst (natürlich schwafeln sie nicht mehr über Mao) und sind jetzt der sozialdemokratischen Partei der Arbeit ein Stachel im Pelz. Bei einigen Umfragen zieht die SP mit der PvdA schon gleich, wer hätte das vor zehn Jahren schon möglich gehalten. Wir von Meine Güte haben zwar eine entsprechende Prognose vor mehr als 10 Jahren mal in einer uns namentlich nicht mehr erinnerlichen Zeitschrift gelesen, aber gut, geglaubt haben wir das nicht wirklich. Es kam aber so und nun hat die PvdA ein strategisches Dilemma. Ist sie doch unter Leuten wie Wim Kok und Wouter Bos in die parteipolitische Mitte gegangen – was soll sie nun mit der Sozial-Retorik der Postmaoisten anfangen?
Innenministerin Guusje ter Horst von, jawohl, Partei der Arbeit, hat jedenfalls ein hübsche Idee. Sie will die SP dort packen, wo es ihr weh… weiter lesen
19.09.2007 von Falk Madeja
7 Jahre hat es gedauert – aber jetzt zahlt die sogenannte “Uitvoeringsorganisatie Personenschade Vuurwerkramp (UPV)” (sagen wir mal die Auszahlungs-Organisation für die Opfer der Feuerwerk-Katastrophe Enschede) an die Opfer 8,5 Millionen Euro Schadensersatz aus! Damals, im Mai 2000, kamen bei einem katastrophalen Unglück mit einem Berg Feuerwerk mitten in einem Wohngebiet der Grenzstadt Enschede 23 Menschen um – und fast 1000 verletzten sich. Nach dem Unglück stiefelte eine entsetzte Königin Beatrix durch das zerstörte Wohngebiet, was aussah wie nach einem Bombenangriff. Zu den Anekdoten gehört auch, dass die Teams des deutschen Senders WDR schneller am Unglücksort waren als die des Staats-Senders NOS. Die Kollegen im NOS-Hauptquartier hatten die an der Grenze zu Deutschland gelegene Stadt Enschede nicht so sehr im Fokus.
Insgesamt wurden 300 Claims für entstandene Kosten, 136 Claims für Lohn- und Einkünfteverluste und 1477 Claims für medizinische Probleme anerkannt. Die Kommission hatte 3519 Fälle zu beurteilen, die Prozedur lief seit… weiter lesen
18.09.2007 von Falk Madeja
Bei dieser Nachricht werden die Niederländer nicht in Jubelstürme ausbrechen. Während sie im Jahr 2008 mehr als 7 Milliarden Steuern mehr bezahlen müssen, bekommen
Königin Beatrix, Kronprinz Willem-Alexander und
Prinzessin Maxima im kommenden Jahr etwas
mehr Geld: nämlich 6,1 statt 6,0 Millionen Euro!
Der Betrag ist allerdings teilweise “Lohn” und gibt eigentlich ein verzerrtes Bild wider. Die Königin bekommt 800.000 Euro im Jahr, Alexander und Maxima jeweils 235.000 Euro. Der Rest des Geldes ist für das Personal. Die anderen Mitglieder des Königshauses können Unkosten bei offiziellen Terminen deklarieren.
Das ist allerdings nicht einmal die halbe Wahrheit. Beim Innenministerium, dem Verkehrsministerium und dem Umweltministeriums sind in den Budgetw auch noch mal 24 Millionen Euro für das Königshaus eingeplant, die Reichspressestelle RVD hat 1,1 Millionen, Sicherheitsbehörden 13 Millionen Euro, die Reisestelle der Regierung 1,6 Millionen (für Staatsbesuche), das “Civiel en Militair Huis” 29 Millionen Euro etc. eingeplant. Das müssen auch noch 35 Millionen Euro für den… weiter lesen
17.09.2007 von Falk Madeja
Ob es in Den Haag auch ein “Cafe King” gibt, haben wir noch nicht untersucht. Auf jeden Fall gibt es dort auch einen Fussball-Profi-Club. Der heisst ADO und hat ein Cafe-King-Problem.
Ja, erst einmal ist es sowieso doof, dass der Absteiger aus der Ehrendivision auf dem 19. Platz herumdümpelt – 20 -Mannschaften gibt es in der zweiten Liga der Niederlande. Zum Glück können die Haager nicht weiter absteigen, denn die zwei Profi-Liegen sind ein geschlossenes System. Übrigens kann ADO Den Haag – eigentlich gesegnet durch ein wunderbares neues Stadion – immer noch aufsteigen. Es gibt in den dieser Meisterschaft sogannte Periode-Titel, dass heisst, die Meisterschaft ist in vier Perioden aufgeteilt und wer eine Periode gewinnt, der nimmt an der Aufstiegsrunde teil.
Jetzt kommts. ADO De Haag hat von seinen 7 Spielen 3 verloren und 3 mal unentschieden gespielt. Es gibt da jetzt so ein Vermuten, warum der Club aus der Residenzstadt so… weiter lesen
03.09.2007 von Falk Madeja
Wer ist Eillen? Von der niederländischen FARC-Kämpferin gibt es ein Bild, aber Zeitungen wie “De Telegraaf” rufen ihre Leser dazu auf, bei der Suche nach der Identität der jungen FARC-Klämpferin zu helfen. Wie Meine Güte berichtete, wurde in Kolumbien das Tagebuch einer jungen Niederländerin gefunden, die in den Reihen der kolumbianischen Terror-Bewegung FARC sein soll.
Am Montag wurden weitere Details bekannt. So sei es ihrer Meinung nach offensichtlich, dass es AIDS im Lager der FARC-Kommunisten gäbe – niemand verwende Kondome. Sie sei müde und erschöpft von den Zuständen und sehne sich danach, ganz normal auf einem Bahnhof in den Niederlanden wie etwa Groningen, Utrecht oder Amsterdam herum zu laufen, um eine Tasse Kaffee und Pommes Frites (“Patat”) zu kaufen und dann ganz normal mit dem Zug zu fahren.
Was sei das eigentlich für eine Organisation, in der einige alles – Geld, Zigaretten, Süssigkeiten usw. – hätten, und andere (wie sie selbst) um… weiter lesen