Archive for the ‘Geld’ Category

20.08.2007 von Falk Madeja
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Bus-Pinkler erwischt

von Falk Madeja

In den Niederlanden wurde ein 41jähriger Mann von der Polizei geschnappt, der sich entblödet hatte, in einem öffentlichen Bus hintendrin zu pinkeln. Der Mann kam aus Veendam. Als der Bus schliesslich in Assen ankam, wartete bereits die Polizei auf das Ferkel. Er bekam eine Geldstrafe…

13.08.2007 von Falk Madeja
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Alles nur ein Witz

von Falk Madeja

In den Niederlanden setzte sich der Öffentlich-Rechtliche Sender NOS ein bissel in die Nesseln. Ajax Amsterdam ist ja zur Zeit damit befasst, so viele Spieler wie möglich zu verkaufen. Der dänische Spanier bzw. spanische Däne Kenneth Perez wurde an den Konkurrenten PSV Eindhoven verhökert. Als er im Amsterdamer Stadion Arena verabschiedet wurde, pfiffen die Ajax-Fans.

Am Sonntag gab es dann bei der NOS einen TV-Spot zu sehen, bei dem er das Stadion verlässt, die Pfiffe irgendwie weg steckt – aber als er auf der Autobahn gen Süden (also Eindhoven) ist, schmeisst er das Abschieds-Geschenk, eine Art Statue, aus dem Fenster und natürlich zerschellt die.

Am meisten sauer war übrigens der PSV Eindhoven. Denn die Szene war von hinten bis vorne gestellt. Der PSV verlangte von der NOS Richtigstellung und Entschuldigung!

Aber schauen Sie sich den Spot mal selbst an:

http://www.dumpert.nl/mediabase/23422/dfeb991d/perez_doet_een_rijk_de_gooyer.html

10.08.2007 von Falk Madeja
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Aber Geldstrafe wegen Polizisten-Beleidigung

von Falk Madeja

Keine Strafe bei Majestätsbeleidigung – aber Strafe für Polizisten-Beleidigung! So siehts aus in den Niederlanden. Ein 29jähriger Mann aus Tilburg hatte ein T-Shirt verfremdet, so dass das Logo der Polizei mit dem von der Polizei verwendeten Buchstaben-Typ und dem Wort “Corrupt” verfremdete.

Zwei Polizisten störten sich im März daran, als der Mann mit den Shirts durch die Stadt spazierte. Etwas später bekam vom Justiz-Incasso-Büro einen Brief, dass er 170 Euro Strafe wegen Zweckentfremdung des Polizei-Logos bezahlen solle.

Der aus Rotterdam stammende Anwalt des Tilburgers, Anand Jhingoer, sagte jetzt dem Algemeen Dagblad, dass sein Mandant die Strafe nicht bezahlen werde. Treuherzig sagte er, dass die Angelenheit ja doppeldeutig sei. Einerseits könne man vermuten, dass die Polizei dem T-Shirt-Träger einen Stempel aufgedrückt habe, dass die betreffene Person korrupt sei – andererseits könne es bedeuten, dass die Polizei korrupt sei. Das solle dann doch ein Richter entscheiden. 

10.08.2007 von Falk Madeja
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Beinahe Majestätsbeleidigung

von Falk Madeja

In den Niederlanden tobt momentan eine Debatte rund um das Thema Majestätsbeileidigung. Anlass war die Verturteilung eines 47jährigen Mannes, der Polizisten zugerufen hatte, dass Königin Beatrix eine Hure sei. Die Sache kostete ihm 400 Euro.

Einige Tage später liess sich auf dem Dam, dem Platz in Amsterdam vor dem Stadtpalais, eine 17jährige von der Polizei erwischen, wie sie ein T-Shirt mit dem Text “Beatrix ist eine Hure” trug. Ausserdem hatte sie noch ein zweites T-Shirt mit dem Text “Alle Moslems sind Ziegenficker” dabei. Dieser Text ist eine Anspielung auf den später von einem Moslem-Extreministen ermordeten Filmemacher und Kolumnisten Theo van Gogh. Der hatte in seiner Kolumne in der Tageszeitung “Metro” Moslems regelmässig “Ziegenficker” genannt – wenig später, nachdem er das zum letzten Mal tat, starb er von der Hand des Terroristen.

In den vergangenen Tagen haben alle möglichen Politiker, Kolumnisten, Künstler etc. sich mit dem Thema Majestätsbeleidigung beschäftigt. Einige fanden den entsprechenden… weiter lesen

01.08.2007 von Falk Madeja
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Eine Güterbahn ohne Züge

von Falk Madeja

Die Niederländer reiben sich die Augen. Eigentlich hätte es auf der sogenannten Betuwelijn, eine für 4,7 Milliarden Euro zwischen Rotterdam und dem Ruhrgebiet gebauten Eisenbahnstrecke, regen Bahnverkehr geben sollen. Aber Pustekuchen, nichts davon zu sehen! Laut der Zeitung “De Volkskrant” kamen seit der Eröffnung am 15. Juni statt wie geplant am Tag 24 so gut wie keine Züge vorbei! “Keyrail”, die die Bahnstrecke betreibende Firma, bestätigt, dass bislang nur ca. 20 Test-Züge die Gleise benutzten. Anwohner machten dann auch noch Gehörtests und haben wiederholt ihre Ohren gen Gleise gestreckt, aber es war auch nichts zu hören.

Schuld sollen die Deutschen sein. Bis vor einigen Tagen wurde bei Emmerich noch an der Strecke gewerkelt – allerdings hatte am 15. Juni, als Königin Beatrix die Strecke eröffnete, niemand etwas von diesen Bauarbeiten erzählt. “Was hat die Königin nun eigentlich eröffnet”, fragt sich die Politikerin Els Aarts aus Tilburg. In eben dieser Stadt hatte… weiter lesen

29.07.2007 von Falk Madeja
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Pfeile-Schiesser in Amsterdam erwischt

von Falk Madeja

Fast schon wollten wir von Meine Güte Ihnen, liebe Leser, eine Warnung zukommen lassen - Amsterdam zu bereisen war einige Tage gefährlich. Denn in der Grachtenstadt fuhren offenbar ein paar Wahnsinnige herum, die aus einem Auto heraus Fussgänger mit Pfeilen beschossen! Es sollte sich um einen weissen Kastenwagen handeln. Die Pfeile waren 7 Zentimeter lang und landeten in den Körpern von Spaziergängern. Klingt unglaublich, ist aber wahr.

Am Samstag, so die Zeitung “De Telegraaf”, wurden zwei Verdächtige geschnappt. Es handelte sich um zwei Briten im Alter von 23 und 24 Jahren, die auf frischer Tat erwischt wurden. Ein 25jähriger Mann fühlte plötzlich einen Stich im rücken – und siehe da, der weisse Kastenwagen war da. Das Opfer nahm sich flugs ein Taxi und brauste den Burschen hinterher. Unterwegs gab er der Polizei bescheid. In der Bestevaerstraat wurde dann der weisse Kastenwagen angetroffen – einer der Pfeile-Schiesser wurde gleich erwischt, der andere… weiter lesen

19.07.2007 von Falk Madeja
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Schiphol-Brandtod-Opfer – nur 1750 Euro?

von Falk Madeja

Die 39 Überlebenden des katastrophalen Brandes in dem Abschiebeknast auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol erhalten lediglich 1750 Euro Entschädigung - jedenfalls lautet so der Vorschlag des Haager Justizministeriums. Die Anwälte sind wütend: “Ein Trinkgeld”, ärgerte sich Anwalt Alie Westerhuis in De Telegraaf. “Ethisch gesehen ist es eine Schande, dass die niederländischen Behörden, die hier versagt haben, denken, die Menschen so abspeisen zu können.”

Bei dem Brand im Oktober sind 11 Menschen lebendigen Leibes verbrannt (oder erstickt). Es gab 39 Überlebende. Ein Mann aus Libyen bekam drei Jahre Gefängnis. Offenbar hatte er im Bett eine Zigarette geraucht und die in der Zelle herumgeschnipst – das hat wohl den Brand ausgelöst. Die Gefangenen sassen buchstäblich in der brennenden Falle. Die 39 Überlebenden wurden nicht abgeschoben, sie dürfen bleiben und in 5 Jahren auf eine permanente Aufenthaltserlaubnis hoffen.

Die angebotene Entschädigung scheint tatsächlich sehr niedrig. Anwalt Alie Westerhuis rechnet vor, dass es sich um einen halben… weiter lesen

16.07.2007 von Falk Madeja
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Burka-Verbot kommt nicht

von Falk Madeja

Das niederländische Parlament, die Zweite Kammer, hat den Gesetzesentwurf des Anti-Islam-Islamisten Geert Wilders für ein Verbot der Burka abgelehnt. Vor allem die Parteien VVD, CDA und Christenunie finden, dass ein eventuelles Vermummungs-Verbot viel breiter gehen müsse. “Das Verbieten von lediglich religiöser Kleidung bringt nichts. Es ist ausserdem juristisch nicht haltbar”, erklärte Christenunie-Sprecher Sjirk Kuiper.

CDA-Sprecherin Madeleine van Toorenburg nannte den Gesetzes-Vorschlag “reine Symbol-Politik”. Sie denke bei edinem Vermummungsverbot auch eher an Aktivisten, die bsw. einen EU-Gipfel stören würden. Allerdings ergab eine Umfrage des Meinungsforschers Maurice de Hondt, dass 70 Prozent der Niederländer sehr wohl für ein Burka-Verbot sind.

Wilders argumentierte darum auch in einem Interview mit “De Volkskrant”, dass die Burka ein Anschlag auf die westlichen Werte sei. Ein Zeichen rückständiger Kultur, bei der die Frau dem Mann untergeschickt werde.

11.07.2007 von Falk Madeja
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Holländische Zellen-Explosion

von Falk Madeja

Vor Jahren, schätzungsweise 1997, machten wir von Meine Güte mal eine TV-Reportage über das neue Gefängnis in Zoetermeer bei Den Haag. Es war ganz lusitig, denn vor der Einweihung lud das niederländische Gefängniswesen ganz normale Bürger ein, um ein paar Tage Probe zu sitzen. Nicht, um für spätere Aktivitäten am Rande oder nicht mehr am Rande der Legalität mit dem Gefängnis-Komfort besser kalkulieren zu können – obwohl, das wäre (siehe Paris Hilton) ja auch keine schlechte Idee. Nein, die nicht-kriminellen Bürger sollten eine Art Qualitäts-Test (Toiletten, Türen, Duschen etc.) machen. Wie eine Reisegruppe wurden diese dann zum Knast gebracht, sie checkten ein und wir durften einiges drehen.

Schon damals kursierten Zahlen, die stutzig machten. Die Niederlande hatte in kaum mehr als 10 Jahren ihre “Knast-Kapazität” ziemlich ausgebreitet. Gab es im Jahre 1985 rund 5000 Zellen, so waren es im Jahr 1997 schon rund 12.000! Dann haben wir das Thema nicht… weiter lesen

05.07.2007 von Falk Madeja
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Hollands letzter Total-Verweigerer wird bestraft

von Falk Madeja

Die Wehrpflicht gibt es in den Niederlanden seit vielen Jahren nicht mehr – logischerweise gibt es also weder Wehrpflichtige oder Zivis. Dennoch: das Land kennt trotzdem Total-Verweigerer, genau genommen einen einzigen. Der 42jährige Bart ten Oever aus Amersfoort soll jetzt auch noch bestraft werden. Ihm droht ein Monat elektronischer Hausarrest.

Er hatte ab 1983 das Antreten der Wehrpflicht oder des Zivildienstes immer wieder hinausschieben können. 1994 bekam er dann eine 7monatige Gefängnisstrafe, die in der Berufung zu 6 Monaten weniger und 240 Stunden Sozialarbeit umgewandelt wurden, die er auch ableistete. Blieb der eine Monat Gefängnis. Anders als Paris Hilton hat er aber einen Job (er ist Anzeigenverkäufer) – und sieht er es eigentlich nicht ein, dass Jahre nach Abschaffung der Wehrpflicht doch noch in das Gefängnis einrücken soll.

Ein Angebot, diesen Monat mit 10.000 Euro Busse abzugelten, wies er zurück. „Sie messen mit zweierlei Mass. Wenn man überlegt, wie viele Menschen in der Vergangenheit sich… weiter lesen