26.03.2008 von Falk Madeja
Der Mord am niederländischen Filmemacher Theo van Gogh (2. November 2004) führt nun 3,5 Jahre später zu einem bizarren Versicherungsstreit. Der britische Versicherer Lloyds weigert sich eine Versicherungsprämie von 1 Million Euro an van Goghs damaligen Geschäftspartner Gijs van Westerlaken auszuzahlen. Schon drei Jahre muss er deshalb die Anwälte bemühen. Die zwei hatten gegenseig eine Lebensversicherung abgeschlossen, damit im Falle des Ablebens des einen der andere mit der Produktionsfirma “Column Film” weiter machen könne. Der Grund für die Auszahlungs-Weigerung sei, dass van Gogh durch einen Terroranschlag ums Leben gekommen sei für diesen Fall sei er eben nicht versichert gewesen, argumentieren die Briten.
Der Mord an Theo van Gogh steht auch deshalb in den Schlagzeilen, weil ein Rapport der Aufsichts-Kommission über die Geheimdienste (CTIVD) Kritik an der Rolle der Sicherheitsdienste geäussert hat. CTIVD-Vorsitzende Irene Michiels van Kessenich-Hoogendam kritisierte ungewöhnlicherweise in aller Öffentlichkeit einen Brief des Innenministeriums an das Haager Parlament. Theo van Goghs… weiter lesen
17.03.2008 von Falk Madeja
In den Niederlanden sind die Charaktere der drei Männer verglichen worden, die die drei Morde an Pim Fortyn, Theo van Gogh und Louis Serveke verübt haben. Und siehe da, so die Zeitung “Trouw”, es gibt allerlei Ähnlichkeiten!
Volkert van der G. – erschoss Pim Fortuyn. Mohammed B. – schlachtete Theo van Gogh auf offener Strasse ab. Und dann ist das noch Marcel T., der den Hausbesetzer-Aktivisten Louis Seveke aus Nimwegen ermordete. Alle drei haben lebenslang bekommen.
Durch die Prozesse wurde etwas mehr über ihre Persönlichkeiten bekannt. Laut Trouw “matchen” die drei Fälle bei 15 Punkten. Die drei Mörder sind bsw. hochbegabt bis sehr intelligent, hatten eine problemlose Jugend, allerdings radikalisierten sie, als sie über 20 waren – einer Zeit, in der junge Leute sich eigentlich anpassen. Ihre Tat verübten sie nach traumatischen Verlust-Erfahrungen, einem Tod eines Verwandten oder Liebes-Partners. Die Täter sind starrköpfig und haben eine strenge Moral. Auffällig sei auch,… weiter lesen
10.01.2008 von Falk Madeja
Auf YouTube ist bereits ein Film zu sehen, der suggeriert, das sei der Anti-Koran-Film des niederländischen Extrem-Politikers Geert Wilders! Wie die Amsterdamer Zeitung “De Volkskrant” berichtet, ist die niederländische Justiz bereits aufgeschreckt! “Forbidden” heisst der Film, es sieht aus wie eine Art Promo. Tony Blair und George W. Bush sagen was zum Thema und Geert Wilders kommt natürlich prominent ins Bild.
Das Problem: der Film ist gar nicht von Geert Wilders! Es sei bereits von der Justiz angerufen worden, habe aber sagen müssen, dass der fragliche Film ”Unsinn” sei. Jedenfalls nicht von ihm. Es würde noch mehr “Unsinn und Verfälschungen” geben, denkt er.
30.12.2007 von Falk Madeja
Die niederländischen Behörden treffen wegen des vom Anti-Moslem-Extremisten Geert Wilders geplanten Anti-Koran-Films laut einem Bericht der Zeitung “De Volkskrant” Vorbereitungen, weil sie heftige Reaktionen der Moslem-Bevölkerung befürchtet. Zunächst einmal wurde die Bewachung von Wilders, die schon umfangreich ist, weiter ausgebaut.
Die Amsterdamer Polizei hat in diesem Monat mit Imams und anderen einflussreichen Moslem-Persönlichkeiten gesprochen. Es gibt inzwischen ein “Drehbuch”, falls sich auf den Strassen in grossem Stil Demonstrationen abspielen. In Den Haag und Utrecht wurden die gleichen Massnahmen getroffen.
Der Film von Wilders, der mit Sicherheit für Moslims beleidigende Bilder haben dürfte, wird wahrscheinlich am 25. Januar 2008 im Fernsehen ausgesendet. Wie andere Parteien hat Wilders “Partij voor de Vrijheid (PVV)” bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten Sende-Zeit. Die niederländische Justiz untersucht, ob das Aussenden des Wilders-Film noch verboten werden könnte. Allerdings dürfte er dann wohl im Internet auftauchen.
Es wird inzwischen erwartet, dass der Film noch mehr Unruhe verursachen werde als die Anti-Mohammed-Karikaturen, die die dänische Zeitung “Jyllands Posten”… weiter lesen
27.12.2007 von Falk Madeja
Müssen wir uns jetzt über die Lage in den Niederlanden Sorgen machen? Nachdem in den vergangenen Jahren ja bereits mit Pim Fortuyn und Theo van Gogh zwei Menschen aus politischen Gründen ermordet worden sind, scheint sich jetzt die Diskussion um den Anti-Moslem-Politiker Geert Wilders zuzuspitzen.
Nach einer Meldung der Website der Tageszeitung “De Telegraaf” sind jetzt in Amsterdam und Den Haag Flugblätter aufgetaucht, in dem Moslems zum Widerstand gegen den von Wilders geplanten Anti-Koran-Film aufgerufen werden. Der “Edle Koran” dürfe nicht verspottet werden, meinen die Leute von “Hizb ut Tahrir” (HUT). Allerdings ist die Truppe “mindestens so umstritten wie der blondierte PVVer”, kommentiert De Telegraaf. PVV – das der Name der von Wilder gegründeten Partei. Laut dem niederländischen Geheimdienst AIVD soll es sich um eine “internationale radikal-islamische Bewegung” handeln. In einigen Ländern ist HUT darum verboten.
In dem Flugblatt wird in blumiger Sprache dazu aufgerufen,… weiter lesen
20.12.2007 von Falk Madeja
Dem niederländischen Anti-Moslem-Kämpfer Geert Wilders droht im Januar möglicherweise der Gang zum Richter. Die Staatsanwaltschaft in Amsterdam gab bekannt, dass aus dem ganzen Land in 40 Anzeigen gegen den Mann vorliegen. Grund: Diskriminierung! Wilders hatte sich in mehreren negativen Bemerkungen über den Koran ausgelassen. So nannte er das Buch „faschistisch“ und verglich es mit dem einzigen in den Niederlanden verbotenen Buch, Adolf Hitlers „Mein Kampf“. Außerdem meinte er, das Buch könne „verbrannt“ werden.
Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob diese Äußerungen den Tatbestand der Diskriminierung erfüllen. Im Januar soll die Entscheidung bekannt gegeben werden. Im gleichen Monat will Wilders allerdings noch eine Schippe drauflegen. Er will in einem Film zeigen, wie schlecht der Koran sei.
Unterdessen forderte in der Zeitung „Spits“ ein Leser namens Abdul Haq Compier aus Almere, dass Geert Wilders eingesperrt wird. Und zwar drei Monate. Grundlage: Artikel 147/a des Strafgesetzbuches. Grund: Wilders habe mit seinen „kränkenden Äusserungen“ das… weiter lesen
12.12.2007 von Falk Madeja
Neuerlich sind in den Niederlanden bestimmte Leute nicht zimperlich. Dieses Mal wird der Chefredakteur der Tageszeitung “De Pers”, Ben Rogmans, mit dem Tode bedroht. Er hat bereits Anzeige erstattet. Was ist passiert?
Die Zeitung hatte am 30. November einen Artikel publiziert, in dem es um Über-30jährige geht, die nicht erwachsen werden wollen. Sogenannte “Kidults” (Zusammenfügung aus Kids und Adults). Die würden sich angeblich mit bestimmten Gadgets, Geschenken und Verhaltensweisen profilieren. Daneben hatte die Redaktion eine Kartikatur eines vielarmigen Gottes veröffentlicht. Diesmal fühlten sich nicht bestimmte Moslems beleidigt sondern Hindus! Und los gings mit den Todesdrohungen im Internet. Denn es soll sich angeblich um Beleidigung des Hindu-Gottes Gayatri Mata handeln.
Da in den Niederlanden ja bereits ein Kolumnist, der Filmemacher Theo van Gogh, ermordet wurde (und Pim Fortuyn vor einem Radio-Studio), nahm Rogmans die Sache natürlich ernst. Heute steht dann ausserdem auf der Titelseite, dass die Zeitung sich nicht durch “Fanatiker”… weiter lesen
05.12.2007 von Falk Madeja
Über die Pläne der Antirassismus-Gruppe „Nederland bekent kleur“ (Die Niederlande bekennt Farbe) gehen in den Niederlanden die Meinungen aber ganz schön auseinander. Laut Algemeen Dagblad berichtet, dass rund 42 Prozent von 500 befragten Niederländern für Aktionen für den Extrem-Politiker Geert Wilders sind, 42 Prozent sind aber auch dagegen! Allerdings sind wiederum ¾ aller Niederländer der Meinung, dass die Anti-Koran-Aussagen von Geert Wilders zu Spannungen in der Gesellschaft führen werden. Alles wartet nun auf den Anti-Koran-Film von Wilders, der Ende Januar in irgendeiner Form ausgesendet werden soll.
Die Gegner von Wilders sprechen inzwischen von einer „VerWilderung“ der Gesellschaft. Darum solle gegen die Partei von Wilders, die Partij voor de Vrijheid (Partei für die Freiheit), Demonstrationen, Festivals und lokale Aktions-Kommites, angetreten werden. Geert Wilders reagierte laut „Algemeen Dagblad“ „wie von der Wespe gestochen“. Er fürchtet, dass es gegen ihn einen Anschlag geben könnte, in etwas so wie einst bei Pim Fortuyn. Der… weiter lesen
03.12.2007 von Falk Madeja
Die von Moslem-Terroristen bedrohte somalisch-niederländische Bürgerrechtlerin Ayaan Hirsi Ali hat jetzt auf ihrer Website die Möglichkeit eröffnet, sie mit Spenden im Kampf gegen ihre potentiellen Mörder zu unterstützen. Die niederländische Regierung will den jährlich etwa zwei Millionen Euro teuren Personenschutz nicht mehr bezahlen, seit Hirsi Ali in den USA wohnt. Sie arbeitet dort für das American Enterprise Institute.
Nachdem die niederländische Regierung sowie einige Oppositionsparteien (darunter ihre die VVD, in der sie mal Mitglied war!) den weiteren Schutz ihrer Person ablehnen, ist sie auf private Spenden angewiesen. Sie fragt die potentiellen Unterstützer um Beträge zwischen 10 und 50 Dollar im Monat oder einmalige Beiträge.
28.10.2007 von Falk Madeja
Die Ex-Einwanderungsministerin der Niederlande, Rita Verdonk, geht nun auf die Polen los. Die aus der Fraktion der liberalen Volksparei VVD rausgeworfene Politikerin sucht sich jetzt einen Nebenkriegsschauplatz.
Ihrer Meinung nach sollten die polnischen Arbeitskräfte, die überall in den Niederlanden Häuser bauen, Kranke und Alte versorgen oder etwa die Ernte aus den Gewächshäusern erledigen, nach Hause geschickt werden wo sie dann ihr Land aufbauen sollen. Sie sollten nicht länger als 3 bis 6 Monate im Lande sein und schon gar nicht eingebürgert werden. Das erklärte sie im Programm des Bertelsmann-Senders RTL in der Sendung “Business Class”.
Mit ihrer politischen Bewegung Trots op Nederland will Verdonk die politische Landschaft aufmischen. Offenbar hat sie Schwierigkeiten sich daran zu gewöhnen, dass Polen Mitglied der Europäischen Union ist und die Polen darum über kurz oder lang sowieso in jedem EU-Land Niederlassungsfreiheit haben.