05.02.2009 von Falk Madeja
Er war (und ist) das graue Fallbeil der niederländischen Protestanten – Andries Knevel, TV-Präsentator der EO (Evangelische Omroep, über Steuern finanzierter TV-Sender für evangelische Christen mit so um die 500.000 Symphatisanten). Wer in seine Talk-Shows (unter verschiedenen Titeln) kam, der musste sich warm anziehen. Denn Knevel war einerseits ein christlicher Überzeugungstäter – andererseits konnte er auch gut debattieren. Verdammt gut. Wer nicht seiner Meinung war, musste gut drauf sein und seine Argumente gut geordnet haben, sonst gab es bei Herrn Knevel einen ordentlichen Abgang. Ich fand ihn immer faszinierend gut, auch wenn ich bei Gott
nur selten seine Meinung teilte. Ich glaube halt nicht an Gott, aber sehr wohl an gute TV-Präsentatoren.
Nun hat er vielleicht ein Erdbeben ausgelöste, denn: in der TV-Sendung ‘t Zal je maar gebeuren‘sagte er, dass es ihm… weiter lesen
27.12.2007 von Falk Madeja
Müssen wir uns jetzt über die Lage in den Niederlanden Sorgen machen? Nachdem in den vergangenen Jahren ja bereits mit Pim Fortuyn und Theo van Gogh zwei Menschen aus politischen Gründen ermordet worden sind, scheint sich jetzt die Diskussion um den Anti-Moslem-Politiker Geert Wilders zuzuspitzen.
Nach einer Meldung der Website der Tageszeitung “De Telegraaf” sind jetzt in Amsterdam und Den Haag Flugblätter aufgetaucht, in dem Moslems zum Widerstand gegen den von Wilders geplanten Anti-Koran-Film aufgerufen werden. Der “Edle Koran” dürfe nicht verspottet werden, meinen die Leute von “Hizb ut Tahrir” (HUT). Allerdings ist die Truppe “mindestens so umstritten wie der blondierte PVVer”, kommentiert De Telegraaf. PVV – das der Name der von Wilder gegründeten Partei. Laut dem niederländischen Geheimdienst AIVD soll es sich um eine “internationale radikal-islamische Bewegung” handeln. In einigen Ländern ist HUT darum verboten.
In dem Flugblatt wird in blumiger Sprache dazu aufgerufen,… weiter lesen
18.12.2007 von Falk Madeja
Geert Wilders aus dem Süden der Niederlande war nach eigener Aussage auch „überrascht“, dass er in den Niederlanden „Politiker des Jahres“ wurde.
Schließlich weiß er am allerbesten, dass seine „Partij voor de Vrijheid“ (Partei für die Freiheit, Abk. PVV) mit nur einem einzigen Thema die Schlagzeilen beherrscht: Moslem-Bashing! Von morgens bis abends fragt die PVV sich, wie sie dem niederländischen Volk nahe bringen kann, dass alle Moslems schlechte Menschen sind, die das Land zu verlassen haben, oder gar nicht erst reinkommen dürfen. Im kommenden Jahr will Wilders einen Film herausbringen, in dem er den Koran richtig aufs Korn nimmt. Wilders ist mit seiner permanenten Moslem-Dämonisierung auch permanent in den Schlagzeilen.
Kurzum, gute Gründe für die parlamentarische Presse in Den Haag sowie für Leute, die auf der Website des Staatssenders NOS Radio 1-journaal abstimmen konnten, ihn zum „Politiker des Jahres“ zu wählen. Er hat den Preis schon in Empfang genommen. Gleich… weiter lesen
12.12.2007 von Falk Madeja
Neuerlich sind in den Niederlanden bestimmte Leute nicht zimperlich. Dieses Mal wird der Chefredakteur der Tageszeitung “De Pers”, Ben Rogmans, mit dem Tode bedroht. Er hat bereits Anzeige erstattet. Was ist passiert?
Die Zeitung hatte am 30. November einen Artikel publiziert, in dem es um Über-30jährige geht, die nicht erwachsen werden wollen. Sogenannte “Kidults” (Zusammenfügung aus Kids und Adults). Die würden sich angeblich mit bestimmten Gadgets, Geschenken und Verhaltensweisen profilieren. Daneben hatte die Redaktion eine Kartikatur eines vielarmigen Gottes veröffentlicht. Diesmal fühlten sich nicht bestimmte Moslems beleidigt sondern Hindus! Und los gings mit den Todesdrohungen im Internet. Denn es soll sich angeblich um Beleidigung des Hindu-Gottes Gayatri Mata handeln.
Da in den Niederlanden ja bereits ein Kolumnist, der Filmemacher Theo van Gogh, ermordet wurde (und Pim Fortuyn vor einem Radio-Studio), nahm Rogmans die Sache natürlich ernst. Heute steht dann ausserdem auf der Titelseite, dass die Zeitung sich nicht durch “Fanatiker”… weiter lesen
06.12.2007 von Falk Madeja
Die niederländische Anti-Frauen-Partei SGP hat sich vor Gericht das Recht auf Subventionen zurück erkämpft. Die waren ihr aberkannt worden, weil die Männer in der SGP es Frauen verbieten, Mitglied zu werden. Diese Geschichte spielt zwar schon seit Jahren, aber im Jahr 2005 drehte der damalige Innenminister Johan Remkes der SGP nach einer Gerichts-Prozedur von Frauenbewegungen gegen die SGP den Subventions-Geldkran zu.
Anlass war ein Prozess in Den Haag, den Frauenorganisationen gegen die SGP beginnen hatten. Ihrer Meinung hatte die SGP im Gegensatz zu einem internationalen Frauenvertrag Frauen mit dem Partei-Ausschluss diskriminiert. Dass einer Partei Subventionen entzogen wurde, hatte es in den Niederlanden noch nie gegeben. In den Jahren 2006 und 2007 gab es also keine Staatskohle für die Anti-Frauen-Partei.
Die SGP ist eine orthodox-christliche Partei, 1918 gegründet und damit die älteste Partei der Niederlande. Sie haben zwei Leute im Parlament, natürlich Männer. Denn Frauen dürfen verkürzt gesagt nicht Mitglied werden,… weiter lesen
03.12.2007 von Falk Madeja
Sage und schreibe 3/4 aller Niederländer fürchten sich über die Folgen des vom Extrem-Politiker
Geert Wilders geplanten
Anti-Koran-Films. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes
TNS Nipo.
Es wird befürchtet, dass die Beziehungen zu den arabischen Staaten sich verschlechtern könnten. Begiffe wie “Boykott” und “Anschläge” machen die Runde. Wilders will in seinem Film sehen lassen, dass der Koran ein “faschistisches Buch” ist. Er hat bislang noch keinen Film gemacht. Aber die Niederländer haben natürlich noch nicht vergessen, dass der Macher des letzten Anti-Islam-Films “Submission”, Theo van Gogh, von einem Moslem-Terroristen ermordet wurde und die Initiatorin, Ayaan Hirsi Ali, seitdem rund um die Uhr vor Moslem-Fanatikern beschützt werden muss.
03.12.2007 von Falk Madeja
Da zieht das Haager Gemeentemuseum erst mal den Schwanz ein. Die Künstlerin Sooreh Hera hatte ein paar Foto-Kunstwerke geschaffen, bei dem auf den Körpern halbnackter und offenbar homosexueller Männer ein Bild eines gewissen Mohammed montiert war. Das Museum in Den Haag will die Fotos nicht ausstellen!
Die 34jährige aus dem Iran stammende Künstlerin spricht nun laut Elsevier.nl davon, dass das Museum mit dieser Massnahme Angst zeige. Der Museums-Direktor habe die Fotos erst “prächtig” genannt. Sie habe gedacht, dass da endlich mal jemand mutig sei. Aber nun sei es offenbar so, dass eine islamische Minderheit entscheide, was in dem Museum zu sehen sei. Sie sei inzwischen bedroht worden und habe das bei der Polizei angezeigt.
18.08.2007 von Falk Madeja
Der niederländische Anti-Islam-Politiker Geert Wilders hat die Einladung des Niederländischen Moslem-Rates für ein Gespräch rigeros abgelehnt. Wilder bekam grosse Schlagzeilen, weil er in einem Brief an die linksliberale Zeitung “De Volkskrant” (eine Art Frankfurter Rundschau aus Amsterdam) das Verbot des Korans gefordert hatte – ein nicht ganz realistischer Vorschlag. Denn wer sollte kontrollieren, ob jemand zu Hause einen Koran hat? Die Polizei? Die Armee? Eine neu zu schaffende Religions-Polizei?
Es gibt da in den Niederlanden einen “Moslimraad”. Wen die genau repräsentieren, ist uns von Meine Güte unklar – schliesslich kennt der Islam keine Kirchen-Hierachie wie die Katholiken oder Protestanten. Jedenfalls haben die Geert Wilders ein Gesprächs-Angebot gemacht. Der wies dieses Ansinnen allerdings zurück. Nicht, weil er den Dialog nicht wolle, sondern weil seiner Meinung nach “eine Debatte nicht möglich ist. Dann ist es sinnlos.” In der Rotterdamer Zeitung “Algemeen Dagblad” bestritt er ausserdem, dass er Hass sähen würde. “Das macht der Koran.… weiter lesen
15.08.2007 von Falk Madeja
In den Niederlanden überschlagen sich wegen des sozusagen unorthodoxen Vorschlages des katholischen Bischofs Muskens, die Niederländer mögen Gott fortan wie ihre moslemischen Einwanderer auch Allah nennen, weiterhin die Gemüter. Die in Rotterdam und anderswo erscheinende Zeitung “Algemeen Dagblad” erinnerte ihre Landsleute daran, dass die Komiker Kees van Koten und Wim de Bie schon vor Jahren einen genialen Vorschlag hatten. Sie plädierten für die Einführung eines neuen Glaubens, des Chrislam. Gott könne dann zum Beispiel Gollah genannt werden!
Die niederländische Bischofskonferenz hat sich inzwischen ebenso wie das Bistum Breda, wo ja der Herr Muskens der Bischof ist, von seinen Aussprachen distanziert. Vertreter aller möglicher Organisationen erklärten das Übliche, nämlich dass die Sache mit Allah und Gott schon deshalb Quatsch sei, weil ihr eigener Gott der einzig wahre Gott und die sogenannten Götter der anderen Gläubigen Nicht-Götter sind, weil es sie gar nicht gäbe.
Es gab allerdings auch ein paar Moslems, die… weiter lesen