Archive for the ‘Haft’ Category

07.11.2007 von Falk Madeja
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Tausende Gefängnis-Zellen frei

von Falk Madeja

Wenn Sie, werte Leser von Meine Güte, planen, in den Niederlanden eine gefängniswürdige Straftat zu verüben, kalkulieren Sie eines mit ein: es gibt momentan dort viele freie Gefängnis-Zellen. Dass Sie also wegen nicht vorhandener Zellen-Plätze nach Hause geschickt werden, ist unwahrscheinlich.

Jahrelang hatte die niederländische Öffentlicheit einen Mangel an Zellen beklagt – denn einige Delinquenten entgingen dadurch ihrer Gefängnis-Strafe. Das Dilemma war gross. So viel die Behörden auch an neuen Gefängnissen bauten, es verliessen immer mehr zu Haftsstrafen verurteilte Täter die Gerichtssäle und rückten in die Gefängnisse ein. Inzwischen gibt es in den Niederlanden 15.000 Zellen (eine gefühlte Verdreifachung in wenigen Jahren). Nun sind aber auf einmal 2600 Zellen frei, meldet die Zeitung “De Telegraaf”!

Justizminister Ernst Hirsch Ballin gab das bereits in einem Brief an das Parlament zu. Der Zellen-Überschuss sei entstanden, weil die Richter heutzutage häufiger Bewährungsstrafen austeilen würden und wenn… weiter lesen

23.08.2007 von Falk Madeja
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Die Lösung: Taschendiebe dürfen nicht mehr mitfahren!

von Falk Madeja

Für viele Bewohner und Besucher Amsterdam sind sie eine Plage – ganz gemeine Taschendiebe. Sie schlagen zu, wo sie nur können. Uns haben sie mal in einem Internet-Cafe eine Tasche samt Computer geklaut – leider machte die Polizei uns dann Vorwürfe, weil der Internet-Cafe-Besitzer und ich zusammen die Überwachungs-Videos angesehen hatten. Wir hätten gefälligst die Privat-Sphäre des Diebes zu respektieren!

Inzwischen wird in Amsterdam weiter geklaut wie verrückt. Bis Ende Juli kamen bei der Polizei 4387 Anzeigen herein – zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Garantiert haben ausserdem viele Leute darauf verzichtet, überhaupt eine Anzeige abzugeben.

Bislang schien die wichtigste Waffe der Polizei zu sein, auf öffentlichen Plätzen auf Niederländisch, Deutsch und Englisch vor den Taschendieben zu warnen – mit Lautsprechern, Postern und mobilen Teams. Nun kommt eine weitere und wie wir von Meine Güte verblüffende Idee zum Einsatz. Den Taschendieben wird nämlich verboten, bestimmte Strassenbahn-Linien zu benutzen! Wie die Taschendiebe allerdings… weiter lesen

23.07.2007 von Falk Madeja
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Liste Pim Fortuyn stoppt

von Falk Madeja

Die vielleicht merkwürdigste Partei der Niederlande hat am Wochenende beschlossen, sich selbst aufzulösen: Die Liste Pim Fortuyn (LPF). Es handelt sich hierbei um die Partei des später von einem linksextremen Tierschützer namens Volkert van der G. ermordeten Politikers Pim Fortuyn. Er gründete die LPF im Februar 2002, nachdem er aus der ebenfalls ziemlich neuen Partei “Leefbaar Nederland” hinausgeworfen war.

Der Grund scheint aus heutiger Sicht fast banal. Pim Fortuyn hatte in einem Interview mit der Zeitung “De Volkskrant” sinngemäss gesagt, dass was ihn betreffe die Freiheit der Meinungsäusserung ein wichtigeres Gut sei als der Grundgesetz-Artikel in Sachen “Diskriminierung”. Das hatte zu eine Aufschrei in der linken Polit-Szene geführt – wobei dort offenbar die Essenz dieser Aussage nicht begriffen wurde. Fortuyn spielte darauf an, dass einige Imame in in ihren Moschee-Predikten Homosexuelle wie Pim Fortuyn als “minderwertig” beschimpft hatten. Obwohl er sich darüber hätte aufregen können, beliess er es dabei, die… weiter lesen

09.05.2007 von Falk Madeja
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Ja, das kann man wohl Isolierhaft nennen

von Falk Madeja

Mohammed B., der dem niederländischen Filmemacher und Kolumnisten der Tageszeitung “Metro” im Namen Allahs das Leben geraubt hat, ist praktisch seit 2,5 Jahren komplett isoliert. Der Moslem-Terrorist sitzt im Hochsicherheitsgefängnis von Vught in totaler Isolationshaft. Er darf anderen Gefangenen nicht sprechen, höchstens mal, dass er ein paar Worte mit einem Wärter wechselt oder er eine Runde einsam Luft schnappen darf. Er muss eine lebenslange Gefängnisstrafe aussitzen – und das bedeutet auch wirklich “lebenslang”. Christian Klar sollte mal darüber nachdenken, bevor er wieder einen Antrag stellt…

Übrigens ist eine solche Total-Isolation in den Niederlanden ziemlich unüblich. Grund für die totale Isolation: Die niederländischen Behörden haben Angst, dass er andere Gefangenen mit seinem Gedankengut auf den Terrorpfad bringt. Er wurde in normalen Gefängnis-Regime schon erwischt, dass er Pamphlete nach draussen schmuggeln wollte und Mitgefangenen sogenannte Koran-Stunden gab.

Heute hat Mohammed B. einen Ausflug. Er darf als Zeuge in einem Prozess gegen die sogenannte… weiter lesen

27.02.2007 von Falk Madeja
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Guus Hiddink muss nicht in die Zelle

von Falk Madeja

Russland Fussball-Nationaltrainer, der Niederländer Guus Hiddink (über den Meine Güte vor kurzem berichete!), muss nach einem Urteil des Gerichtes wegen Steuer-Betrug im Jahre 2003 eine Strafe von 45.000 Euro bezahlen – und bekommt ausserdem noch 6 Monate auf Bewährung aufgebrummt. Hiddink soll einen Betrag von 3,5 Millionen Euro nicht korrekt versteuert haben und somit dem niederländischen Staat 1,4 Milionen Euro vorenthalten haben. Er war damals Trainer des PSV Eindhoven. Aus steuerlichen Gründen hatte er einen Wohnsitz in Belgien, wo er aber praktisch nie sehen liess. Seine Freundin wohnte in Amsterdam, er selbst schlief überall und nirgens. Für möglicherweise unkorrekt versteuerte Beiträge im Jahr 2002 wurde Guus Hiddink freigesprochen. Die Sache war so oder so verjährt.

Nun wird spekuliert, ob entweder die Staatsanwaltschaft oder Hiddink selbst in Berufung gehen werden.