25.09.2007 von Falk Madeja
In den Niederlanden gibt es grosse Schlagzeilen, weil Prinzessin Maxima in einer Rede vor dem WRR (Wissenschaftlicher Rat für die Regierungspolitik) gewagte Aussprachen machte. Nicht so sehr wirklich gewagt – aber das Klima ist in Sachen Einwanderungspolitik momentan sehr erhitzt. Sowohl Rechts- als auch Links-Populisten sind bsw. gegen die doppelte Staatsbürgerschaft.
Vor einigen Monaten hatte Geert Wilders, ein aus der liberalen Partei VVD ausgetretener Moslem-Bekämpfer eine Kampagne gegen die doppelte Nationalität der zwei PvdA-Staatssekretäre Ahmed Aboutaleb (Sozial- und Arbeits-Ministerium) und Nebahat Albayrak (Justitiz) angezettelt. (Von links kam die postmaoistische Sozialistische Partei mit Beifall). Damals hatte er sich noch nicht getraut, die argentinisch-niederländische Prinzessin Maxima anzugreifen. Dazu ist sie zu beliebt. Nun schon.
Das Thema ihrer Rede war “Identifizierung mit den Niederlanden”. Eigentlich, so fand das rechts in der Mitte stehende Wochenmagazin “Elsevier”, hätte Maxima diese Rede nicht halten dürfen. Denn sie muss bei diesem Thema eine politische Meinung haben – und laut… weiter lesen
16.09.2007 von Falk Madeja
Waren es, wie De Telegraaf vermutet, Vandalen? Egal. Die Täter müssen jedenmfalls einen sehr hässlichen Charakter haben. In Amsterdam ist das Denkmal “Der Schrei”, das dem von einem Moslem-Trottel kaltblütig ermordeten Filmemacher und Kolumnisten der Tageszeitung “Metro” gewidmet ist, beschmiert worden. Mit schwarzen Buchstaben steht da “Al-Qaeda” und das Datum 27-11-2007. Wollen wir mal hoffen, dass unsere fanatischen Terror-Freunde für diesen Tag nicht irgendeinen Blödsinn planen.
Das 4,5 Meter hohe Denkmal von Jeroen Henneman befindet sich im Oosterpark von Amsterdam. The van Gogh ist hier in der Nähe am 2. November 2004 von einem Moslem auf abscheuliche Weise ermordet worden.
12.09.2007 von Falk Madeja
Eine Fussball-Weltmeisterschaft für Frauen – das hätte es unter Eva Herman nicht gegeben, witzelte Stefan Raab und der nächste Witz klingt auch nicht schlecht. Eva Herman sei vom NDR sozusagen an die Heimatfront versetzt worden, zitiert Bild.
Das ist aber noch gar nichts, denn im Hause Herman dürfte angesichts dieser Nachricht grosser Jubel ausbrechen! In den Niederlanden, eines der Länder wo sich auch immer mehr Frauen vom Herd entfernen, hat Minister Ronald Plasterk vom Zusammenhang mit einem von Eva Herman sicherlich regelmässig mit dem Staublappen behandelten Bestseller-Werk eines gewissen Herrn Adolf Hitler gesagt, dass er aus der Verbotszone holen wolle. Eva Herman brauchen wir den Titel nicht zu nennen – wer er es nicht weiss: es heisst Mein Kampf!
Kurioserweise liegt die Sache so. In den Niederlanden geistert ein wilder Populist namens Geert Wilders durch Parlament und Medien. Der hat dafür plädiert, dass der… weiter lesen
19.08.2007 von Falk Madeja
Der Partei des Anti-Moslem-Politikers Geert Wilders hat nach der Diskussion um seinen Vorschlag, den Koran in Moscheen und Privat-Häusern zu verbieten, einen weiteren Sprung in den Umfragen gemacht. Würde jetzt gewählt, dann könnte Wilders Partei PVV 19 Parlaments-Sitze bekommen (heute sind es 9) – und die sozialdemokratische PvdA müsste sich mit 23 begnügen. Heute haben sie 33. Im Haager Parlament gibt es 150 Sitze.
Gewinner der Krise der Sozialdemokraten ist überraschend die Partei GrünLinks, die sich einmal aus verschiedenen Links-Parteien und den Kommunisten gebildet hat. Sie würden von 7 auf 10 Sitze steigen. Die Partei von Ministerpräsident Jan-Peter Balkenende (CDA, in etwa die CDU) würde 38 (heute 41) bekommen, die seit Jahren wachsende Sozialistische Partei (früher mal Mao-Fans) würde stagnieren, so bei rund 22 bis 23 Sitzen… In etwa soviel wie die wirtschaftsliberale VVD.
18.08.2007 von Falk Madeja
Der niederländische Anti-Islam-Politiker Geert Wilders hat die Einladung des Niederländischen Moslem-Rates für ein Gespräch rigeros abgelehnt. Wilder bekam grosse Schlagzeilen, weil er in einem Brief an die linksliberale Zeitung “De Volkskrant” (eine Art Frankfurter Rundschau aus Amsterdam) das Verbot des Korans gefordert hatte – ein nicht ganz realistischer Vorschlag. Denn wer sollte kontrollieren, ob jemand zu Hause einen Koran hat? Die Polizei? Die Armee? Eine neu zu schaffende Religions-Polizei?
Es gibt da in den Niederlanden einen “Moslimraad”. Wen die genau repräsentieren, ist uns von Meine Güte unklar – schliesslich kennt der Islam keine Kirchen-Hierachie wie die Katholiken oder Protestanten. Jedenfalls haben die Geert Wilders ein Gesprächs-Angebot gemacht. Der wies dieses Ansinnen allerdings zurück. Nicht, weil er den Dialog nicht wolle, sondern weil seiner Meinung nach “eine Debatte nicht möglich ist. Dann ist es sinnlos.” In der Rotterdamer Zeitung “Algemeen Dagblad” bestritt er ausserdem, dass er Hass sähen würde. “Das macht der Koran.… weiter lesen
09.08.2007 von Falk Madeja
Der Aufruf zum Verbot des Koran hat dem niederländischen Politiker Geert Wilders jede Menge Schlagzeilen eingebracht – viel mehr aber auch nicht.
In scharfen Worten wies die Regierung seinen Vorschlag ab. Die Ministerin für Integration, Ella Vogelaar, sagte, so ein Verbot komme nicht in Frage. Aussenminister Maxim Verhagen meinte, dass Wilders hiermit die Grenzen des Anstands überschritten habe.
Wilders hatte den Koran mit Hitlers “Mein Kampf” verglichen und ein Verbot des Korans gefordert – sowohl in der Moschee als auch privat. Selten haben wir von Meine Güte unrealistischere Forderungen gehört. Wie hätte das in der Praxis aussehen sollen? Niederländische Polizei und Armee kontrollieren mit dem Gewehr in Einwanderungs-Stadtteilen wie die US-Armee im Irak, ob jemand einen Koran im Haus hat?
Abdeljamid Khairoun vom niederländischen Moslemrat zufolge leidet Wilders an einem “Religions-Syndrom”. Derf katholische Kardinal Simonis nannte Wilders Idee “verrückt”. Selbst Filip Dewinter, Chef der rechtsextremen Partei “Vlaams Belang” in Belgien, distanzierte… weiter lesen
08.08.2007 von Falk Madeja
Meine Güte berichtete, dass der niederländische Politiker Geert Wilders in einem Brief an die linksliberale Zeitung “De Volkskrant” den Koran mit Hitlers “Mein Kampf” verglichen hatte und zu einem Verbot des Korans aufrief.
Inzwischen wurde er von der sozialdemokratischen Politikerin Els Lucas angezeigt. Die Anwältin meint, dass sich ein Abgeordneter nicht so äussern dürfe. “Mit seinen Bemerkungen zum Koran hetzt er Bevölkerungsgruppen gegeneinander auf.” Ausserdem habe Wilders in dem Brief dazu aufgerufen, dass es für islamische Menschen einen Einwanderungsstop gegen solle.
Geert Wilders nannte die Anzeige “sehr traurig”. Er wolle nicht zum Hass anstacheln: “Ich will dass der Koran verboten wird. Das ist eine politische Meinung. Ich sitze im Parlament, um diese zu äussern.”
Politiker anderer Parteien haben bereits abweisend reagiert. “Billiges Gequatsche”, sagte VVD-Parlamentarier Halbe Zijlstra. Den Verbots-Aufruf nannte er “idiotisch”. Wilders war früher übrigens Mitglied der VVD. Kees van der Staaij von der Partei SGP sagte, Wilders dürfe… weiter lesen
08.08.2007 von Falk Madeja
Geert Wilders, schriller Chef der von ihm selbst begründeten Partei für die Freiheit (PVV), will den Koran verbieten lassen! Seiner Meinung nach ist der Koran ein “faschistisches Buch”, dass zur Gewalt aufruft.
Er schrieb einen Brief an die als linksliberale geltende Amsterdamer Zeitung “De Volkskrant”. Darin nannte er den Koran “das islamitische ‘Mein Kampf’”. Dieses Buch darf seit dem Zweiten Weltkrieg in den Niederlanden nicht mehr verkauft werden. Genauso müsse in den Niederlanden der Koran verboten werden. Das Lesen des Koran solle sowohl daheim als auch in der Moschee bestraft werden.
Er nannte als Beispiel den aktuellen Fall Ehsan Jami. Der Mann hat eine Organisation für Ex-Moslems gegründet. Er wurde kürzlich auf der Strasse misshandelt. Wilders (der selbst rund um die Uhr bewacht wird) meinte, dass Jami eher hätte bewacht werden müssen. Ein Verbot des Koran wäre ein deutliches Signal an die Islamisten, die den Koran als “Entschuldigung und Inspiration” für… weiter lesen
25.04.2007 von Falk Madeja
In den Niederlanden bekam ein Mann etwas bislang nicht, was nun unserem RAF-Mann Christian Klar offensichtlich gewährt wird: Gnade. Der heute 42jährige Bart ten Oever aus Amersfoort musste einen Monat ins Gefängnis, weil er vor sage und schreibe 23 Jahren den Wehrdienst verweigerte.
Dazu muss man wissen, dass die Wehrpflicht 1996 defacto abgeschafft wurde. Wir von Meine Güte erinnern uns noch an die feierliche Prozedur in Breda (oder Tilburg), von der wir von einer dem Ende der Wehrpflicht gewidmeten Parade für irgendwelche deutschen Medien berichteten. Ja, und nun kommen wir zum heiklen Punkt. Die Wehrpflicht ist nicht wirklich abgeschafft – es muss nur niemand mehr gegen seinen Willen in einer niederländischen Kaserne herumhängen. “Die Wehrpflicht ist ausgesetzt” heisst es offiziell. Der Staat hat sich also eine Hintertür offengelassen – und diese Tür sollte sich jetzt erst mal hinter Bart ten Oever schliessen.
Als der damalige Student am 22. März 1984 den Einberufungs-Befehl bekam, rollten… weiter lesen