Archive for the ‘Kraker’ Category

15.04.2008 von Falk Madeja
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Kraker (Hausbesetzer) in Amsterdam

von Falk Madeja

Samstag mit Jard in Amsterdam eine Polter-Demo beim Vondelpark gesehen. Schwarzgekleidete Gestalten, Trommeln, Fahnen. Kraker, Hausbesetzer. Das Mädchen fragt, wir diskutieren. Ist es gut, was Kraker tun? Später im Amstelveense Weg zeigt Jard auf ein Transparent „Dieses Haus wurde durch die Kraker-Bewegung gerettet“. Kann also eine gute Sache sein, so eine Hausbesetzung. 

Ich erzähle, dass in meiner DDR-Erinnerung die Niederlande eigentlich nur zweimal im Fernsehen war. Eröffnung Van-Gogh-Museum und Proteste der Kraker. Straßenschlachten. Wilde Gestalten, Tränengas wabberte durch Amsterdam, alles laut DDR-Propaganda „Kampf gegen den Kapitalismus“, desen Lage sich immer weiter verschärfe… Haha, wie verfallen waren damals Rostock, Leipzig und (Ost-)Berlin und dann solche Sprüche. 

Eine Jugendliebe war Krakerin in Rostock, zog dann in den Prenzlauer Berg. Heute kann man im Prenzlauer Berg wohl kaum noch Kraken. In Amsterdam eigentlich auch kaum, die Stadt ist in mehr als 20 Jahren Straße für Straße saniert worden. Rund um Amsterdam, sehen Jard am Sonntag… weiter lesen

10.09.2007 von Falk Madeja
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Niederlande im Bann von FARC-Tanja – sie wird Kult!

von Falk Madeja

Wie Meine Güte berichtete, wird in den niederländischen Medien viel über die in Kolumbien bei der Terror-Organisation FARC kämpfende Tanja Nijmeijer geschrieben. Inzwischen scheint sie schon Kult-Karakter zu haben! Der Rotterdamer Grafiker Vos Broekema hat ein T-Shirt entworfen, in dem ihr Gesicht ala Che Guevara stilisiert wird. “Tanja would go” steht darunter. Hier ein Link: www.vosbroekema.nl

Die Wirklichkeit sieht aber wohl weniger revolutions-romantisch aus. Inzwischen durfte die Niederländerin Liduine Zumpolle (Menschenrechtlerin) Tanjas bei einer Flucht zurückgelassenen Tagebücher gelesen. Tanja beschwert sich darin über Langeweile sowie sexistische und autoritäre Kommandanten. Es gäbe den Tagebücher zufolge keine anderen niederländischen FARC-Terroristen, andere Quellen gehen von insgesamt 22 FARC-Leuten aus dem Ausland aus. Die Tagebücher sollen an ihre Eltern gehen, die allerdings untergetaucht sind.

Die FARC fand sich am Samstag auch in De Volkskrant wieder. Die linksliberale Zeitung aus Amsterdam lud von der Website der FARC Fotos von 16 mehr oder weniger hübschen FARC-Babes in Uniform… weiter lesen

05.07.2007 von Falk Madeja
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Hollands letzter Total-Verweigerer wird bestraft

von Falk Madeja

Die Wehrpflicht gibt es in den Niederlanden seit vielen Jahren nicht mehr – logischerweise gibt es also weder Wehrpflichtige oder Zivis. Dennoch: das Land kennt trotzdem Total-Verweigerer, genau genommen einen einzigen. Der 42jährige Bart ten Oever aus Amersfoort soll jetzt auch noch bestraft werden. Ihm droht ein Monat elektronischer Hausarrest.

Er hatte ab 1983 das Antreten der Wehrpflicht oder des Zivildienstes immer wieder hinausschieben können. 1994 bekam er dann eine 7monatige Gefängnisstrafe, die in der Berufung zu 6 Monaten weniger und 240 Stunden Sozialarbeit umgewandelt wurden, die er auch ableistete. Blieb der eine Monat Gefängnis. Anders als Paris Hilton hat er aber einen Job (er ist Anzeigenverkäufer) – und sieht er es eigentlich nicht ein, dass Jahre nach Abschaffung der Wehrpflicht doch noch in das Gefängnis einrücken soll.

Ein Angebot, diesen Monat mit 10.000 Euro Busse abzugelten, wies er zurück. „Sie messen mit zweierlei Mass. Wenn man überlegt, wie viele Menschen in der Vergangenheit sich… weiter lesen

04.07.2007 von Falk Madeja
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Kraker-Mörder mit Tagebuch

von Falk Madeja

In den Niederlanden beginnt nun der Prozess gegen mutmasslichen Mörder des Nimweger Hausbesetzer-Aktivisten Louis Seveke. Der 1964 im Süden des Landes, Venray, geborene Louis Seveke wurde mutmasslicherweise vom 38jährigen Marcel T. am 15. November 2005 beim Krakers-Bollwerk „De Grote Broek“ (Die Grosse Hose) mit zwei Kugeln erschossen.

Die Medien spekulieren, dass es sich wahrscheinlich um einen Racheakt gehandelt habe. Marcel T. gehörte in den 90ern selbst zur Hausbesetzer-Szene. (Hausbesetzer werden in den Niederlanden Kraker genannt.) Als einziger Kraker wollte er bei der geplanten Räumung eines besetzten Hauses von dem Hauseigentümer eine “Wir-gehen-auch-so-Geldprämie” von 12.000 Gulden akzeptieren, weshalb er sich in der Szene unmöglich gemacht haben soll. Das Geld bekam er nicht einmal. Ausserdem verdächtigten ihn die Kraker, dass er Agent des Geheimdienstes BVD sein solle. Von einem auf den anderen Tag verschwand er. Um eine Spur des Verbrechens durch das Land zu ziehen (siehe unten).

Die Polizei investierte viel, um… weiter lesen