30.11.2009 von Falk Madeja
Bei Geert Wilders dürfte die Entscheidung der Mehrheit der beim Minaretten-Volksentscheid in der Schweiz Freude ausgelöst haben, sogleich will er so etwas auch in den Niederlanden durchsetzen.
Allerdings hat er bereits Gegenwind. Aussenminister Maxim Verhagen, mit dem sich WIlders in letzter Zeit eh viel herumstreitet, hält ein solches Verbot wegen der Verletzung der Gottesdienst-Freiheit für nicht durchsetzbar. Es gäbe auch internationale Verträge, an denen sich auch die Schweiz zu halten habe. Verhagen gehört einer christlichen Partei an, der größten, und die hat es natürlich schwer mit religionseinschränkenden Initiativen. Darüber hinaus greifen Verhagen und Wilders einander in letzter Zeit auch persönlich an, Wilders nannte Verhagen bsw. einen “politischen Nichtsnutz”. Nicht unbedingt eine Bewerbung für ein gemeinsames Kabinett zw. CDA und PVV nach den kommenden Wahlen.
Innenministerin Guusje ter Horst (PvdA) ist sogar froh, dass es in den Niederlanden keine Volksabstimmungen gibt, an deren Ergebnis sich die Regierung letztendlich halten müsse.
28.03.2009 von Falk Madeja
Die für die Behörden der Stadt Amsterdam peinliche Angelegenheit spielte sich am 12. März ab. Angeblich wollten ein paar Moslem-Terroristen die IKEA-Filiale in Amsterdam Zuid-Oost (Stadtteil aus Plattenbauten, Bürogebäuden und der Amsterdam Arena, dem Ajax-Stadion) in die Luft jagen – Amsterdam tauchte an dem Tag weltweit in den Nachrichten auf.
Sechs marokkanische Männer und eine marokkanische Frau im Alter von 19 bis 64 Jahren wurden verhaftet – Grundlage war ein mysteriöser Telefonanruf aus Brüssel. Demnach sei ein Kleinbus mit Sprengstoff aus Belgien unterwegs und einer der Verdächtigen habe wiederum familiäre Bande mit den Attentätern von Madrid.
Tagelang war die Geschichte in den Medien – schliesslich entpuppte sich alles als Ente. Die Verdächtigen erzählten ihre Geschichte im Fernsehen, Amsterdams Bürgermeister Job Cohen eierte tagelang herum, weil von ihm eine Entschuldigung bei den Verdächtigen verlangt wurde und er die partout nicht geben wollte. Denn was wäre wohl passiert, wenn der Anruf aus… weiter lesen
13.01.2009 von Falk Madeja
Bizarre Aktion einer unbekannten Moslem-Gruppe in den Niederlanden. Dort wohnende Moslems erhielten in den vergangenen Tagen eine SMS mit folgendem Text: “Vandaag geen boodschappen doen bij Aldi en Lidl. De hele omzet van 10 januari 2009 gaat naar Israël.” Kurz zusammengefasst: die Neder-Moslems sollten bei den deutschen Supermarktketten Aldi und Lidl keine Einkäufe tätigen, weil die Händler den Umsatz des 10. Januars dem israelischen Staat überweisen würden. Die Moslems wurden ermuntert, die SMS dann ihrerseits an Bekannte, Familie und Freunde weiter zu verbreiten. Und das taten sie dann auch.
Die Discounter dementierten zwar, schreibt De Volkskrant, aber das Gerücht habe sich unter den Moslems wie ein Lauffeuer verbreitet. Ob es diesen Boykott am Samstag tatsächlich gab, ist nicht festzustellen. Ich kam am Samstag in Amsterdam an… weiter lesen
15.10.2007 von Falk Madeja
Ein 22jähriger Marokkaner namens Bilal B . wurde am Sonntag von der Polizei in Amsterdam erschossen, nachdem er das Polizei-Büro im Stadtteil Slotervaart am August Allebeplein überfallen hatte und auf zwei Polizisten wie wild eingestochen hatte. Eine Polizistin musste nach Stichwunden in Brust und Hals operiert werden und überlebte die Operation. Ihr Zustand soll “relativ befriedigend” sein. Ein männlicher Kollege erlitt 5 Wunden in Gesicht und Schulter. Schliesslich erschoss ein Polizist den Angreifer.
Der Mann soll einerseits vor einiger Zeit im Umfeld der sogenannten Hofstadgroep signalisiert sein. Aber Nachweise für seine beteiligung an Terror-Vorbereitungen gab es nicht. 1998 war er auffällig geworden, nachdem er jemand mit einem Schraubenzieher niedergestochen hatte. 2003/2004 sass er im Gefängnis.
Offensihtlich war er aus der Betreuhung der Amsterdamer Valeriusklinik entflohen sein. in die war er mal zwangseingewiesen worden, aber vor zwei Monaten wieder entlassen worden. Am vergangenen Freitag meldete er sich dort mit Selbstmordplänen, am… weiter lesen