08.02.2010 von Falk Madeja
Das erregt schon Aufsehen! Die Bürgerrechtlerin Ayaan Hirsi Ali hat offensichtlich einen Partner gefunden. Die ursprünglich aus Somalia stammende Niederländerin, die wg. ihrer islamkritischen Haltung praktisch in den USA im Untergrund leben muss, soll sich lt. der britischen Zeitung „Daily Mail“ in den britischen TV-Promi und Autoren Niall Ferguson verliebt haben. Dann wohnt sie also auch in Großbritannien im Untergrund. Die Zeitung nennt sie “Fatwa Girl”.
Der Mann (geschätztes Jahreseinkommen fünf Millionen Pfund) soll nach 13 Jahren seine Frau verlassen haben, es gibt drei Kinder (und die Frau will natürlich nun Geld, wahrscheinlich eher viel Geld). Nun, in seinem Fall soll eine außereheliche Affäre nichts besonderes sein, gleich acht mal soll er seine Frau in fünf Jahren betrogen haben. Nun ja.
Dass sich Hirsi Ali in den „Tiger Woods“ der britischen Konservativen verliebt hat, sorgt wenigstens in den Niederlanden für aufsehen. Eigentlich auch in Großbritannien. Die… weiter lesen
20.01.2010 von Falk Madeja
Fast schon so etwas wie eine überraschende Wende in Sachen Wilders-Prozess. Am heutigen Mittwoch soll der Prozess beginnen, am Dienstag sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft im NOS-Fernsehen, dass man wahrscheinlich einen Freispruch beantragen werde!
Tagsüber hatte Geert Wilders sich kampfeslustig gezeigt. Er habe nichts “Falsches” getan, man müsse die Wahrheit über den Islam erzählen dürfen, auch wenn das weh tue. Die ihm zu Last gelegten Aussagen habe er sowohl innerhalb als auch außerhalb des Parlamentes getätigt, so dass es sich seiner Meinung nach um einen ”politischen Prozess” handeln würde. Er rechne mit Freispruch, und genau das scheint die Staatsanwaltschaft nun auch beantragen zu wollen. Am Mittwoch geht es nun erst einmal darum, wie der Prozess eigentlich ablaufen soll. Wilders selbst will 15 bis 20 Experten aus dem In- und Ausland aufrufen, darunter den Mörder von Theo van Gogh, Mohammed B. Weitere Namen sind noch nicht bekannt.
21.12.2009 von Falk Madeja
Und zwar in Amsterdam. Der Mann bekam, und ein Amsterdamer Gericht fand nun die Strafe von 200 Euro o.k., eine 200 Euro-Strafe, weil er in Bewerbungsprozeduren aus folgenden Gründen scheiterte: er wollte sich seinen Extremisten-Bart nicht abrasieren und Frauen keine Hand geben.
Er hätte bsw. Parkwächter, privater Sicherheitsagent oder Krankenpfleger werden können, schreibt De Telegraaf, mit dieser Haltung kam er aber durch keine Bewerbungsprozedur. Deshalb die Strafe des Sozialamtes. Der Mann hatte vor Gericht damit argumentiert, dass immerhin niemand anders als Bürgermeister Job Cohen mal gesagt habe, dass die Verweigerung des Handschlages mit Frauen kein Problem sei, solange die Arbeit ordentlich erledigt werde, das aber anders.
15.12.2009 von Falk Madeja
Genauer gesagt um 200 Ausgaben des Korans, den die im Afganistan-Einsatz weilende niederländische Armee an die Kollegen der afganischen Truppe als Geschenk austeilte! Wo das das Problem ist? Nun, die PVV von Geert Wilders und die orthodox-protestantische Partei SGP haben Verteidigungsminister Eimert van Middelkoop gleich mal einen Brief geschrieben.
Geert Wilders ist gegen die Aktion, weil er in dem Geschenk eine “beschämende Form der Islampropaganda durch die niederländische Armee” sieht. In dem “extrem hasserfüllten Buch werden Juden mit Affen und Schweinen” verglichen, werde “zum Krieg gegen die Ungläubígen aufgerufen” und “die islamitische Weltherrschaft” propagiert. Die niederländische Armee möge die Koran-Exemplare wieder einsammeln. Der SGP-Abgeordnete Kees van der Staaij findet die Aktion „unbegreiflich und unglücklich”. Die Niederlande solle sich stattdessen um das Thema Glaubensfreiheit kümmern, damit in Afganistan bsw. auch Bibeln ausgeteilt werden könnten.
Ein Sprecher des Verteidigungsministerium sagte, dass die Koran-Exemplare den afganischen Soldaten u.a. helfen sollten, lesen und schreiben zu lernen.
14.12.2009 von Falk Madeja
Der GVB, Amsterdams Nahverkehrsfirma, darf es ihren Mitarbeitern verbieten, christliche Symbole zu tragen. Das entschied ein Richter in Amsterdam.
Der aus Ägypten stammende Ezzat Aziz trug seit 1998 ein Kreuz bei seiner Arbeit als Strassenbahnkontrolleur, eine neue Kleiderordnung sollte ihm das verbieten. Die Angelegenheit zog sich fast ein Jahr hin, er wurde zwischenzeitlich suspendiert. Das Gericht gab seinem Arbeitgeber nun Recht, er darf kein Kreuz tragen. Moslemische Frauen mit Kopftuch können beim GVB weiter machen.
10.12.2009 von Falk Madeja
Vor zwei Wochen fuhr ich in Tilburg vom Bahnhof zur Hochschule mit dem Bus, beim Einsteigen überraschte mich die Fahrerin, weil sie moslemisches Kopftuch trug. Das hatte ich in einem niederländischen Bus noch nie gesehen, aber, nagut, dachte ich, solange sie den Bus ordentlich fährt, kann ich damit leben. Obwohl ich dem moslemischen Kopftuch ansonsten abweisend gegenüberstehe, ich meine, es ist in meinen Augen ein Symbol für die Ungleichheit von Mann und Frau – ich sollte lieber sagen der Ungleichwertigkeit der Frau. Ob in Paris oder Istanbul eine Busfahrerin ein Kopftuch tragen darf? Ich weiss es nicht, aber wohl eher nicht.
Einige Tage später. Im Vorübergehen an einem Zeitungsstand sehe ich auf der Titelseite der Zeitung “De Telegraaf” von einer merkwürdigen Geschichte. Ich überflog ein paar Zeilen und konnte meinen Augen kaum glauben. Es ging um einen Strassenbahnkontrolleur in Amsterdam namens Ezzas Aziz, dem der örtliche… weiter lesen
09.12.2009 von Falk Madeja
Wer in einem Land wie den Niederlanden, einmal richtig in die Schlagzeilen kommen möchte, kann das zum Beispiel so tun, wie Annelies van Rosmalen. Die ist die Kommunikations-Direktorin der Haager Hochschule - und als solche hat sie sich ein kleines multukulturelles Kommunikationsdrama eingebrockt. Indem sie nämlich ganz einfach mal das Aufstellen eines Weihnachtsbaumes im Atrium der Hochschule verboten hat.
Begründung: der Weihnachtsbaum passe nicht “zum internationalen Charakter” der Hochschule, heisst es in einem internen Bericht, ein Drittel der 19.000 Studenten sind lt. De Volkskrant nämlich von “nicht-westlicher Herkunft”. Eh klar worum es geht, sagten sich grosse Teile der niederländischen Öffentlichkeit, da sind sie also wieder – die Moslems und ihre multikulturellen Beschützer. Und da war ja wohl auch was dran. Allerdings, so wird in De Volkskrant bsw. ein Abdoe Khoulani von den Islam Democraten zitiert, hätte es gar “keine Signale gegeben, dass ein… weiter lesen
03.12.2009 von Falk Madeja
Geert Wilders, Chef der Ein-Mann-Partei PVV, hat der Türkei ein neues EU-Beitrittsszenario gegeben. Die Türkei werde in ungefähr “drei Millionen Jahren” Mitglied der EU werden (wenn überhaupt). Grund: Wilders ist sauer, weil ihn ein türkischer Regierungssprecher ihn vor einem Besuch einer Haager Parlamentsdelegation in der Türkei als “Faschisten und Rassisten” bezeichnet hatte. Kurzum, es lief darauf hinaus, dass in der Türkei niemand mit einer Parlaments-Gruppe sprechen wollte, bei der Geert Wilders dabei ist. Daraufhin sagte die Parlaments-Abordnung aus Den Haag den Besuch aus Solidarität ab. Und Wilders kam mit seinen “drei Millionen Jahren”.
Nach dem erfolgreichen Anti-Minaretten-Referendum in der Schweiz will Wilders eigentlich auch in den Niederlanden so eine Volksabstimmung durchführen. Wie alle Themen rund um den Islam liegen ihm auch die Minarette am Herzen, oder sagen wir er hat wegen den Dingern einen dicken Hals. Es wird aber schwer für ihn, wie die Schweizer SVP so eine solche Umfrage erfolgreich durchzusetzen. Zwar kennt… weiter lesen
02.12.2009 von Falk Madeja
Gute Frage, die Schweizer Volksbefragung zum Thema “Minarette” schlug schon wegen des Anti-Islam-Politikers Geert Wilders in den Niederlanden große Wellen. Alle möglichen Leute meldeten sich zum Thema zu Wort, und wie es beim Meinungsstreit manchmal so ist – die Fakten kümmerten kaum jemanden. Jedenfalls fand ich nirgendwo eine Zahl, die so plastisch wie die in der Schweiz war: dort ging es um gerade mal vier bestehende Minarette und werweisswieviele neue Minarette.
Aber wieviele Minarette zählt die Niederlande? Immerhin will ja Geert Wilders um diese Frage einen ordentlichen Kulturkampf entwickeln. Auf der Website der Tageszeitung “Trouw” fand ich nun erstmals eine Zahl. Es ist demnach von “75 bis 100 Minaretten” die Rede. Die Quelle dafür ist eine andere Website, nämlich Moskeewijzer.nl. Es handelt sich hierbei um eine Initiatíve des 26jährigen Nourdeen Wildeman, eines Mannes,… weiter lesen
01.12.2009 von Falk Madeja
Ausgerechnet die SGP, eine streng-protestantische Parlaments-Partei in den Niederlanden, wollte im Haager Parlament jetzt mit einem Antrag im Minarett-Kampf mitmischen. Ausgerechnet diese Partei, weil: sie steht selbst wegen dubioser Auffassungen am Pranger, weil sie Glauben und Politik auf unerquickliche Weise vermischt. Kurz gesagt durften Frauen jahrelang nach Auffassung der SGP-Männer nicht Mitglied in der Partei werden bzw. noch immer kein politisches Amt ausüben oder sich gar zur Wahl stellen, weil die Bibel dieses angeblich Männern vorbehalten würde. Für viele Leute, die den Einfluss der Religion auf die Politik bzw. auf das sonstige Leben etwa von Atheisten zurückdrängen wollen, ist SGP ein Ärgernis.
Die frommen SGP-Männer müssen sich dann auch immer wieder kritisieren lassen, manchmal auch auf europäischer Ebene. Erst dieser Tage wieder tickte ihnen der Procureur-Generaal beim Hoge Raad ihnen auf die Finger, weil sie gesetzlich gesehen eben nicht diskriminieren dürfen. Auf der anderen… weiter lesen